Enthält Affiliate-Links [Was ist das?]Smartes Schläfenthermometer im Test

Test: Withings Thermo – modernes Schläfenthermometer mit App zum kontaktlosen Fiebermessen

Mit dem Withings Thermo misst man die Körpertemperatur kontaktlos. Dank App-Anbindung führt man zudem automatisch ein Fiebertagebuch. Letzteres kann nicht nur Eltern kleiner Kinder eine Hilfe sein, sondern auch Ärzten bei Diagnose und Behandlung unterstützen.

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Gewicht, Körperfett, Herzschlag, Blutdruck und mehr: Viele die Gesundheit betreffende Parameter des eigenen Körpers lassen sich mit diversen Gadgets aus dem Haus Withings erfassen. Um die Körpertemperatur kümmert sich das plakativ „Thermo“ getaufte Thermometer. Was aussieht wie eine kleine, handliche Taschenlampe, ist ein modernes Schläfenthermometer. 16 Infrarotsensoren ermitteln in Sekundenschnelle mit mehr als 4000 Einzelmessungen die Temperatur der Schläfenarterie und somit die Körpertemperatur.

Die Messdaten landen kabellos in der Cloud und den Withings-Apps Thermo und Health Mate. Auch in der Health-App von Apple lassen sich die Daten einsehen, etwa in Form einer Fieberkurve.
Die Messdaten landen kabellos in der Cloud und den Withings-Apps Thermo und Health Mate. Auch in der Health-App von Apple lassen sich die Daten einsehen, etwa in Form einer Fieberkurve. (Bild: Withings)

Zur ersten Inbetriebnahme ist zwingend ein kompatibles iOS- oder Android-Gerät samt App und ein Withings-Account nötig, danach lässt sich das Gerät  autark nutzen. Die Anzeige der Temperatur erfolgt direkt am Gerät, wird im Hintergrund via WLAN auch in die Withings-Cloud übertragen und steht in den Withings-Apps Thermo und Health Mate zum Abruf bereit. Wer die Withings Apps mit Apple Health verknüpft, findet die Messergebnisse ebenfalls dort.

Schnelle, kontaktlose Messung mit dem Withings Thermo – und ein lautloses Ergebnis

Der Messvorgang ist schnell, unkompliziert und kontaktlos. Man entfernt die Schutzkappe, schaltet das Thermometer ein und fährt dann mit der Spitze des Thermos von der Stirnmitte langsam in Richtung Haaransatz. Hautkontakt muss nicht bestehen, bis zu 1,3 Zentimeter Abstand werden toleriert. Das sowie das lautlose Quittieren einer erfolgreichen Messung durch eine kurze Vibration statt durch einen Signalton macht das Gerät insbesondere für Eltern kleiner Kinder interessant. Die müssen im Fall der Fälle für das Fiebermessen weder geweckt werden, noch werden sie unbeabsichtigt ob der Geräuschkulisse eines piepsenden Thermometers aus dem Schlaf gerissen.

Die Messung kann vollkommen kontaktlos erfolgen. Da das Gerät eine fertige Messung lediglich mit einer Vibration statt einem Piepen quittiert, werden Kinder nicht aus dem Schlaf geweckt.
Die Messung kann vollkommen kontaktlos erfolgen. Da das Gerät eine fertige Messung lediglich mit einer Vibration statt einem Piepen quittiert, werden Kinder nicht aus dem Schlaf geweckt. (Bild: Withings)

Die Temperatur liest man auf einem Bildschirm aus einer klar ablesbaren LED-Matrix ab. Wählt man nach der Messung durch Wischbewegungen auf dem Display einen von bis zu acht Benutzern aus und weist diesem den aktuellen Wert durch einen Tastendruck zu, erfolgt darüber hinaus eine altersbasierte farbcodierte Aussage darüber, ob die jeweilige Person Normaltemperatur hat, eine erhöhte Temperatur aufweist, oder aber Fieber hat. Eine weitere LED links neben der Anzeige der Temperaturanzeige in Grad Celsius leuchtet dann entweder Grün, Orange oder Rot auf.

Withings-App dokumentiert Krankheitsverlauf

Die Thermo-App erinnert einen auf Wunsch auch an regelmäßig wiederkehrende Temperaturnahmen, beispielsweise alle drei Stunden. Messfreie Zeiten, tief in der Nacht, lassen sich ebenso hinterlegen, wie sich jede Messung um Informationen zu Symptomen, Medikamentengaben und sogar ein Foto ergänzen lässt. Letzteres ermöglicht beispielsweise die Dokumentation von mit diversen Kinderkrankheiten einhergehenden Ausschlägen über die Smartphone-Kamera.

