ASUS reagiert besorgt

MacBook Neo versetzt PC-Industrie in Aufruhr – ASUS-Chef spricht von „Schock“

Der Finanzchef von ASUS hat das MacBook Neo als „Schock“ für die PC-Branche bezeichnet. Die gesamte Industrie arbeite an Gegenmaßnahmen.

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Quickread: Auf einen Blick
  • ASUS-Finanzchef Nick Wu bezeichnet das MacBook Neo mit seinem Startpreis von 699 Euro als Schock für die PC-Branche.
  • Trotz limitierter Spezifikationen wie 8 GB RAM überzeugt das MacBook Neo in Tests mit starker Leistung und Premium-Verarbeitung.
  • Microsoft, Intel, AMD und alle PC-Hersteller nehmen das Produkt sehr ernst und entwickeln Konkurrenzprodukte.

Der Finanzchef von ASUS hat auf einer Telefonkonferenz das MacBook Neo als „Schock“ für die PC-Branche bezeichnet – trotz dessen limitierter Spezifikationen wie nur 8 GB RAM. Die gesamte PC-Industrie, einschließlich Microsoft, Intel und AMD, nehme das neue Apple-Produkt sehr ernst und arbeite an Konkurrenzprodukten. Mit einem Startpreis von nur 699 Euro (599 Euro für Studierende) positioniert sich Apple erstmals aggressiv im Budget-Segment.

PC-Hersteller unter Druck

Auf einer Telefonkonferenz räumte Nick Wu, Chief Financial Officer von ASUS, ein, dass Apples neues MacBook Neo die gesamte PC-Branche in Aufruhr versetzt. „Angesichts Apples historisch sehr hoher Preisgestaltung ist die Einführung eines so erschwinglichen Produkts sicherlich ein Schock für den gesamten Markt“, sagte Wu laut einem Transkript der Telefonkonferenz, das von Seeking Alpha veröffentlicht wurde.

Das MacBook Neo startet bei lediglich 699 Euro, für Studierende sogar bei nur 599 Euro. Damit unterbietet Apple erstmals deutlich die magische 1000-Euro-Grenze, die bisher die MacBook-Produktlinie definierte.

Kritik an technischen Einschränkungen

Wu versuchte zwar, das MacBook Neo kleinzureden, indem er auf dessen limitierte Spezifikationen hinwies – insbesondere die nicht erweiterbare 8-GB-RAM-Konfiguration. Er vermutete, dass dies die Nutzung bestimmter Anwendungen beeinträchtigen könnte. Die Realität sieht jedoch anders aus: Reviewer Patrick Tomasso konnte problemlos 4K-Videos in DaVinci Resolve und Final Cut Pro abspielen, Fotos in Adobe Lightroom bearbeiten und zahlreiche Tabs in Google Chrome gleichzeitig nutzen.

Tatsächlich lobten nahezu alle Testberichte die Leistung des MacBook Neo. Der ASUS-Manager positionierte das Gerät als Produkt für „Content-Konsum“, ähnlich einem Tablet. „Natürlich kann es nicht alle Arbeiten erledigen, aber unter Berücksichtigung der Benutzererfahrung und dieser Hardware-Einschränkungen unterscheidet sich die Erfahrung meiner Meinung nach erheblich von Mainstream-Produkten“, so Wu.

A18 Pro erklärt!

Der A18 Pro ist Apples High-End-Prozessor, der ursprünglich für das iPhone 16 Pro entwickelt wurde. Im MacBook Neo kommt erstmals ein iPhone-Chip statt eines M-Series-Prozessors in einem Mac zum Einsatz. Trotz geringerer Leistung im Vergleich zu M-Chips bietet der A18 Pro ausreichend Power für alltägliche Aufgaben und ermöglicht den niedrigen Preis des MacBook Neo.

Branchenweite Reaktion

Trotz seiner Einwände betonte Wu, dass die PC-Industrie die Einführung des MacBook Neo „sehr ernst“ nehme. „Ich glaube, alle PC-Hersteller, einschließlich Upstream-Anbieter wie Microsoft, Intel und AMD, nehmen dies sehr ernst und diskutieren ernsthaft, wie sie im gesamten PC-Ökosystem mit diesem Produkt konkurrieren können“, erklärte der Finanzchef. „Das gesamte PC-System wird entsprechende Produkte auf den Markt bringen, um mit Apple zu konkurrieren.“

Die Reaktion zeigt, wie bedrohlich die etablierten PC-Hersteller Apples Vorstoß in das Budget-Segment einschätzen. Während Windows-Laptops in dieser Preisklasse oft mit minderwertigen Displays, schwachen Lautsprechern und plastischen Gehäusen daherkommen, bietet das MacBook Neo ein Aluminiumgehäuse, ein helles 13-Zoll-Display mit 500 Nits Helligkeit und überraschend gute Lautsprecher.

Ungewisse Marktauswirkungen

Letztendlich räumte Wu ein, dass die tatsächlichen Auswirkungen des MacBook Neo auf den PC-Markt noch abzuwarten seien. „Das endgültige Ergebnis des Marktwettbewerbs ist schwer vorherzusagen“, sagte er. „Wir brauchen einfach mehr Zeit.“

Mit dem Start der MacBook-Neo-Lieferungen läuft die Uhr nun offiziell. Das Gerät basiert auf dem A18-Pro-Chip aus dem iPhone und ist damit der erste Mac mit einem iPhone-Prozessor statt eines M-Series-Chips. Es verfügt über ein 13-Zoll-Liquid-Retina-Display, bis zu 512 GB Speicher und eine Akkulaufzeit von bis zu 16 Stunden.

Analysten von TrendForce prognostizieren, dass Apple allein mit dem MacBook Neo zwischen vier und fünf Millionen Einheiten im Jahr 2026 ausliefern könnte. Dies würde Apples Notebook-Lieferungen um 7,7 Prozent steigern und den macOS-Marktanteil auf 13,2 Prozent erhöhen – während der gesamte PC-Markt voraussichtlich um 9,2 Prozent schrumpfen wird.

Die Kombination aus Apples hauseigenen Chips und standardisierten Produktspezifikationen verschafft dem Unternehmen einen entscheidenden Kostenvorteil gegenüber Windows-OEMs, die mit fragmentierten Produktportfolios und steigenden Komponentenkosten zu kämpfen haben. Wenn das MacBook Neo im Budget-Segment Fuß fasst, könnte es die Preisdynamik auf dem gesamten Notebook-Markt grundlegend verändern.

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klingt nach nem großen Wurf auch wenn es nicht für mich ist!

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