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Midea Portasplit Cool: Split-Power für Mietwohnungen

Leiser, sparsamer und ganz ohne Handwerker: Die Midea Portasplit Cool ist als mobile Split-Klimaanlage im Sommer 2026 eines der begehrtesten Technik-Produkte überhaupt. Wir schicken das auch per iPhone steuerbare Gerät im Dachgeschoss ins Duell gegen einen klassischen Monoblock.

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Der Sommer 2026 hat früh Hitzerekorde gerissen – und könnte trotzdem der kühlste Sommer für den Rest unseres Lebens gewesen sein. Kein Wunder also, dass die schon 2025 gefeierte Midea Portasplit zu den meistgehypten Produkten des Jahres zählt mitsamt leergefegter Händlerregale und Drittanbieter-Preisen jenseits des Dreifachen der unverbindlichen Preisempfehlung. Mit der Portasplit Cool schickt Midea in all dem Tohuwabohu eine konsequent auf den Sommer getrimmte Variante seines Bestsellers ins Rennen – günstiger, ein wenig leichter und auf die entscheidende Disziplin fokussiert: das Kühlen.

Sommer-Angebot

Aufbau in Minuten statt teuren Handwerkerstunden

Eine Split-Klimaanlage, bestehend aus Innen- und Außenteil, galt lange als Sache für Bohrmaschine samt Kernbohrung, Fachbetrieb und schriftlicher Absegnung der Hausverwaltung. Die Portasplit Cool macht aus diesem Bürokratie-Epos einen Dreizeiler: Halterung ans gekippte Fenster setzen, Außengerät einhängen, Stecker rein. Wer schon einmal ein Bücherregal montiert hat, ist bereits hoffnungslos überqualifiziert. Der Clou steckt im flachen Kältemittelschlauch, der mit 2,7 Zentimetern so dünn ausfällt, dass sich das Fenster fast vollständig schließen lässt – kein klaffender Spalt, durch den die mühsam gekühlte Luft gleich wieder ins Freie spaziert. Gebohrt wird nichts. Genau das macht die Anlage zur seltenen Klimalösung, die auch in einer Mietwohnung niemanden in Erklärungsnot bringt. Im Lieferumfang stecken Halterung, Fensterabdichtung und ein Fensterverschluss, Zubehör, das man bei Monoblöcken meist nachkaufen darf. Ein ehrliches Wort zur Mobilität: Mit 29 Kilogramm ist das Innengerät kein Fliegengewicht für den spontanen Zimmerwechsel. Einmal aufgestellt, bleibt es ohnehin meist am selben Fleck – und der Umzug ins Nachbarzimmer fällt noch immer leichter als bei jeder fest verschraubten Anlage.

Hier verschwindet die Hitze: Das Außengerät hängt platzsparend am Fenster oder steht auf dem Balkon.
Hier verschwindet die Hitze: Das Außengerät hängt platzsparend am Fenster oder steht auf dem Balkon. (Bild: Stefan Molz)

Kühl wie ein Keller, leise wie eine Bibliothek

Den Praxistest absolvierte die Portasplit Cool dort, wo Klimageräte traditionell scheitern: im durch Sommer und Elektronik aufgeheizten Arbeitszimmer unterm Dach, also dieser solar beheizten Schwitzkammer, in der jeder Sommertag bereits am frühen Vormittag die Arbeit am Schreibtisch in einen Saunabesuch umkippen lässt. Das Ergebnis fiel deutlich aus. Wo ein klassischer Monoblock minutenlang tapfer gegen die Hitze anbläst und dabei vor allem sich selbst beschäftigt, senkte die Portasplit Cool die Raumtemperatur spürbar schneller und hielt sie anschließend stabil. Aus der Saunastimmung wurde binnen kurzer Zeit ein Klima, bei dem man bei entsprechend übertriebener Einstellung freiwillig zur Strickjacke greift.

