Apple Silicon

Apple soll M6 Pro und M6 Max überspringen

Apple könnte seine Chip-Roadmap für den Mac deutlicher umbauen als erwartet. Laut einem Bericht soll es zwar einen M6 geben, aber keine Pro- und Max-Varianten dieser Generation.

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Apple könnte bei seiner nächsten Mac-Chipgeneration einen ungewöhnlichen Schritt planen. Laut einem Bericht von Bloomberg soll Apple zwar weiter am M6 arbeiten, aber keine höherwertigen Varianten als M6 Pro und M6 Max veröffentlichen.

Quickread: Auf einen Blick
  • Apple soll laut Bloomberg keinen M6 Pro und M6 Max planen.
  • Der reguläre M6 könnte noch in diesem Jahr erscheinen.
  • Die nächsten Pro- und Max-Chips sollen dem Bericht zufolge zur M7-Generation gehören.
  • Der M7 soll stärker auf lokale KI-Verarbeitung ausgelegt sein.
  • Ein M5 Ultra für den Mac Studio soll weiterhin in Arbeit sein.

Stattdessen soll Apple nach dem regulären M6 direkt zur M7-Generation wechseln. Die nächsten Pro- und Max-Chips für leistungsstärkere Macs würden demnach erst wieder als M7 Pro und M7 Max erscheinen.

M6 offenbar nur als Basischip geplant

Der reguläre M6 soll laut dem Bericht bereits in einem neuen MacBook Pro der Einstiegsklasse getestet worden sein und noch in diesem Jahr erscheinen. Zu den erwarteten Neuerungen gehört unter anderem eine höhere Speicherbandbreite von bis zu 200 GB/s. Beim aktuellen M5 liegt dieser Wert bei maximal 153 GB/s.

Speicherbandbreite erklärt!

Die Speicherbandbreite beschreibt, wie viele Daten ein Chip pro Sekunde zwischen Prozessor, Grafikteil und gemeinsamem Speicher bewegen kann. Gerade bei KI-, Grafik- und Videobearbeitung kann ein höherer Wert helfen, Engpässe zu vermeiden.

Außerdem ist von einer überarbeiteten Speicherarchitektur, einer verbesserten Neural Engine und mehr Leistung über die verschiedenen Recheneinheiten hinweg die Rede. Auch bei Video-Encoding und -Decoding soll Apple nachlegen. Für die Grafikeinheit soll Apple dem Bericht zufolge Varianten mit bis zu zwölf GPU-Kernen getestet haben.

M7 soll stärker auf lokale KI ausgelegt sein

Die größere Umstellung soll aber offenbar erst mit dem M7 folgen. Der Basischip der M7-Reihe sei laut Bloomberg frühestens für die erste Jahreshälfte des kommenden Jahres vorgesehen. M7 Pro und M7 Max sollen demnach Ende des kommenden Jahres folgen, ein M7 Ultra erst 2028.

Der Fokus der M7-Familie soll stärker auf KI-Verarbeitung direkt auf dem Gerät liegen. Für den regulären M7 nennt der Bericht eine Speicherbandbreite von rund 240 GB/s. Damit würde Apple die Mac-Chips offenbar stärker auf Aufgaben ausrichten, bei denen KI-, Grafik- und klassische Rechenlasten parallel anfallen.

M5 Ultra soll weiterhin kommen

Parallel dazu soll Apple weiterhin an einem M5 Ultra arbeiten. Der Chip könnte laut dem Bericht noch in diesem Jahr in einem neuen Mac Studio erscheinen. Genannt werden rund 36 CPU-Kerne und 80 GPU-Kerne. Apple soll außerdem Unterstützung für bis zu 768 GB Arbeitsspeicher getestet haben, wobei Komponentenbeschränkungen den Start erschweren könnten.

Für die Mac-Roadmap wäre der Verzicht auf M6 Pro und M6 Max bemerkenswert. Seit dem Start von Apple Silicon im Mac im Jahr 2020 hat Apple seine M-Chips üblicherweise in mehreren Leistungsstufen angeboten. Eine M6-Generation ohne Pro- und Max-Ausbau würde diese Struktur zumindest vorübergehend durchbrechen.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Der Bericht passt zu Apples stärkerem Fokus auf KI-Verarbeitung direkt auf dem Gerät. Gleichzeitig wäre eine M6-Generation ohne Pro- und Max-Varianten ein Bruch mit der bisherigen Mac-Logik. Für Käufer leistungsstärkerer MacBook-Pro-Modelle könnte das bedeuten: Wer auf den nächsten großen Sprung wartet, müsste möglicherweise bis zur M7-Generation warten.