Gegenüber anderen Messmethoden, etwa oral, rektal aber auch über die Ohren, überwiegen beim Thermo die Vorteile mit Blick auf Bequemlichkeit und Hygiene. Kinder werden durch das Fiebermessen nicht unnötig verschreckt. Zudem entstehen keine Folgekosten beispielsweise für Schutzkappen wie bei einem Infrarot-Ohrthermometer. Withings gibt die Messgenauigkeit mit ± 0,2 °C an, die angezeigten Messwerte sollen denen einer rektalen Temperaturmessung entsprechen. Experten diskutieren aber über die tatsächliche Genauigkeit von Schläfenthermometern – gänzlich unumstritten sind diese nicht.

Die Stromversorgung erfolgt durch zwei AAA-Batterien, die hinter einem magnetisch gesicherten Batteriefachdeckel stecken. Bis zu zwei Jahren sollen diese halten. Diese Herstelleraussage deckt sich mit unseren Erfahrungen: In dem zweiwöchigen Test des Withings Thermos mit vielen Dutzend Messungen bewegte sich die Batteriestandanzeige in der App nur minimal.

Das Display besteht aus einer Matrix aus LEDs und lässt sich leicht ablesen, Eine farbige LED codiert darüber hinaus, ob die betreffende Person tatsächlich Fieber hat.
Das Display besteht aus einer Matrix aus LEDs und lässt sich leicht ablesen, Eine farbige LED codiert darüber hinaus, ob die betreffende Person tatsächlich Fieber hat. (Bild: Withings)

Withings Thermo: Das Fazit

Kontaktlose und schnelle Fiebermessung, die dank App-Anbindung automatisch dokumentiert wird. Vor allem für Eltern kleinerer Kinder ungemein praktisch.

Testergebnis
ProduktnameThermo
HerstellerWithings
Preis99,95 €
Webseitewithings.com
Pro
  • schnelle kontaktlose Messung
  • gute App samt Health-Anbindung
  • lange Batterielaufzeit
Contra
  • keine Fieberkurve als Graph direkt in den Withings-Apps
SystemvoraussetzungeniPhone, iPod touch oder iPad ab iOS 8, Andoid-Device ab Android 6
Bewertung
1.6
gut
 

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Danke für den Bericht.
Aber warum ??
Das Withings Thermo ist seit Wochen evtl sogar Monaten nicht lieferbar.

Ich haben soeben nochmals bei Withings nachgefragt, wie es aktuell um die Verfügbarkeit bestellt ist und melde mich hier an dieser Stelle zurück, sobald ich eine Antwort habe. :-)

Liebe Grüße aus der Redaktion,
Stefan

Würde mich freuen, wenn die bald wieder lieferbar wären.

Grüße an die Redaktion und bleibt Gesund
Ralf

Inzwischen ist die Antwort von Withings da – ich zitiere:

Aktuell ist Thermo sehr gefragt und Stand heute nicht verfügbar, aber der Bestand wird immer wieder aufgefüllt, daher können wir kein genaues Datum sagen, da sich die Verfügbarkeit immer wieder ändert – man muss also immer wieder bei Withings schauen.

Bei Withings kann man aber unter dem Button "Informieren Sie mich" seine Mail-Adresse eintragen und bekommt dann Bescheid, wenn Thermo wieder auf Lager ist:

https://www.withings.com/de/de/thermo#

Habe das Thermometer damals zur Markteinführung gekauft. In der Presse - wie nicht anders zu erwarten - wurde der Preis stark angeprangert. Tja, so ändern sich die Zeichen.

Das Gerät an sich ist absolut zuverlässig, die Messergebnisse liegen in weniger als drei Sekunden inklusive Messvorgang vor - und wie richtig im Artikel herausgestellt: Kontaktlos, was gerade bei Kleinkindern und in der jetzigen Situation (z.B. Schulen, Ämter, Krankenhäuser usw.) besonders wichtig ist.

Komfort kostet nun einmal. Aber hier ist es sinnvoll angelegt, vor allem wenn man zu den Personengruppen gehört, die öfter messen müssen.

PS: Es gibt inzwischen jedoch auch andere Hersteller mit kontaktlosen Thermometer-Angebot - siehe Ebay Das sollte auch gesagt werden. Und sie sind verfügbar.

Ich habe das Thermo seit langem in Gebrauch und muss Ganz klar korrigieren: die Messgenauigkeit ist unterirdisch! Drei Messungen, drei Werte mit bis zu 1 Grad Abweichung ist für die Arztpraxis nicht geeignet. Ich bin Arzt und setze es definitiv nicht am Patienten ein.

Solche Abweichungen hatte ich nicht. Wichtig ist, dass man Haarsträhnen zur Seite wischt und das Gerät tatsächlich in gerader Linie über die Stirn führt. Das Ärzte aber durchaus über die Genauigkeit diskutieren, ist auch im Artikel erwähnt.

