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Die Zeit ist reif

iPhone Duo: Apple erklärt, warum das Foldable erst jetzt kommt

Mit dem iPhone Duo steigt Apple vergleichsweise spät in den Markt für faltbare Smartphones ein. CEO John Ternus und Marketingchef Greg Joswiak erklären nun, warum der Konzern bis 2026 gewartet hat – und üben dabei Kritik an bisherigen Foldables.

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Apple hat mit dem iPhone Duo in dieser Woche sein erstes faltbares iPhone vorgestellt. In Interviews mit Tom’s Guide und TechRadar haben CEO John Ternus und Marketingchef Greg Joswiak nun erläutert, warum Apple ausgerechnet jetzt in den Foldable-Markt einsteigt.

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Quickread: Auf einen Blick
  • Apple begründet den späten Foldable-Einstieg mit eigenen Anforderungen an Qualität, Haltbarkeit und Design.
  • CEO John Ternus sieht beim iPhone Duo Hardware und Software ausreichend eng aufeinander abgestimmt.
  • Apple kritisiert unter anderem Oberfläche und sichtbare Falten bisheriger Foldable-Displays.
  • Das iPhone Duo erscheint in Deutschland am 23. Oktober 2026 ab 2.299 Euro.

Apple wartet auf den „richtigen“ Produktansatz

Für Apple sei bei einem neuen Produkt entscheidend, wann eine Idee die eigenen Anforderungen an Qualität, Haltbarkeit und Design erfülle, erklärte Ternus. Beim iPhone Duo seien diese Voraussetzungen aus Sicht des Unternehmens nun gegeben.

Apple bezeichnet das iPhone Duo als sein erstes faltbares Smartphone. Im geschlossenen Zustand besitzt das Gerät ein 5,4" großes Außendisplay, aufgeklappt steht ein 7,6" großes inneres Display zur Verfügung.

Foldable erklärt!

Als Foldable werden Smartphones mit faltbarem Display bezeichnet. Je nach Bauform lassen sie sich wie ein klassisches Klapphandy zusammenfalten oder zu einem deutlich größeren Bildschirm aufklappen.

Ternus hebt insbesondere das Zusammenspiel von Hardware und Software hervor. Die neue Bauform habe Apple die Möglichkeit gegeben, verschiedene Aspekte des Smartphones neu zu gestalten. Dazu gehören neben dem eigentlichen Gehäuse und dem Scharnier auch Anpassungen an iOS für das größere faltbare Display.

Mit iOS 27.1 unterstützt das iPhone Duo beispielsweise Split View, sodass zwei Apps nebeneinander auf dem inneren Display geöffnet werden können. Auch zwei Fenster derselben App lassen sich gleichzeitig anzeigen. Apple hatte diese Funktionen bereits bei der Vorstellung des Geräts hervorgehoben.

Apple kritisiert bisherige Foldables

Deutlich kritischer äußerten sich Ternus und Joswiak über bereits erhältliche faltbare Smartphones anderer Hersteller. Joswiak erklärte, die bisherigen Entwicklungen in diesem Segment hätten Apple nicht besonders inspiriert.

Ternus verwies dabei speziell auf die Displays bisheriger Foldables. Einige Lösungen würden sich seiner Ansicht nach billig anfühlen und sichtbare Wellen oder Falten aufweisen. Apple setzt beim iPhone Duo auf ein inneres Display mit Nanotexturbeschichtung, die unter anderem sichtbare Falten reduzieren soll.

Die Aussagen machen deutlich, wie Apple den vergleichsweise späten Markteintritt begründet: Nicht der Zeitpunkt, zu dem eine Produktkategorie entsteht, soll ausschlaggebend sein, sondern der Zeitpunkt, zu dem Apple eine aus eigener Sicht ausreichend ausgereifte Umsetzung anbieten kann.

Für Apple ist dieser Ansatz nicht neu. Auch bei anderen Produktkategorien war der Konzern in der Vergangenheit nicht zwingend der erste Anbieter am Markt, sondern versuchte, bestehende Konzepte mit eigener Hard- und Software enger miteinander zu verzahnen.

Ternus spricht auch über seine neue Rolle

Das Interview fand zugleich nur wenige Tage nach dem Amtsantritt von John Ternus als Apple-CEO statt. Er hatte die Position am 1. September 2026 von Tim Cook übernommen, der inzwischen als Aufsichtsratsvorsitzender des Unternehmens tätig ist.

Ternus bezeichnete seine neue Aufgabe als außergewöhnliches Privileg. Er arbeite seit rund der Hälfte seines Lebens bei Apple und sei eng mit dem Unternehmen sowie den dort entwickelten Produkten verbunden.

Das iPhone Duo ist damit zugleich eines der ersten großen Produkte, die Apple unter der Führung von Ternus präsentiert hat. In Deutschland soll das faltbare iPhone ab dem 16. Oktober vorbestellbar und ab dem 23. Oktober erhältlich sein. Der Einstiegspreis liegt bei 2.299 Euro.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Apples Begründung für den späten Einstieg ist nachvollziehbar, gleichzeitig gehört die Abgrenzung von bestehenden Foldables zur üblichen Produktpositionierung des Konzerns. Entscheidend wird deshalb weniger sein, ob Apple später als die Konkurrenz startet, sondern ob Scharnier, Display und Software im Alltag tatsächlich die genannten Qualitätsansprüche erfüllen. Bei einem Einstiegspreis von 2.299 Euro dürfte das besonders genau geprüft werden.

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