Top-Themen

Themen

Service

News

Apple und Product Red

Product Red: Das steckt dahinter und was hat Apple damit zu tun

Seit zwölf Jahren unterstützt Apple die Initiative Product Red mit roten Sondermodellen seiner Produkte im Kampf gegen Aids. Ein Höhepunkt dieser Initiativen ist der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember. Viele Menschen tragen an diesem Tag eine rote Schleife am Revers, denn sie ist weltweit das Symbol für die Solidarität mit HIV-positiven Menschen. Das rote Produkte hingegen ist eine lizenzierte Form der Spende. 

Am Earth Day im April leuchtet der Apfel am Apple Store grün. Doch pünktlich am 1. Dezember erstrahlt das Firmen-Zeichen des angebissenen Apfels in rot. Bis über den Nikolaustag hinaus soll das so bleiben. Das hat nichts mit dem bevorstehenden Weihnachtsfest zu tun, sondern mit dem Welt-Aids-Tag, der in diesem Jahr zum 30. Mal begangen wird. 1988 gab es den ersten weltweiten Aktionstag zur Aufklärung über die erworbene Immunschwäche. Seitdem hat sich medizinisch viel getan, aber einige Ressentiments gegenüber Erkrankten haben sich in gewissen Kreisen nicht verändert. Der medizinische Fortschritt macht einige Zielgruppen sogar schon wieder sorgloser im Umgang mit den Ansteckungsrisiken. HIV ist nach wie vor nicht heilbar, kann aber oft behandelt werden.

Rote Schleifen und rote Produkte

In den ersten Jahren der Epidemie starben zahlreiche Prominente wie zum Beispiel Musiker Freddie Mercury (1946 bis 1991), dessen Leben aktuell im Film „Bohemian Rhapsody“ (2018) nachgezeichnet wird. Aus Trauer um die Opfer, deren Diagnose anfänglich einem Todesurteil gleichkam, wurde die schwarze Trauerschliefe als sogenanntes Red Ribbon (Rote Schleife) zum Zeichen der Auseinandersetzung mit Aids. 

Zum roten Produkt ist es dann nur ein weiterer Schritt: Product Red geht zurück auf U2-Frontmann Bono und Bobby Shriver. 2006 konnten sie erste Unternehmen überzeugen, die virtuelle Marke RED über ihre Produkte zu legen. Das Marketing verläuft dann beinahe so viral wie eine Infektion mit der Krankheit, die mit diesen Lizenzeinnahmen bekämpft werden soll. Das erste Produkt von Apple im typischen Rot der Kampagne war 2006 ein roter iPod nano. Seitdem gab es etliche Sonderauflagen von Apple. Aktuell gibt es rote Armbänder für Apple Watch, rote Cases für iPad und Hüllen für das iPhone von Apple. Auch ein roter iPod touch wird angeboten. Die erfolgreichsten roten Produkte von Apple sind jedoch das rote iPhone 7 aus dem März 2017 und das im April 2018 nachgelegte rote iPhone-Sondermodell vom iPhone 8 und iPhone 8 Plus. Mit dem roten iPhone XR befindet sich das Sondermodell vom ersten Tag an im Angebot, wobei das iPhone XR (product) RED das begehrteste Modell vom bisher erfolgreichsten iPhone ist. Dementsprechend dürften die zu Spenden der Kunden für die Aidshilfe von RED umgewidmeten Lizenzzahlungen sprudeln. 

200 Millionen US-Dollar

In der vergangenen Woche rühmte sich Greg Joswiak über ein bisheriges Spendenaufkommen von mehr als 200 Millionen US-Dollar in der bisherigen Geschichte und zwölf-jährigen Zusammenarbeit. Davon kamen die letzten 40 Millionen US-Dollar im zurückliegenden Jahr auf. Im Vorjahr überweis Apple den Betrag von 30 Millionen US-Dollar an The Global Fund, die konkret die Aids-Hilfe in ausgewählten Projekten unterstützen. 
Im September 2013 lobte RED seinen Partner Apple für bislang mehr als 65 Millionen US-Dollar an Lizenzen in den ersten sieben Jahren der Zusammenarbeit. 
Wir wissen also, dass die ersten knappen 70 Millionen in den ersten sieben Jahren und die letzten 70 Millionen in den beiden letzten Jahren erwirtschaftet wurden. Daraus ergibt sich ein Spendenaufkommen aus den Red-Lizenzen von mehr als 65 Millionen für den Zeitraum bis 2013. Bis 2016 kamen weitere 65 Millionen zusammen und seit dem roten iPhone 7 noch einmal mehr als 70 Millionen. 

