Doch kein Chipgate?

Chipgate: Weiterer Test untermauert Apple-Statement

In den letzten Jahren ging kein Verkaufsstart eines iPhones glatt über die Bühne. Egal ob Antennagate beim iPhone 4 oder Bentgate beim iPhone 6 - irgendeinen durch die medien gepushten Skandal gab es immer, ganz im Sinne von „bad news are good news“. In diesem Jahr machten die von Apple verbauten A9-Chips von sich Reden, denn das Unternehmen ließ diese in diesem Jahr nicht nur bei Samsung, sondern auch erstmals bei TSMC produzieren.

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Erst letzte Woche behauptete ein Reddit-Nutzer, dass sich die Chips von TSMC und Samsung vor allem unter Volllast unterschiedlich auf die Akkulaufzeit auswirken. Nach wachsendem Medieninteresse erkannte Apple den Ernst der Lage an und versicherte, dass jeder Chips "Apple's höchste Standards" erfüllt. Die Abweichung liegen dabei im Bereich von zwei bis drei Prozent und seien somit nur geringfügig.

Doch die Technik-Webseite Ars Technica wollte es nochmal genauer wissen und hat Apple's Aussagen in einem Vergleich überprüft. Dazu nahm sich die Seite je ein iPhone 6s mit TSMC- und eines mit Samsung-Chip des amerikanischen Mobilfunkproviders AT&T zur Hand, setzte die Bildschirmhelligkeit auf das gleiche Level und entnahm den Geräten die SIM-Karten. Anschließend wurden vier Tests mit teils stark abweichenden Ergebnissen gemacht.

Der Vergleich von Ars Technica untermauert nochmal Apple's Aussagen
Der Vergleich von Ars Technica untermauert nochmal Apple's Aussagen (Bild: Ars Technica)

Während der Wi-Fi-Browsing- und GFXBench-Test etwa zu ähnlichen Ergebnissen führten und den TSMC-Chip an der Spitze zeigen, ist der WebGL-Test knapp zu Gunsten des Samsung-Chips ausgegangen. Einzig und allein der Geekbench 3-Test zeigte einen deutlichen Unterschied von rund 28 Prozent. Ars Technica stellt dennoch heraus, dass, obwohl der TSMC Chip eine bessere Leistung bietet, man unter alltäglichen Bedingungen den Unterschied wohl kaum spüren wird. Daneben gibt es auch noch zu beachten, dass die Tests nur mit je einem Gerät gemacht wurden und allein Apple ausreichend Geräte zur Verfügung hätte, um ein wirklich repräsentatives Bild abzuliefern.

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