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Steigende Bauteilpreise

Apple soll deutlich mehr iPhone-OLEDs auf Vorrat kaufen

Apple reagiert offenbar auf steigende Komponentenpreise und legt größere Vorräte für die iPhone-Produktion an. Laut einem Bericht aus Südkorea hält der Konzern OLED-Panels inzwischen für sechs statt vier Wochen vor.

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Apple soll seine bisher ausgesprochen schlanke Lagerhaltung zumindest bei Displays angepasst haben. Wie die südkoreanische Electronic Times unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, hat der Konzern den Vorrat an OLED-Panels seit dem zweiten Quartal 2026 deutlich erhöht.

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Quickread: Auf einen Blick
  • Apple soll seine OLED-Vorräte von vier auf sechs Wochen erhöht haben
  • Grund dafür sollen steigende Preise für Speicherchips und andere Komponenten sein
  • Samsung Display und LG Display liefern einen Großteil der iPhone-OLEDs
  • Auch für das iPhone 18 Pro sollen größere Vorräte vorgesehen sein

Dem Bericht zufolge verlängerte Apple den Zeitraum, für den Display-Panels vorgehalten werden, von vier auf sechs Wochen. Dafür muss das Unternehmen entsprechend mehr OLED-Panels bestellen und einlagern.

Apple reagiert demnach auf steigende Preise für Komponenten. Insbesondere die höheren Kosten für Speicherchips sollen inzwischen auch den Preisdruck bei anderen Bauteilen verstärken. Durch größere Bestellungen und eine frühere Beschaffung könne Apple versuchen, Preise und verfügbare Mengen besser abzusichern.

„Chipflation“ treibt die Kosten

Die Electronic Times spricht in diesem Zusammenhang von „Chipflation“ – also steigenden Preisen für Halbleiter und den daraus resultierenden höheren Kosten für weitere Komponenten.

Chipflation erklärt!

Mit „Chipflation“ werden steigende Preise für Halbleiter bezeichnet. Werden Speicherchips und andere elektronische Bauteile teurer, können auch die Produktionskosten kompletter Geräte steigen.

Für Apple wäre eine längere Lagerhaltung durchaus bemerkenswert. Das Unternehmen ist für eine vergleichsweise knapp organisierte Lieferkette bekannt, bei der Komponenten möglichst nicht unnötig lange auf Lager liegen. Steigende Beschaffungskosten könnten diese Strategie nun zumindest teilweise verändern.

Der Zeitpunkt fällt ebenfalls auf. Das zweite Quartal gilt in der iPhone-Lieferkette normalerweise als eher ruhige Phase, da Apple seine neuen Smartphone-Generationen traditionell im Herbst auf den Markt bringt und die Bestellungen für Komponenten anschließend wieder hochfährt.

In diesem Jahr sollen die Bestellungen für OLED-Panels allerdings vergleichsweise hoch geblieben sein. Neben den zusätzlichen Vorräten habe dazu laut Electronic Times auch die Nachfrage nach der iPhone-17-Serie beigetragen.

Samsung Display und LG Display profitieren

Zu den wichtigsten OLED-Lieferanten für das iPhone gehören Samsung Display und LG Display. Beide Unternehmen sollen im zweiten Quartal aufgrund der höheren Apple-Bestellungen mehr Panels geliefert haben. Auch der chinesische Hersteller BOE gehört zur Lieferkette, soll bislang aber deutlich geringere Mengen beisteuern.

Die veränderte Beschaffungsstrategie könnte zudem länger bestehen bleiben. Ein von Electronic Times zitierter Vertreter der Displaybranche geht davon aus, dass Apple die höheren Lagerbestände nicht nur kurzfristig halten wird. Auch für das iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max, deren Vorstellung für den kommenden Monat erwartet wird, sollen größere Vorräte eingeplant sein.

Ob sich die höheren Komponentenpreise unmittelbar auf die Preise der kommenden iPhones auswirken werden, geht aus dem Bericht nicht hervor. Die gestiegenen Kosten erhöhen allerdings den Druck auf Apple, entweder bei Zulieferern bessere Konditionen auszuhandeln oder einen Teil der Mehrkosten über die Verkaufspreise aufzufangen.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Für Käufer bedeutet eine größere Lagerhaltung zunächst nicht automatisch höhere iPhone-Preise. Sie zeigt aber, dass Apple offenbar mit länger anhaltendem Kostendruck in seiner Lieferkette rechnet. Größere Bestellungen können dem Konzern dabei helfen, Mengen und Einkaufspreise früher abzusichern. Ob das ausreicht, um Preissteigerungen bei kommenden Geräten zu vermeiden, lässt sich aus dem Bericht nicht ableiten.

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