Kreditkarte in Kooperation mit Goldman Sachs

Apple Card: Apples eigene Kreditkarte ist aus Titan

Apple hat auf seinem „It's showtime“-Frühjahrsevent eine neue Dienstleistung angekündigt, die auch im realen Leben eingesetzt werden kann. Die neue Apple Card ist eine Kreditkarte, die mit dem iPhone verbunden ist. Sie wird auch als physische Karte angeboten – aus edlem Titan.

Von   Uhr

Kunden, welche die Apple Card nutzen wollen, können diese auf ihrem iPhone beantragen und bei positiver Prüfung unmittelbar nutzen. Die Karte kann überall auf der Welt eingesetzt werden und ist mit allen Apple-Geräten kompatibel. Die dazugehörige App zeigt, wie hoch der Schuldenstand ist, was genau man gekauft hat und wann der nächste Abtrag fällig ist. Damit soll verhindert werden, dass sich Nutzer aus verlorenem Überblick heraus verschulden.

[Anzeige] Readly: Die deutsche Alternative zu Apple News+

Readly ist die Magazin- und Tageszeitungsflatrate, die im Gegensatz zu Apple News+ schon heute in Deutschland verfügbar ist – und das zum Preis von lediglich 99 Cent im ersten Monat!

Mit dabei sind über 3700 hochkarätige Magazine und ab sofort auch BILD, WELT AM SONNTAG, DIE WELT, BZ, BILD AM SONNTAG und WELT KOMPAKT.


Mehr Informationen & Probemonat sichern

Apple Card als App und „echte“ Karte 

Die Apple Card gibt es aber nicht nur App sondern auch als „Hardware“ - und zwar aus edlem Titan. Karten- und Prüfnummer sind ebenso wie der Name nicht aufgedruckt. Die entsprechenden Informationen sind ausschließlich digital auf dem Chip der Karte und in der Wallet-App gespeichert.

Apple Card will den Kontoauszug revolutionären in dem er für Menschen lesbarer wird

Kryptische Händlernamen sind bei Apple ein Ding der Vergangenheit. Mit maschinellem Lernen versucht der Dienst, echte Namen in den Kontoauszug zu bringen und listet zudem auf, wo man etwas gekauft hat. Zudem sollen die unterschiedlichen Transaktionen farblich hervorgehoben werden, damit Supermarkteinkäufe etwa unterschieden werden können von Kinotickets. Apple bildet auch Graphen ab, um zu zeigen, wie sich die Ausgaben im Zeitverlauf entwickeln.

Die Kreditkarten werden in der Hardware verschlüsselt gespeichert. Mit Face ID und Touch ID werden die Transaktionen abgesichert. Apple erfährt nicht, was der Nutzer gekauft hat und wie viel er bezahlt hat.

Cashback gibt es auch - „Daily Cash“ nennt Apple die Rückvergütung, wenn mit der Karte bezahlt wird. Die Rückvergütungen erfolgen täglich und sie können auch genutzt werden, um damit wiederum einzukaufen. Nutzer erhalten 2 Prozent Rabatt auf alle Einkäufe, die mit der Karte gekauft wurden. Wer bei Apple etwas kauft, erhält 3 Prozent Cashback. Wer mit der physischen Kreditkarte zahlt, erhält aber nur 1 Prozent Cashback.

Es handelt sich um eine echte Kreditkarte, wobei Apple eine Funktion eingebaut hat, mit der der Nutzer selbst entscheiden kann, wie viel er monatlich zurückzahlen will. Die anfallenden Zinsen werden ebenfalls eingeblendet. Der Nutzer kann zum Beispiel auch einstellen, dass das Konto in bestimmten Zeitabständen ausgeglichen wird. Für die Apple Card fallen keine Gebühren an, weder bei der Benutzung im Ausland noch in anderen Bereichen. Auch Strafen für vergessene Rückzahlungen gibt es nicht.

