eBooks im Abo für zehn Dollar

Amazon testet "Kindle Unlimited" eBook-Abo-Dienst

Musik, Filme und TV-Serien im Abo erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, als nächstes könnte sich das Abo-Modell bei eBooks und Hörbüchern durchsetzen: Amazon testet "Kindle Unlimited" und wird Kunden für 9,99 US-Dollar monatlich Zugriff auf 600000 eBooks geben.

Von   Uhr

Der Dienst wird auf allen Geräten mit einer Kindle-App verfügbar sein, Kunden dürfen neben den eBooks auch "tausende" Hörbücher herunterladen. Im Promo-Video und -Bildmaterial sind Life of Pi, Harry Potter, Hunger Games und Herr der Ringe zu sehen. Einen Großteil der Bücher dürften aber weniger bekannte Werke von Autoren ausmachen, die direkt bei Amazon veröffentlichen. Viele der Titel können schon jetzt von Besitzern eines Kindle-Gerätes mit Prime-Mitgliedschaft heruntergeladen werden ("Kindle Owners' Lending Library").

Die Testseiten hat Amazon inzwischen wieder offline genommen, eine offizielle Ankündigung dürfte aber in naher Zukunft kommen. Einige große Verlage, die ihre eBooks bereits über andere Abo-Dienste wie Scribd (8,99 Dollar/Monat) und Oyster (9,95 Dollar) anbieten, sind nicht im Kindle-Unlimited-Angebot. Auch in Deutschland gibt es bereits eBook-Flatrates, beispielsweise von Skoobe und den Bücherhallen mit ihrer Onleihe-App.

Amazon dominiert bereits den Markt für eBooks und den Verkauf von gedruckten Büchern, der Start von Kindle Unlimited könnte also den Markt nachhaltig verändern. Apple sollte sich besser jetzt schon Gedanken um eine eigene eBook-Flatrate machen - bei Musik hatte Apple den Trend zu Musik-Flatrates und Streaming verpasst.

Mehr zu diesen Themen:

Diskutiere mit!

Hier kannst du den Artikel "Amazon testet "Kindle Unlimited" eBook-Abo-Dienst" kommentieren. Melde dich einfach mit deinem maclife.de-Account an oder fülle die unten stehenden Felder aus.

Wird hier auf Grund der Preisbindung wohl nie kommen :(

"Auch in Deutschland gibt es bereits eBook-Flatrates, beispielsweise von Skoobe und den Bücherhallen mit ihrer Onleihe-App."

Aktuelle Bestseller wirst du bei beiden nicht finden, daher uninteressant. Das wird sicher auch auf das Amazon-Angebot zutreffen, wenn es denn in D kommt.

Rechtlich gesehen handelt es sich um einen Verleih und nicht um einen Verkauf. Daher greift (leider) die Buchpreisbindung nicht.

Wird genau so uninteressant wie das tolle Amazon Prime Videoangebot: Nur olle Kamellen, nichts aktuelles, kein Bestseler und woanders schon in Papierform als "Mängelexemplar" auf dem Grabbeltisch.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.