Ein Teil jedes Kaufs fließt in Beratung, Tests und Medikamente, um zu verhindern, dass HIV von Müttern auf ihre Babys übertragen wird.

Der Kampf gegen Aids

Apple verspricht einen wirksamen Einsatz der Mittel, und zwar dort, wo sie am dringensten gebraucht werden. Dies sind Projekte in Afrika, die in der Subsahara-Zone aufklären und Medikamente bereit stellen, die den Übergang von Aids auf ungeborene Kinder infizierter Mütter unterdrücken. Schon 2020 kann es möglich sein, dass Kinder AIDS-kranker Mütter ohne AIDS geboren werden könnten. Dieser Kampf gegen Aids macht Mut. 
In der jetzt laufenden Aktionswoche spendet Apple selbst für jede Apple-Pay-Transaktion in einem Apple Store einen US-Dollar. Die Aktion läuft noch bis zum 7. Dezember 2018. Jetzt bräuchte man nur noch Apple Pay in Deutschland.

Mehr zu diesen Themen:

Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit!

Hier können Sie ihre Meinung zum Artikel "Product Red: Das steckt dahinter und was hat Apple damit zu tun" äußern. Melden Sie sich hierfür mit ihrem maclife.de-Account an oder füllen sie die untenstehenden Felder aus.

Und auch dafür, wie die Aktivitäten im Umweltbereich zahle ich gerne mal einen scheinbar überhöhten Preis. Die Firma tickt eben doch anders als viele deutsche Firmen, die lieber die Kunden betrügen wie VW und sich vor der Verantwortung drücken oder die Adventskalender für 15 Euro und mehr anbieten, obwohl nur ein paar Gramm Schokolade enthalten sind garniert mit Billigspielkrams. Sie brüsten sich höchstens mit Innovation oder Genfrei oder ähnlichem Gesabbel, um mehr verkaufen zu können.

Sehe ich das falsch?

Meiner Meinung nach genau auf den Punkt gebracht ! Wenn ich einer Firma traue die auch auf Datenschutz achtet ,ist es Apple. Zwar gibt es bei Apple auch Sachen die man echt kritisieren kann aber trotzdem fühle ich mich bei dieser Firma gut aufgehoben !

ihr seid echt vertrauensvoll!

Sorry, aber wer HIV hat, führ in der Regel einen sehr unmoralischen Lebensstil. Sex an jeder Ecke, Homosex, etc. Würde mich nie mit einem roten iPhone in der Öffentlichkeit blicken lassen.

Naja, "Homosex" mit "unmoralischem Lebensstil" gleichzusetzen ist sehr intollerant. Wer sich wo und mit wem reibt oder wer wo etwas reinsteckt, ist absolute Privatsache und jedem selbst überlassen. Gleichgeschlechtlicher Sex ist wahrscheinlich nicht deine Sache (meine auch nicht), entscheidend ist für mich jedoch, ob der jeweilige Mensch glücklich wird und zufrieden lebt. Mit Moral hat das nichts zu tun. Jeder wie er will.
Am Ende des Tages kann man höchstens vertreten, dass die meisten der HIV-Fälle in der sogenannten Ersten Welt nicht unbedingt sein müssten. Es gibt aber auch die Dritte Welt, wo ein einfaches Kondom schon fast Luxus ist oder die Leute nicht wissen, was sie damit anfangen sollen. BG

intolerant

Wenn ich einen mit roten iPhone sehe dann verbrenne ich den direkt auf dem Scheiterhaufen um ihn von seinem Sünden zu reinigen.

Sorry was für ein arschloch muss man heutzutage sein wenn man so etwas nicht toleriert.