Die Apple Card kommt im Sommer 2019 – aber vorerst nur in den USA

Apple hat mit Goldman Sachs und Mastercard kooperiert um die Apple Card ins Leben zu rufen. Damit wird die Karte praktisch überall auf der Welt akzeptiert. Der Haken: Leider wird die Karte erst einmal nur in den USA und auch dort erst ab Sommer 2019 angeboten.

Diskutiere mit!

Hier kannst du den Artikel "Apple Card: Apples eigene Kreditkarte ist aus Titan " kommentieren. Melde dich einfach mit deinem maclife.de-Account an oder fülle die unten stehenden Felder aus.

Bye bye AMEX

Das war auch mein Gedanke..
Da bekommt Centurion Konkurrenz.
Und die Kunden sind sowieso nicht erfreut über die letzte Preiserhöhung und das neue Design.
Und bei Apple sind sie auch alle...

Hach ja...

2% Cashback? Bei meinen Kreditkartenausgaben würde sich das aber richtig rentieren.
Das Design der physischen Karte tut sein übriges.
Aber erstmal nur träumen - bis die Karte nach Deutschland kommt könnten Jahre vergehen.

Sie kommt entweder nicht, oder mit ganz andere Konditionen. Das Cashback funktioniert nur, weil es in den USA Transaktionsgebühren gibt in der Größenordnung von 2 bis 3%. In Europa sind dies 0,2%. Da würde Apple uns dann wenig bis gar nichts abgeben können.

Ganz so pessimistisch bin ich nicht. MasterCard gibt es schon sehr lange (und die hängen da mit drin, wie ich verstanden habe). Ich denke eher, dass Apple erst einmal einen Feldversuch in Ami-Land starten will bevor es in die weite Welt geht. Somit gibt es keinen Super-Gau.

Denn eines steht ja auch fest: Man braucht die notwendige Infrastruktur. Bevor wegen Überlastung nichts mehr geht.... Finanzdienstleistungen stehen immer im Fokus böser Jungs. Da brauchen wir uns doch nichts vormachen.

Fazit: Toll, dass nur die Amis Beta-Tester sind!

Wichtig ist zu wissen zu Apple Card. Das es eine Kreditkarte dahinter braucht und jeder nach US Bonitätsprüfung einen Zins zwischen 13.24% und 24.24% für Goldman Sachs bedeutet. Was dann die Cash Back Szenarios auch erklärt in der aktuellen 0% – 2% Marktzins auf dem Kapitalmarkt. Weiter stellt sich die Frage wieviel Geld von den Kunden benutzten Geschäften als Payback erhält durch Bündelungservice via Apple Card. Man sollte gut das kleingedruckte lesen, bevor man eine Apple Card bestellt. Eine Apple Prepaid Funktion fehlt nähmlich auf den ersten Blick vollständig bei diesem Service. Somit muss Apple auch keine Kapital halten und aktuell Minus Zinsen irgendwo bezahlen. Weiter kann ich als Elternteil kein iTunes Kapital für meine Kinder anlegen, dass sie im Monat ausgeben können. Dieses Payback Szenario könnte zudem in Europa eine rechtliches Problem darstellen, da es aktive Marktverzehrung ist. Erinnert stark an Kickback Strukturen zwischen Fundmanagern und den Banken welche auch nicht im vollem Umfang bei den Kunden ankommen, wenn überhaupt etwas als Retro beim Kunden ankam. Eigentlich erinnert das ganze in einer Form an die Apple Ratenzahlungen welche 2008 eingestellt wurden, und Kunden vorher erlaubten via Apple Geräte und Services auf Kredit zu kaufen. Nun hat das ganze ein neues Kleid erhalten.

"Eigentlich erinnert das ganze in einer Form an die Apple Ratenzahlungen welche 2008 eingestellt wurden, und Kunden vorher erlaubten via Apple Geräte und Services auf Kredit zu kaufen."

Ich kenne das alte Modell zwar nicht, vermute aber, dass aktuell sehr viele dumme Kids gibt, die auf neue iPhones abfahren, dass das sich jetzt richtig lohnt. Ohne Geld zu haben, werden sie für die iPhones Kredite aufnehmen.

