Quelle: https://www.maclife.de/news/zensur-apple-entfernt-apps-new-york-times-chinesischem-app-store-10087335.html

Autor: Ben Otterstein

Datum: 05.01.17 - 09:08 Uhr

Zensur: Apple entfernt Apps der New York Times aus chinesischem App Store

Kurz vor der Weihnachtspause hat Apple sämtliche Apps der New York Times aus dem chinesischen App Store entfernt, nachdem die Regierung eine entsprechende Anfrage gestellt hat. Der Aufruhr ist entsprechend groß und auch die New York Times zeigt sich in einem aktuellen Bericht betrübt über die Entwicklung. Es ist jedoch nicht das erste Mal, dass Apple einer solchen Regierungsanfrage aus China nachgab. 

Vor etwa einem Jahr forderte die chinesische Regierung Apple dazu auf, den iBooks- und iTunes-Movie-Store in China zu schließen. Die Kalifornier handelten prompt und sperrten die Dienste entsprechend. Vor kurzer Zeit folgte eine ähnliche Anfrage, die jedoch speziell auf Drittanbieter-Anwendungen der New York Times abzielt. Auch hier kam Apple der „Bitte" nach und entfernte die Apps kurz vor Weihnachten – sowohl die chinesische als auch die englische Version.

Lesetipp

33 iPhone-Tricks, die nicht jeder kennt

Das iPhone samt iOS gibt es nun schon seit 12 Jahren. Vor allem in den vergangenen Jahren hat sich vor allem beim Betriebssystem viel getan,... mehr

Laut einem Times-Artikel blockiert China schon seit 2012 die Website der Tageszeitung nachdem Berichte über den Reichtum des damaligen Premierministers veröffentlicht wurden. Nun folgten auch die Apps. In einem Statement erklärt ein Apple-Sprecher diesen Umstand:

„Wir sind informiert wurden, dass die App lokale Vorschriften verletzt," sagte Fred Sainz, ein Apple-Sprecher, über die Times-Apps. „Als Ergebnis musste die App aus dem China App Store entfernt werden. Wenn sich diese Situation ändern, wird die New York Times App wieder im App Store in China zum Download angeboten."

Allerdings ist derzeit unklar, welche genauen Vorschriften mit den Apps verletzt werden. Auch die Niederlassung der Times in Beijing wurde vorher nicht von der chinesischen Regierung kontaktiert. Andere Publikationen wie die Financial Times oder das Wall Street Journal seien nicht betroffen und sind weiterhin in China verfügbar.