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Bildschirmzeit

Teenager verbringen zu viel Zeit mit dem Smartphone, sagen sie selbst

Wenn Einsicht der erste Schritt zur Besserung ist, dann ist die Jugend von Heute nicht verloren. Die Mehrheit der Jugendlichen gibt zu, zu viel Zeit mit dem Smartphone zu verbringen. Zwei Drittel der Eltern zeigen sich besorgt über die am Smartphone verbrachte Zeit. Allerdings werden störende Auswirkungen von Eltern und Kindern unterschiedlich wahrgenommen. Und nicht zuletzt haben auch Eltern Probleme mit der Bildschirmzeit.

Von   Uhr

In einer groß angelegten Studie untersuchte das Pew Research Center aus Washington DC die Auswirkungen der Smartphone-Nutzung von Jugendlichen und Eltern, wie Eltern das Verhalten ihre Sprößlinge bewerten und wie die Teenager sich selbst sehen. An der Studie nahmen mehr als 700 Teenager im Alter zwischen 13 und 17 teil sowie noch einmal mehr als 1.000 Eltern, die Verantwortung übernehmen für ein Kind, im Alter zwischen 13 und 17. 

Die Mehrheit der Jugendlichen gibt selbst zu, zu viel Zeit mit dem Smartphone zu verbringen. 54 Prozent verbringen nach eigener Einschätzung zu viel Zeit am mobilen Bildschirm. Diese Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung, denn 52 Prozent schränken sich nach eigenen Angaben bereits ein. 57 Prozent bei Sozialen Medien wie Facebook, Instagram und so. 58 Prozent geben an, weniger zu spielen. 

Weniger einsichtig präsentieren sich die Eltern in der Studie. Sie bedienen vorrangig ein Stereotyp: 65 Prozent sind besorgt über die Bildschirmzeit ihrer Kinder. 57 Prozent der Eltern geben an, Einschränkungen mit ihren Kindern zu vereinbaren und 86 meinen zu wissen, wie viel Zeit mit dem Smartphone ideal für das Kind wäre. 72 Prozent der Eltern sehen ihr Kind oft oder gelegentlich abgelenkt durch das Smartphone.

Gerade einmal 36 Prozent der Eltern gestehen sich selbst einen übermäßigen Nutzen ein. Dabei finden aber auch 51 Prozent der Kinder ihre Eltern oft oder gelegentlich abgelenkt durch das Smartphone. 57 Prozent der Eltern schauen oft oder gelegentlich sofort nach dem Aufstehen auf das Smartphone. Bei den Kindern sind es 72 Prozent, deren erster Griff zum Smartphone geht. 

Allerdings empfinden Jugendliche ihre Smartphone-Nutzung weniger störend im direkten Gespräch: 51 Prozent der Jugendlichen fühlen sich oft oder gelegentlich abgelenkt. 31 Prozent geben Beeinträchtigungen bei der Arbeit oder für anstehende Aufgaben zu. Bei den Eltern sind es mit 39 Prozent etwas mehr, die sich selbst durch das Smartphone in der Leistungsfähigkeit eingeschränkt sehen. 

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Glück gehabt ;-)
nutze gern mein Handy und meine Eltern haben nie was dagegen

Viel Schlimmer sind doch die Eltern, die beim daddeln am Smartphone von ihren Kindern nicht gestört werden wollen.
Aber Erziehung ist völlig sinnlos. Die Kinder machen den Erwachsenen sowieso alles nach.

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