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Die Wi-Fi-6-Geräte kommen: Lohnt sich der frühe Einstieg in den neuen Standard?

Nicht nur der USB-Standard ist unnötig kompliziert, sondern auch die Netzwerk-Standards sind nicht eingängig bezeichnet. Zumindest bis Ende 2018 war dies der Fall. Gemeinsam mit dem neuen WLAN-Standard wird die Wi-Fi Alliance eine neue Namensgebung einführen. Dadurch wird aus IEEE 802.11ax gleich Wi-Fi 6. Aktuell ist der Standard noch wenig vertreten, aber viele große Hersteller kündigten bereits die Unterstützung an, sodass sich die Frage stellt, ob man schon jetzt investieren sollte. 

Die Wi-Fi Alliance hat die Namensgebung der WLAN-Standards vereinfacht und schafft damit zum Start von Wi-Fi 6 eine neue Ordnung. Aktuell lassen sich die Geräte mit integriertem Wi-Fi 6 noch an einer Hand abzählen. Beispielsweise kündigte Samsung kürzlich mit dem Galaxy S10 eines der ersten Smartphones an, die den neuen Standard unterstützen. Wenige Wochen zuvor hatten Anbieter von WLAN-Routern auf der CES ebenfalls erste Produkte mit Wi-Fi 6 ankündigt, die später in diesem Jahr veröffentlicht werden. Apple äußerte sich hingegen noch nicht zur Thematik. Allerdings wird erwartet, dass das Unternehmen frühzeitig Geräte mit dem verbesserten Standard ausstatten wird. Schon in den vergangenen Generationen übernahm man solche Neuerungen schnell. Aber was macht Wi-Fi 6 besser als Wi-Fi 5 (ehemals IEEE 802.11ac)?

Warum auf Wi-Fi 6 umsteigen?

Die Gründe lassen sich mit wenigen Worten erklären: mehr Reichweite, höhere Stabilität, mehr Datendurchsatz. Im Gegensatz zur Vorgängergeneration verteilt Wi-Fi 6 nämlich die Bandbreite von bis zu 11 Gbit/s auf bis zu acht Kanäle, wodurch der Datenaustausch zwischen bis zu acht Geräten gleichzeitig möglich wird – eine entsprechende Internetverbindung und Endgeräte vorausgesetzt. Dazu wird auch eine Technologie aus dem mobilen Datennetz: MU-MIMO. Dies steht für „Multiple User - Multiple Input Multiple Output“ und hilft dabei die Datenübertragung zu stabilisieren, wenn mehrere Geräte gleichzeitig auf das Internet zugreifen. Daneben reduziert OFDM, Abkürzung für „Orthogonal Frequency Division Multiplexing“, die Verzögerung von Übertragungen, wenn mehrere Nutzer gleichzeitig im Netzwerk unterwegs sind. 

Sollte ich schon 2019 in Wi-Fi-6-Geräte investieren?

Wenn Ihr Router nicht gerade ausfällt oder Sie eigentlich kein neues Smartphone kaufen möchten, dann können Sie ruhigen Gewissens warten, bis deutlich mehr Geräte verfügbar sind. Natürlich spielt auch Ihre Internetverbindung eine große Rolle, da ein Anschluss mit 100 Mbit/s schon jetzt den aktuellen Wi-Fi-5-Standard nicht ansatzweise ausnutzt. Daneben macht ein Umstieg auch nur Sinn, wenn Sie in naher Zukunft planen weitere Wi-Fi-6-Geräte abseits des Routers zu kaufen, sodass Sie das Potential des Standards auch besser nutzen können.

Sollten Sie allerdings einen neuen Router benötigen, dann können Sie bereits einen zukunftssicheren Kauf eines Wi-Fi-6-Routers tätigen, die in den kommenden Monaten erscheinen werden. Allerdings wird dies nicht ganz billig und Sie sollten sich hier anfangs auf Preise oberhalb der 250 Euro einrichten, die erst im Laufe der kommenden Jahre fallen werden, wenn auch mehr Endgeräte bereitstehen.

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