Die Vorfreude auf die neuen Systeme trübt, dass Siri AI auf iPhone und iPad in der Europäischen Union zum Start fehlt. Umso genauer schauen wir auf den folgenden Seiten hin, was hierzulande tatsächlich ankommt – und wie sich daraus schon heute Nutzen ziehen lässt. Alle Tipps und Workshops beziehen sich auf die dritte Public Beta vom 11. August 2026. Bis zur finalen Version kann sich manches im Detail noch ändern.
Eine Beta bleibt eine Beta. Der wichtigste Schritt kommt daher vor der Installation: Schließen Sie iPhone oder iPad an den Mac an und legen Sie im Finder ein verschlüsseltes Backup an, das Sie anschließend archivieren. Der Grund: Ein Backup, das unter iOS 27 entsteht, lässt sich später nicht mehr auf ein Gerät mit iOS 26 zurückspielen. Ohne archivierte Sicherung aus der Vor-Beta-Zeit führt der Rückweg also in eine leere Neueinrichtung. Noch entspannter testet, wer ein Zweitgerät bemüht – ein älteres iPhone in der Schublade oder das iPad der Familie taugt hervorragend als Versuchsobjekt. Die Anmeldung erfolgt kostenfrei unter beta.apple.com mit dem Apple Account, die Vorabversion aktivieren Sie anschließend unter „Einstellungen > Allgemein > Softwareupdate > Beta-Updates“. Planen Sie den Rückweg gleich mit: Ein Downgrade auf iOS 26 gelingt nur über den Wiederherstellungsmodus, und dabei löscht der Mac das Gerät vollständig.
Beim iPhone bleibt Apple erfreulich großzügig: iOS 27 läuft auf jedem Modell ab iPhone 11 sowie auf dem iPhone SE ab der 2. Generation. Kein Gerät, das heute iOS 26 nutzt, fällt heraus. Beim iPad handhabt Apple es strenger. Unterstützt werden das iPad Pro 11 Zoll ab der 2. Generation, das iPad Pro 12,9 Zoll ab der 4. Generation, das iPad Air ab der 4. Generation, das reguläre iPad ab der 9. Generation sowie das iPad mini ab der 6. Generation. Alle Modelle mit A12- und A12X-Chip lässt Apple also zurück – mit einer Ausnahme: Der A12Z im 2020er Pro bleibt an Bord. Apple Intelligence verlangt nach mehr Rechenleistung: ein iPhone 15 Pro beziehungsweise ein iPad mini mit A17 Pro oder ein Modell ab M1-Chip muss es mindestens sein. Die anspruchsvollsten Funktionen, die vollständig lokal auf dem Gerät arbeiten, bleiben iPhone 17 Pro, iPhone 17 Pro Max und iPhone Air sowie dem iPad Pro ab M4-Chip vorbehalten. Ihr gemeinsamer Nenner sind die jeweils mindestens 12 Gigabyte an gemeinsamem Arbeitsspeicher – das iPad Pro M4 in der Grundausstattung erfüllt diese Hürde also nicht.
iOS und iPadOS 27 in der Praxis
Dieser Artikel ist Teil unserer Vorstellung von iOS und iPadOS 27 und wie es sich in der Praxis schlägt. Hier finden Sie die anderen Artikel zum Thema:
- iOS und iPadOS 27 in der Praxis
- Kleine Kniffe, große Wirkung
- Apple Intelligence – was kommt und was fehlt

Stefan beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit Computern – angefangen beim „Brotkasten", dem C64, und Amiga 500, lange bevor Apple-Geräte seinen Alltag bestimmten. Der eigentliche Einstieg in die Mac-Welt führte über die Musikproduktion: Über die Magazine Keyboards, Keys und Beat führte ihn sein Weg schließlich zur Mac Life, deren Website er seit 2007 verantwortet. Seit 2023 ist er zudem Chefredakteur des gedruckten Magazins.
Besonders faszinieren ihn die Schnittstellen zwischen Technik und Kreativität – vom Mac als Werkzeug für Musik, Foto und Video hin zu neuen Apple-Technologien wie Vision Pro oder KI-Funktionen. Wenn Stefan nicht gerade neue Apple-Hardware testet, fotografiert er mit Vorliebe aus ungewöhnlichen Perspektiven, gerne per Drohne oder seiner Mittelformatkamera.
Neben der Redaktion ist er außerdem Host des Apple-Podcasts „Schleifenquadrat". Seine Begeisterung für Musik & Sounds begleitet ihn bis heute. Kein Wunder, denn Anfang der 2000er-Jahre etwa wirkte er unter anderem an Samples mit, die Teil von Logic Pro wurden.








