iPhone schlägt MacBook

iPhone 17e ist schneller als das MacBook Neo

Apples neue Budget-Geräte kosten beide 699 Euro – doch das iPhone 17e schlägt das MacBook Neo in Benchmarks. Der Grund liegt in der Chip-Wahl.

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Apple hat vergangene Woche gleich sieben neue Produkte vorgestellt – darunter zwei besonders interessante Budget-Geräte: das iPhone 17e für 699 Euro und das brandneue MacBook Neo zum gleichen Preis. Doch ausgerechnet das günstigere iPhone schlägt den günstigen Mac in puncto Rechenleistung. Wie kann das sein?

Quickread: Auf einen Blick
  • Das iPhone 17e mit A19-Chip erreicht in Geekbench höhere Werte als das MacBook Neo mit A18 Pro – beide kosten 699 Euro.
  • Das MacBook Neo ist der erste Mac mit iPhone-Chip statt M-Chip und richtet sich an Einsteiger mit alltäglichen Aufgaben.
  • Trotz geringerer CPU-Leistung bietet das MacBook Neo mit macOS, größerem Display und Tastatur klare Vorteile gegenüber dem iPhone.

Das MacBook Neo setzt auf iPhone-Chip

Mit dem MacBook Neo bricht Apple mit einer langjährigen Tradition: Erstmals kommt in einem Mac kein M-Chip zum Einsatz, sondern ein A-Chip aus der iPhone-Reihe. Konkret werkelt im MacBook Neo der A18 Pro, der bereits in den iPhone 16 Pro Modellen aus dem Jahr 2024 debütierte. Das iPhone 17e hingegen nutzt den neueren A19-Chip aus der aktuellen iPhone-17-Generation.

Diese Chip-Wahl erklärt auch den günstigen Einstiegspreis von 699 Euro – für Studierende sogar nur 599 Euro. Das MacBook Neo richtet sich vor allem an Einsteiger, Schüler und alle, die einen Mac für alltägliche Aufgaben wie Surfen, Textverarbeitung und Streaming suchen. Apple positioniert das Gerät als Antwort auf günstige Windows-Laptops und Chromebooks.

iPhone 17e überholt MacBook Neo in Benchmarks

Erste Geekbench-Benchmarks zeigen deutlich: Das iPhone 17e liegt vor dem MacBook Neo. Im Multi-Core-Test erreichte das iPhone 17e einen Wert von 9.241 Punkten, während das MacBook Neo auf 8.668 Punkte kam. Auch bei der Single-Core-Leistung hat das Smartphone die Nase vorn: 3.607 Punkte stehen 3.461 Punkten gegenüber.

Geekbench erklärt!

Geekbench ist ein plattformübergreifendes Benchmark-Tool, das die Prozessorleistung von Computern, Smartphones und Tablets misst. Es testet sowohl Single-Core-Performance (Leistung eines einzelnen Rechenkerns) als auch Multi-Core-Performance (alle Kerne zusammen). Die Ergebnisse werden als Punktzahl ausgegeben, die einen direkten Vergleich zwischen verschiedenen Geräten ermöglicht.

Bei der Grafikleistung liegen beide Geräte hingegen näher beieinander. In den Metal-Tests für die GPU erreichte das MacBook Neo Werte zwischen 30.000 und 31.400 Punkten, das iPhone 17e zwischen 31.000 und 31.600 Punkten. Der Grund für den leichten Rückstand: Das MacBook Neo verfügt über einen GPU-Kern weniger als das iPhone 16 Pro.

Gleicher Arbeitsspeicher, unterschiedliche Einsatzzwecke

Beide Geräte sind mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher ausgestattet – die Mindestanforderung für Apple Intelligence. Für ein MacBook klingt das zunächst knapp bemessen, doch erste Tests zeigen: Für leichte, alltägliche Aufgaben reicht der Speicher durchaus aus. Das MacBook Neo ist eben nicht für Video-Editing, Musikproduktion oder 3D-Modellierung konzipiert.

Apple vergleicht das MacBook Neo in seinen Marketingmaterialien auch nicht mit anderen Macs, iPads oder iPhones, sondern mit Windows-PCs in ähnlicher Preisklasse. Laut Apple soll der A18 Pro bis zu fünfzig Prozent schneller sein als der meistverkaufte PC mit aktuellem Intel Core Ultra 5 – bei alltäglichen Aufgaben, versteht sich.

Ein Mac mit iPhone-Innenleben

Die Benchmark-Ergebnisse legen nahe, dass das MacBook Neo im Grunde ein iPhone ist, das macOS ausführt. Die Single-Core-Leistung des A18 Pro liegt auf dem Niveau eines M3- oder M4-Chips, was für Webbrowsing, Dokumentenbearbeitung und Videostreaming perfekt geeignet ist. Die Multi-Core-Performance entspricht etwa der des M1-Chips aus dem ersten MacBook Air mit Apple Silicon.

Das MacBook Neo kommt in vier Farben – Silber, Indigo, Blush und Citrus – und verfügt über ein dreizehn Zoll großes Liquid Retina Display ohne Notch, dafür mit gleichmäßigen Rändern wie beim iPad. Mit 256 Gigabyte Speicher und Magic Keyboard kostet es 699 Euro, mit 512 Gigabyte und Magic Keyboard mit Touch ID 799 Euro.

Spannende Frage: Wird sich das Konzept durchsetzen?

Es bleibt abzuwarten, wie gut sich das MacBook Neo am Markt behaupten wird. Immerhin liegt die CPU-Leistung hinter der des günstigeren iPhones zurück. Allerdings sprechen der niedrige Preis, das größere Display, die vollwertige Tastatur und macOS als Betriebssystem eine klare Sprache. Für viele Nutzende dürfte das MacBook Neo genau das richtige Einstiegsgerät sein – auch wenn das iPhone 17e auf dem Papier schneller ist.

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