Mac-Software: Raubkopien als Einfallstor für Schädlinge

Mac-Malware: Erpresser setzen unehrliche Mac-Anwender unter Druck

Die Suche nach illegalen Software-Lizenzen, Keys und Patchern kann Nutzer teuer zu stehen kommen. Es gibt eine neue Mac-Malware, die sich als Cracker-Programm tarnt und Festplatten verschlüsselt. Nur gegen Geld gibt sie die Daten wieder frei.

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Die Krypto-Ransomware Patcher verschlüsselt nicht nur die Festplatte sondern ermöglicht es dem Angreifer eventuell auch, heimlich auf den Mac zugreifen. Der Anwender wird damit gelockt, dass die Software teure Kauf-Apps freischaltet. Das tut sie nicht sondern verschlüsselt die SSD/Festplatte.

Die Malware wurde von den Security-Spezialisten ESET entdeckt und "Patcher" getauft. Angeblich crackt sie Adobe Premiere Pro oder Microsoft Office. Entwickelt wurde die Malware mit der Programmiersprache SWIFT. Die Software wird vornehmlich über BitTorrent verteilt und erscheint dort unter mehreren Namen.

Vor der Nutzung ist dringend abzuraten. Natürlich sollte auch das Lösegeld nicht bezahlt werden sondern ein Backup eigespielt werden. Es ist sowieso unwahrscheinlich, dass eine Entschlüsselung stattfindet.

Die Plattform „No More Ransom“ erhält aufgrund solcher Ereignisse immer mehr Zulauf von Sicherheitsexperten und Technologie-Unternehmen. Gegründet wurde die Plattform von Kaspersky und Intel. Mittlerweile gehören ihr auch Bitdefender, Emsisoft, Trend Micro und Check Point an. Damit sind jetzt 30 Sicherheitsunternehmen Teil von „No More Ransom“. Insgesamt verwaltet die Plattform mehr als 30 Tools, die gegen verschiedene Arten von Ransomware vorgehen können. „No More Ransom“ könnte so für Betroffene die Anlaufstelle Nummer eins sein.

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Illegal Software downloaden wollen und dann fies abgezockt werden?! Betrüger vs. Betrüger! Wäre was für Marvel!

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