Bemerkenswert ist dabei die Geräuschkulisse – oder vielmehr deren Abwesenheit. Im Silent-Modus gibt das Innengerät nur 38 dB(A) von sich, was in etwa dem Pegel einer Bibliothek entspricht. Wer mehr Tempo braucht, landet bei 42, 46 oder 48 dB(A) – noch immer zivilisiert, aber im Videocall bereits verräterisch. Den Löwenanteil des Lärms, das Brummen des Kompressors, verbannt die Bauweise nach draußen an die Außeneinheit. Im Schlafzimmer heißt das: Man hört eher das eigene Atmen als die Klimaanlage, hat aber eventuell Gesprächsbedarf mit den Nachbarn. Gut, dass sich das Betriebsgeräusch der Außeneinheit per App über den „Out Silent Mode“ dämmen lässt.

Warum Split den Monoblock alt aussehen lässt

Der Trick ist kein Zauber, sondern Physik. Ein Monoblock saugt warme Raumluft an, pustet sie durch einen dicken Schlauch nach draußen und erzeugt im Zimmer einen Unterdruck. Die Folge: Durch jede Ritze strömt heiße Außenluft nach, und das Gerät kühlt am Ende vor allem die Lücke, die es selbst geschaffen hat. Die Portasplit Cool umgeht das, indem sie die Wärme über die Außeneinheit abführt – ohne Abluftschlauch, ohne Unterdruck und somit nachströmende Hitze.

Das schlägt sich auf der Stromrechnung nieder. Mit Energieeffizienzklasse A++ und einem SEER-Wert von 6,1 arbeitet die Cool spürbar sparsamer als die übliche Monoblock-Konkurrenz, die meist nur Klasse A erreicht. Als Vergleichsgerät diente ein De’Longhi Pinguino Compact PAC ES72, der mit 8.300 BTU und 2,1 kW Kühlleistung in einer ähnlichen Liga spielt wie die 8.000 BTU der Portasplit Cool – dafür aber auch beständig viel Strom aus der Dose zieht und den beschriebenen Schlaucheffekt gleich mitliefert. Hochgerechnet auf eine 12-stündige Kühlsession an einem heißen Tag stehen sich bei 30 Cent pro Kilowattstunde so etwa 3 Euro (Monoblock) und etwas mehr als 1 Euro (Portasplit Cool) gegenüber. Der Aufpreis beim Kauf relativiert sich damit über die Betriebskosten – und das umso schneller, je heißer und länger die Sommer ausfallen.

Smarte Steuerung via App, Tado und für Bastelfreunde

(Bild: Screenshot)

Ab Werk steuert die Midea-App „SmartHome“ die Portasplit Cool – im heimischen WLAN wie auch von unterwegs. Praktisch: Wer das Außengerät im Freien stehen hat, kann schon auf dem Heimweg vorkühlen. Gut ist auch, dass die App den Stromverbrauch nahezu in Echtzeit anzeigt, samt Erinnerung, wenn der Verbrauch einen zuvor festgelegten Wert übersteigt.

In Apples Home-App erscheint die Anlage indes nicht von selbst. HomeKit-Fans können zwei Wege beschreiten. Der bequeme nutzt die Tado-Klimaanlagensteuerung V3+, die per Infrarot mit dem Gerät spricht, sich aber beim Cool-Modell auf An/Aus und Zieltemperatur beschränkt. Der bastelfreudige Weg führt über Home Assistant: Die Integration „Midea Smart AC“ bindet die Anlage lokal ein, samt Auswahl des Betriebsmodus, der Lüfterstufe, Aktivierung des Flüstermodus und Telemetrie. Bastler lassen das Gerät automatisch starten, sobald die Solaranlage Überschuss liefert.

Nur kühlen, dafür konsequent

Das „Cool“ im Namen ist Programm und zugleich der entscheidende Unterschied zum größeren Schwestermodell. Die Standard-Portasplit kühlt, entfeuchtet und ventiliert wie auch das Cool-Modell, vermag aber nicht wie dieses auch zu heizen. Wer sich ausschließlich gegen die Sommerhitze wappnet, vermisst die Heizfunktion nicht und spart rund 300 Euro. Wer dasselbe Gerät im Winter als Heizung zweckentfremden möchte, greift hingegen zur falschen Variante.

