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AirPods-Konkurrent gibt auf: Bragi verkauft Wearable-Geschäft

Was gestern noch wie ein Aprilscherz klang, scheint die Wirklichkeit zu sein: Das Münchner Startup Bragi gibt den Wearable-Markt auf. Mit The Dash hatte das Unternehmen 2014 eine der größten Kickstarter-Kampagnen erfolgreich beenden können und galt seither als Pionier im Bereich völlig kabelloser Bluetooth-Kopfhörer. Nun möchte sich das Unternehmen neu orientieren und wird sich daher vom Hardware-Geschäft verabschieden.

Satte 3,3 Millionen US-Dollar konnte Bragi 2014 im Rahmen von Kickstarter sichern und brachte in der Folge mit „The Dash“ und „The Dash Pro“ zwei spannende drahtlose Ohrhörer auf den Markt. Dies war noch bevor Apple die AirPods vorstellte oder andere Premiumhersteller in dieses Segment einstiegen. Umso erstaunlicher ist es daher, dass das Unternehmen nun seinen Rückzug aus dem Hardware-Geschäft bekanntgibt. 

Erste Gerüchte gab es vor einigen Monaten als der eigene Onlineshop plötzlich keine Produkte mehr vorrätig hatte. Laut Wareable hieß es damals nur, dass man eine Überarbeitung plane. Jedoch fand diese bisher nicht statt. Gegenüber der Seite bestätigt Bragi-CEO Nikolaj Hviid nun, dass man das Hardware-Geschäft verkauft habe.

Dies bedeutet allerdings nicht das Ende von Bragi. Vielmehr möchte man einen bereits eingeschlagenen Weg weitergehen. Denn die Ohrhörer zeichneten sich nicht nur durch guten Klang und ein schickes Design aus, sondern vielmehr über die Software. So möchte das Unternehmen jetzt verstärkt an der künstlichen Intelligenz arbeiten, die in The Dash Pro bereits für eine tiefe Alexa-Integration, Übersetzungen sowie adaptives Hören ausgelegt war. Die Neuausrichtung soll daher die Lizenzierung der Software in den Fokus rücken. 

Ein Grund für diesen Kurswechsel dürfte gerade Apple geliefert haben: die AirPods. Laut letzten Marktanalysen sollen Apples drahtlose Ohrhörer rund 60 Prozent Marktanteil einstreichen. Dies ist sowohl der Marke hinter den AirPods als auch dem Preispunkt geschuldet, der deutlich unter der Konkurrenz liegt. Daneben haben auch die Audioexperten von Sennheiser oder Bose entsprechende Produkte ins Feld geschickt. Mit der Abkehr von der Hardware könnte Bragi nun mit den bisherigen Wettbewerbern Partnerschaften eingehen und die leistungsfähige Software lizenzieren. 

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Ja das ist echt Schade! Und Echt jetzt Konkurrenz zu Airpods? Die Bragi The Dash Pro hatten einen Vortzeil gegenüber allen nicht Airpods Kandidaten. Sie sind die einzigen auf dem markt welche auch zum Schwimmen genutzt werden können. Dort haben Sie mir gute Dienste getan. Auch weil man man in den USA Tailored by Starkey® Hearing Technologies Bragis machen lassen konnte die perfekt im Ohr sassen. Wenn man aber ein Produkt hat, welches schon fast ein Jahr kaum zu bekommen ist dann vergrault man auch die restlichen potentiellen Kunden. Aus meiner Sicht einfach nur schlechtes Management. Und keiner wird auf die KI Lösung warten, da sind andere auch schon so weit. Schade ist nun das niemand auf dem Markt die Niesche des Schwimmens mit modernen Airbuds mit Musikfunktion schliessen wird und muss.

Es ist wirklich Schade, dass Bragi seinen Dash pro nicht weiter herstellt und entwickelt. Ich habe noch das Vorgängermodell "The Dash" und bin nach wie vor mit dem Kopfhörer sehr zufrieden. Besonders nach dem letzten Software-Update sind die im Netz diskutierten Reichweitenprobleme bei der Bluetooth-Verbindung bei mir Geschichte. Mit den Kopfhörern Duschen zu gehen ist schon etwas besonderes. Ich denke, dass hier das Management einen Fehler macht. Sie sollten weiter daran arbeiten den Kopfhörer zu verfeinern, oder zumindest den "The Dash Pro" nachproduzieren. Gut würde ich es auch finden, wenn man in Deutschland die "The Dash Pro Tailored"-Version ebenfalls bestellen könnte. Ich denke schon, dass es für dieses Produkt noch einen Markt weltweit geben würde. Also Bragi-Management auf ans Werk und sich nicht in virtuellen Welten verkriechen!!!