Gebe ich dir absolut Recht. Der alte Apple Raten Zahlungsvertrag war zuerst bei Apple und wuare dann outgesourced GE. So konnten sich damals schon viele einen Macbook oder Mac Pro kaufen. hatten immer so eine Laufzeit von 12-48 Monate. Nach dem Oursourcing war Apple nicht mehr in der Kreditpflicht und hatte keine Abwiclungsverantwortung mehr. Risiken waren GE. Mit Apple Card ist das Risiko nun bei Goldman Sachs. Und wir wissen alle nach der Finanzkrise wie US Banken mit ihren Kunden umgehen, wenn Sie die Zinsen nicht mehr bezahlen können. Auf der Apple USA Seite gibt es sogar eine Bild wie man darauf aufmerksam gemacht wird wie Post, das nächste Woche die nächste Rate fällig wird. Doch der eigentliche Fakt ist, dass Apple Geräte inzwischen so teuer sind, das Leute echt Kredite aufnehmen um diese kaufen. Apple ist immer 100% finanziert und die Aktionäre sind Happy. Doch der Schuldner wird dann ohne Apple Support durch Goldman Sachs abgewickelt.

Was hat das mit Apple zu tun? Kredite für Konsumartikel gibt es wie Sand am Meer. Wird übrigens meist bei Media und Co gerne für Artikel um die 500€ genutzt, weniger für Apple Devices. Es ist eine Kreditkarte, welche u.a.in den USA das Zahlungsmittel Nr1 genutzt wird. Ob Apple, Amazon, Bank XY draufsteht ist grundsätzlich egal.

Zinsen fallen bei Kreditkarten jedoch nur an sofern die Karte am Ende des Abrechnungszeitraums nicht ausgeglichen wird. Daher wirkt sich das von Ihnen beschriebene Problem nur auf Kunden aus die Ratenzahlungen oder Ähnliches in Anspruch nehmen. Dies ist aber bei einem Girokonto das im Dispo ist nicht wirklich anders. Ein hohes Maß an Transparenz, wie in der Demo gezeigt, dürfte aber dafür Sorgen, dass auch finanziell eher Unbedarfte sich des Problems mit Zins und Zinseszins bewusst werden und dadurch ihr Verhalten „verbessern“. In jedem Fall für den Kunden leichter zu verstehen als klassische Kreditkartenabrechnungen und zudem sehr flexibel. Besonders für die Amerikaner und deren üblichen Umgang mit Kreditkarten ein Fortschritt. Das wird als tägliche Zahlungsalternative durchaus interessant und sollte den Banken noch mehr zu Denken geben als andere jüngere Entwicklungen im Bereich Fintech.

Klasse Kommentar.

Braucht man sie wirklich? Ich habe ja zwei andere bereits. Und ja, anstatt was Neues auf den Markt zu bringen, steigt apple in das Finanzgeschäft ein. Sehr schön...

Genau, warten wir es erstmal ab. Ich werde auf jedenfall dabei sein und mal testen.

Machen wir uns doch nichts vor, Apple zeigt seit dem Tod von Steve Jobs keine wirklichen Hardware Innovationen. Dafür lebt das Unternehmen vom einstigen Ruf und hält tapfer seine Preise hoch. Um den schwindenden Absatz der Hardware nicht nur über den Preis zu kompensieren, wird nun versucht auf anderen Bereichen, wie z.B. mit dieser Apple Card oder ApplePay weiter im Geschäft zu bleiben.
Diese Rechnung wird kaum aufgehen. Die Koreaner und die Chinesen haben Apple inzwischen nicht nur eingeholt sondern auch überholt.
Apple geht bereits Geschäftsbeziehungen mit Amazon ein. Das wäre unter dem früheren CEO nicht notwendig gewesen.
Bye Bye Apple

So ist es leider !

Lame

Dann kaufs doch einfach nicht aber beef nicht rum :)
So einfach kann’s sein

Aha - aus Titan. Dann wissen wir ja endlich, was aus "Project Titan" wurde. :-)

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.