Grüße aus der Redaktion,
Stefan

Einfach nur sensationell, dass man einem Arzt Tipps & Tricks gibt, wie er Temperatur zu messen hat :-D. Ich gehe einfach mal davon aus, dass der Herr Doktor sicherlich richtig einschätzen kann, dass er Haarsträhnen zur Seite wischen muss. Es ist einfach so schade, dass man hier oft den Eindruck bekommt, dass hier nur Hobbybastler in der Redaktion sitzen.

Auch Ärzte machen Fehler. ;-) Ich kann nur aus meiner Erfahrung heraus berichten – Abweichungen von bis zu 1 Grad bei drei aufeinanderfolgenden Messungen hatte ich nicht, das wäre sonst auch ein klarer Kritikpunkt gewesen – keine wissenschaftliche Testreihe, aber gerade jetzt 36,8°C, 36,8°C und… 36,8°C gemessen. Abweichung: +/- 0 Grad. Die beschriebene Abweichung wird vom Hersteller als möglicher Anwenderfehler gelistet, man weist in der Dokumentation auf die Wichtigkeit einer genauen Temperaturnahme ein – etwa, dass man eben beispielsweise nicht über Haarsträhnen fährt.

Andernorts wird seitens Ärzten über die Genauigkeit von Schläfenthermometern diskutiert. Die Geräte haben Vor- und Nachteile. Für den Einsatz im Privaten erscheint mir das Thermo, auch und gerade im Vergleich mit einem digitalen Fieberthermometer vom Discounter, als vergleichbar genau aber deutlich angenehmer in der Anwendung. Ob einem das den deutlichen Aufpreis wert ist, muss man natürlich selbst entscheiden.

Grüße aus der Redaktion,
Stefan

Hi again, in der Tat bin auch ich nur ein Halbgott und könnte theoretisch Fehler machen[Face With Stuck-Out Tongue and Winking Eye], aber bei medizinischem Gerät, das ich sehr gerne auch in der Praxis nutzen würde, da das Gerät diverse Vorzüge wie Zeitersparnis, Hygiene und Datenspeicherung anbietet, lese ich sogar die Gebrauchsanweisungen/Datenblätter. Vielleicht habe ich ja auch nur ein Montagsgerät; die Temperaturtendenz war zumindest immer die richtige. Für Ärzte kann man es aber halt leider leider nicht empfehlen, ebensowenig die älteren BPM. Die haben Abweichungen, die für den Hausgebrauch ok sind, für professionelle Anwender leider nichts taugen. Mit den kabelgebundenen Blutdruckmessern war das anders... Auf jeden Fall Danke für den guten Artikel und den nett gemeinten Hinweis!

Wenn Sie Arzt sind, dann sollten Sie eigentlich wissen, dass man mit einem Stirnthermometer keine genauen Ergebnisse erzielen kann. So ein Ding ist super um im öffentlichen Raum ein ungefähre Kontrolle zu machen, weil die Vorteile liegen auf der Hand ... Kontaktlos.
Bei Kindern immer Rektal messen, da können selbst Ohrthermometer ungenau sein.

Das ist ja alles wundervoll, wo haben sie nicht auf den Nachteil hingewiesen den WLAN hat. Ich schätze mal das ist 2,4 Gigahertz und das ist der Bereich in dem Wasser schwingt, und das ohne Entstörung von Elektrosmog negative Auswirkungen hat und besonders auf Kleinkinder. Es gibt zahlreiche Studien zum Thema Elektrosmog und Handy Smog und beim 5g übrigens ist das mit dem Elektrosmog noch viel extremer, da gibt es deutliche Hinweise darauf dass Mensch und Tier und Pflanzen teilweise umkippen wie die Fliegen.
Nein das ist keine Verschwörungstheorie, und die meisten Studien gehen weniger als fünf bis sechs Jahren und in diesem Zeitraum wird in der Regel kein Krebs erzeugt.
Eine Erwärmung der Gehirnzellen beim Telefonieren oder in die Nähe von Wlan Sendern ist nachgewiesen.
Langzeitstudien weisen erst ab 8 bis 10 Jahren einen gravierenden gesundheitlichen Nachteil bei Mensch und Tier nachweisen. Und nein, Grenzwerte haben nie wirklich daran gedehnt zum Wohl von Mensch und Tier und Umwelt zu wirken weil sie immer zugunsten der Wirtschaft eingerichtet worden sind und weil studien herangezogen worden sind, die keine zehn Jahre gedauert haben solange wollte man nicht warten.
https://www.youtube.com/playlist?list=PLL7KZP61B2qFycSJI60YpTjIbXsO61lLE
5G ist bei dieser Liste noch gar nicht dabei.

Kann man diesen Handy Smog oder Elektrosmog ausgleichen? Ja dann kommen wir aber in einen Bereich rein der von vielen bezweifelt wird, ob ist wirklich geht. Man kann dies kinesiologisch nachmessen.

herzliche Grüße - Thilo Straub.

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