Auch die anderen Betriebsmodi haben ihren Sinn: Der Entfeuchtungsbetrieb nimmt schwülen Tagen die klamme Note, der Ventilator sorgt für Umluft, wenn es nur lau ist und im Nachlauf zum Kühlbetrieb dafür, dass sich keine schlechten Gerüche entwickeln. Mit Räumen bis 28 Quadratmeter ist die Cool zudem gut auf Schlafzimmer, Homeoffice und kleinere Wohnzimmer zugeschnitten. Offene Wohnküchen oder großzügige Altbau-Salons übersteigen ihr Pensum, dort empfiehlt sich weiterhin die 12.000-BTU-Schwester.

Für wen sich die Portasplit Cool lohnt

Die Rechnung ist erfreulich einfach. Wer zur Miete wohnt, ein einzelnes Zimmer zuverlässig herunterkühlen will und aufs Heizen verzichten kann, trifft mit der Portasplit Cool eine kluge Wahl. Sie bietet die bewährte Split-Technik der teureren Schwester zum niedrigeren Preis. Wer dagegen große Flächen, eine Ganzjahreslösung oder maximale Reserven braucht, bleibt bei der Standard-Portasplit oder schaut sich gleich bei fest installierten Anlagen um. Als günstigere Notlösung für kleine Räume taugt nach wie vor ein solider Monoblock wie der erwähnte De’Longhi – mit den bekannten Abstrichen bei Effizienz und Lautstärke. Ein Wermutstropfen bleibt 2026 die Verfügbarkeit: Wie schon im Vorjahr ist die Portasplit zu Hitzespitzen rasch vergriffen, und Drittanbieter rufen dann Mondpreise auf. Ein Preisalarm bei den einschlägigen Vergleichsportalen erspart hier viel Frust.

Ein Spezialist

Die Midea Portasplit Cool ist kein Allrounder-Klimagerät, sondern ein Spezialist – und gerade das macht sie stark. Sie liefert die effiziente, leise Split-Kühlung der teureren Portasplit, lässt aber alles weg, was im Hochsommer ohnehin niemand braucht. Wer ein Zimmer zuverlässig herunterkühlen möchte, ohne zu bohren respektive einen Handwerker zu beauftragen, bekommt hier das überzeugendste mobile Klimagerät der letzten Jahre. Bleibt nur die hohe Kunst, in der Hitze ein Exemplar zu einem fairen Preis zu ergattern.

Stefan Molz // Chefredakteur
Stefan Molz

Stefan beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit Computern – angefangen beim „Brotkasten", dem C64, und Amiga 500, lange bevor Apple-Geräte seinen Alltag bestimmten. Der eigentliche Einstieg in die Mac-Welt führte über die Musikproduktion: Über die Magazine Keyboards, Keys und Beat führte ihn sein Weg schließlich zur Mac Life, deren Website er seit 2007 verantwortet. Seit 2023 ist er zudem Chefredakteur des gedruckten Magazins.

Besonders faszinieren ihn die Schnittstellen zwischen Technik und Kreativität – vom Mac als Werkzeug für Musik, Foto und Video hin zu neuen Apple-Technologien wie Vision Pro oder KI-Funktionen. Wenn Stefan nicht gerade neue Apple-Hardware testet, fotografiert er mit Vorliebe aus ungewöhnlichen Perspektiven, gerne per Drohne oder seiner Mittelformatkamera.

Neben der Redaktion ist er außerdem Host des Apple-Podcasts „Schleifenquadrat". Seine Begeisterung für Musik & Sounds begleitet ihn bis heute. Kein Wunder, denn Anfang der 2000er-Jahre etwa wirkte er unter anderem an Samples mit, die Teil von Logic Pro wurden.

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Schleifenquadrat-Podcast

Testergebnis
ProduktnamePortasplit Cool
HerstellerMidea
Preis899 €
Webseitewww.midea.com
Pro
  • + kühlt schnell und leise
  • + energieeffizient mit geringen Betriebskosten
  • + mietwohnungstauglich
  • + per App sowie Tado oder Home Assistant steuerbar
Contra
  • - Heizfunktion nur im großen Modell
  • - Schlauch nicht abnehmbar
Bewertung
1,3sehr gut

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