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Brite grillt MacBook Air

Warum man sein MacBook nicht in den Backofen stecken sollte…

Warum man sein MacBook nicht in den Backofen stecken sollte… Manchem Gerät tut es ganz gut, ein bisschen im Backofen oder der Mikrowelle zu verbringen. Aber eigentlich sollten dies nur die Platinen sein und die Temperaturen nicht zu hoch. So wird gebrochenen Lötstellen mitunter wieder neues Leben eingehaucht. Gerade aber moderne Hardware ist sehr komplex aufgebaut und sollte tunlichst nicht auf diese Weise „repariert“ werden. Was passiert, wenn Sie es doch tun, beschreibt ein Experiment mit einem MacBook Air, das Alistair Wooldrige unternahm.

Kennen Sie Dr. Google?

Haben Sie schon mal von der Fachberatung in allen Lebenslagen, Dr. Google, gehört? Er ersetzt mitunter den Anwalt, den Mediziner oder den Handwerker. Ein YouTube-Video hier, ein Blogbeitrag da und diverse Foreneinträge dort geben umfassend Auskunft und machen den Nutzer klüger als zuvor.

Aber explizites Wissen lässt sich nicht von jedermann und nicht in jedem Fall sofort in Können umwandeln. Bloß weil Sie ein Video sehen, wie man eine Wand verfliest, heißt das nicht automatisch, dass Sie das dann auch können. Es gibt gute und schlechte Ratgeber und es gibt aber auch „natürlicherweise“ sehr viele Situationen, in denen Sie Lehrgeld zahlen. Das gehört dazu. Denn nur Übung macht den Meister.

MacBook Air aus 2014 im Ofen

Alistair Wooldrige jedenfalls beschreibt sehr schön, wie er Lehrgeld zahlte, weil er sein MacBook Air aus dem Jahr 2014 nicht außerhalb der Garantiezeit zu Apple bringen wollte. Es ließ sich nicht mehr starten und bei der Internetrecherche kam Wooldrige von Stöckchen auf Steinchen. Er probierte „Diverses“ aus (NVRAM und SMC zurücksetzen, die Batterie über Nacht abstecken, alle Anschlüsse an der Hauptplatine abstecken, und andere mehr). Als das aber nicht half, wollte er sein MacBook Air in den Ofen packen.

Das Ende vom Lied? Er baute die Hauptplatine aus und nutzte einen Partygrill, dessen Temperatur er sogar „höher“ einstellte, als vorgeschlagen, um „auf Nummer sicher“ zu gehen. Es dauerte keine 30 Sekunden als es Geräusche gab, vom Zubodenfallen von Widerständen und anderen Komponenten. Sein „Erfahrungsbericht“ ähnelt mehr einem Schadens- bzw. Unfallbericht. Er dokumentiert mit vielen Fotos welche Widerstände und Anschlüsse nicht mehr fest auf der Platine stecken.

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Steht in den amerikanischen Anleitungen in Zukunft jetzt auch das man nicht nur keine Hunde in der Mikrowelle trocknen soll, sondern sie auch nicht zum reparieren von Computern geeignet sind? Was bei einer Mikrowelle schon nicht funktionieren kann weil so eine Platine einen doch sehr geringen Wasseranteil besitzt.

Mein MacBook aus 2011 hatte einen Grafikfehler, Motherboard genau nach Anleitung ausgebaut und in den Backofen gelegt. Alles zusammengebaut und siehe da, MacBook funktionierte wieder.

Kann - je nach Fehlerbild - auch funktionieren. Dem guten Alistair ist hier wohl die Temperatur, die "... er sogar „höher“ einstellte, als vorgeschlagen, um „auf Nummer sicher“ zu gehen" zum Verhängniss geworden. Grundsätzlich ist sowas aber eher was für defekte Hardware, die man im Zweifel eh wegwerfen statt reparieren lassen würde.

Das ist richtig, ich habe auch schon Hitze genutzt, um Lötstellen bei alten Konsolen-Platinen aufzufrischen. Dieser Beitrag soll nur unbedarfte Nutzer davor warnen, nicht einfach teure Hardware mit Enthusiasmus in den Ofen zu stecken, weil am Ende der Totalverlust droht.

Bevor ich 400€ für ein neues Motherboard ausgebe habe ich es einfach mal versucht. Wenn man keine Ahnung hat sollte man es lassen. Der Aus und Einbau
muss ja schließlich auch erledigt werden.

funktionierte das eine oder andere ja früher mit verbleitem Lot und gesteckten Bauteilen. Aber da hat sich was geändert. Von daher. Man sollte immer wissen was man tut. Oder es manchmal lassen. Manch Selfiegeile/r hat da auch schon das Leben gelassen. Und tschüss.