Kolumne

Apple Pay: Merci, dass es dich endlich gibt!

Merci, dass es dich endlich gibt! Mit reichlich Verzögerung startet Apple Pay nun auch in Deutschland. Der Einsatz erfordert bisher zum Teil aber noch intensiven körperlichen Einsatz. Um nicht als ewiger Nörgler in Verruf zu geraten: Es ist gut, dass Apple Pay nun auch in Deutschland funktioniert. Inwieweit das Bezahlen mit dem Smartphone tatsächlich auch den Griff zur Kreditkarte ersetzt, wird die Zukunft zeigen. Trotzdem widme ich mich dem Thema in meiner Kolumne.

Von   Uhr

Ein gewisses Maß an Skepsis ist aber noch angebracht. Auch, weil die smarte Kaufabwicklung oft fälschlicherweise als bargeldloses Bezahlen gefeiert wird. Das täuscht jedoch darüber hinweg, dass bereits vor mehr als hundert Jahren die ersten Kreditkarten in Umlauf gebracht wurden, die zurecht mit diesem Leistungsmerkmal warben. Was also können Apple Pay, Google Pay und all die anderen kontaktlosen Bezahlsysteme, was die Kreditkarte nicht kann? Der Selbstversuch, sich schnellstmöglich mit Apple Pay vertraut zu machen, führte bei mir teilweise zu sehr skurrilen Alltagssituationen.

Auffällig war zunächst einmal eine deutliche Gewichtszunahme, was darauf zurückzuführen ist, dass ich als Apple-Pay-Nutzer der ersten Stunde meine Essgewohnheiten radikal ändern musste. Denn Apple Pay kooperiert mit den großen Fast-Food-Ketten. Gourmetanbieter – jenseits vom Burger – waren noch nicht darauf eingestellt. Hier war also Flexibilität gefragt. Es gelang mir problemlos, meine Ernährung dahingehend umzustellen, dass alle Gesundheitsaspekte ab sofort außer Acht gelassen wurden. Alles richtete sich nur noch nach der Bezahlmethode. Genauer gesagt: Gegessen wurde, was sich über Apple Pay abrechnen ließ.

Schnell erkannte ich, dass sich schließlich auch das tägliche Sparmenü abwechslungsreich variieren lässt. Dann geschah das erste Missgeschick. Die Mitarbeiterin an der Burger-Ausgabe meiner Wahl bat mich, mein iPhone X ans Lesegerät zu halten. Da es draußen recht kalt war, hatte ich mich warm eingepackt: eine Mütze, ein Schal, ein hochgestellter Kragen. Leider ließ sich die Gesichtserkennung, mit der Apple Pay den Kauf verifiziert, so nicht überrumpeln. Ich fing also an, sämtliche Kleidungsgegenstände, die einen Kauf meines Sparmenüs vereitelten, abzulegen. Glücklicherweise befand sich eine junge Dame in der Schlange neben mir, die mir anbot, Schal und Mütze kurz auf ihrem Tablett abzulegen. In der Folge lief dann alles weitere nahezu reibungslos.

Erwähnenswert ist nur, dass das Lesegerät fest hinter der Kasse montiert war, ich das iPhone also ein Stück weit hinter den Ausgabebereich halten musste, was dann leider wieder die Gesichtserkennung zunichte machte. Das ließ sich aber kurzerhand umgehen, indem ich mich mit dem Bauch auf den Tresen legte und den Kopf so weit es ging in Richtung Lesegerät streckte.

Das alles sind aber ganz bestimmt nur erste Geburtswehwehchen. Ich bin durchaus optimistisch und fest davon überzeugt: Apple Pay wird sich durchsetzen und uns alle zu glücklicheren Menschen machen.

Mehr zu diesen Themen:

Diskutiere mit!

Hier kannst du den Artikel "Apple Pay: Merci, dass es dich endlich gibt!" kommentieren. Melde dich einfach mit deinem maclife.de-Account an oder fülle die unten stehenden Felder aus.

Ich mach ApplePay mit der Watch. Funktioniert problemlos

Ich nehme mal an, das soll eine Glosse sein.

Oder es ist ein Versuch davon ab zu lenken dass Apple Pay nun schon seit nahezu zwei Monaten in Deutschland verfügbar ist.
Selbst Ursula (58 Jahre, Kassiererin beim kleinen Rewe ums Eck) hat schon verstanden dass man mit der Uhr bezahlen kann.

Apple Pay funktioniert dort, wo die Kreditkarte funktioniert. Es muss keine spezielle Kooperation mit Apple Pay vorliegen... dass das manche nicht begreifen...

Apple Pay funktioniert dort, wo die Kreditkarte funktioniert. Es muss keine spezielle Kooperation mit Apple Pay vorliegen... dass das manche nicht begreifen...

Fast richtig :) Apple Pay funktioniert dort, wo die Kreditkarte kontaktlos funktioniert :)

Doch. Sonst gibt Apple nfc Schnittstelle nicht frei. (So kurz zusammengefasst)

Das wäre mit der iWatch deutlich einfacher gewesen. Zweimal die Taste gedrückt und schon stehen 30s Zeit für den Bezahlvorgang zur Verfügung.

??? Soll es lustig sein? Ist es ernst gemeint? Oder etwas dazwischen?

1. Wo immer kontaktlos gezahlt werden kann funktioniert ApplePay.
2. Aktivier Mal ApplePay per Gesichtserkennung bevor du das iPhone ans Terminal hälst. [Face Without Mouth]

Schön wäre es wenn es in Österreich auch endlich ginge!

apple kooperiert mit Banken und mit sonst Niemandem. Überall, wo die freigegeben Karten der kooperierenden Banken akzeptiert und kontaktlos bezahlt werden kann, funktioniert apple pay. Ist das hier eine Schülerzeitung?

Oh man! Wie dämlich ist der Autor? Mit Gesichtserkennung die Karten entsperren und dann in aller Ruhe den Arm ausstrecken, um das Handy ans Lesegerät zu halten. Muss man nicht gleichzeitig machen. Außerdem geht das auch mit PIN, falls man einen Schal im Gesicht hat. So was nennt sich Recherche! Bin enttäuscht.

So wie sich der Text liest, hat der Autor wahrscheinlich selbst noch nie  Pay genutzt!?

Man muss nur einmal beim starten von ApplePay (rechte Seitentaste zweimal drücken) kurz FaceID abwarten. Danach kann man, ohne sich über irgendwelche Tresen zu beugen, das Telefon an das Terminal halten. Der Verfasser dieses Artikels hat sich also etwas "dumm" angestellt ^^

Etwas? :-))

Nicht nur, dass ich vom Artikel mehr erwartet hätte, er birgt auch den Verdacht, dass sich der Autor auch nicht so wirklich mit dem Thema auseinander gesetzt hat.

Und hey, ist doch eine tolle Ausrede, endlich ständig Fastfood essen zu dürfen. ;-)) „der gesunde Bioladen um die Ecke akzeptiert nur kontaktloses Zahlen mit der EC-/Kreditkarte, aber kein Apple Pay. Ich muss zum Fastfood-Restaurant, damit ich als moderner Mensch, der mit der Zeit geht und die Möglichkeiten dazu hat, mobil mit dem Smartphone via Apple Pay behalten kann“. :-D

Genauso könnte ich sagen, ich teste mal eine Woche, ohne mein Hirn zu benutzen.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.