Railwise
Zweifel am Zug: Wer regelmäßig mit der Bahn unterwegs ist, kennt die Qual der Wahl zwischen zwei Verbindungen, die scheinbar gleichwertig wirken: Welcher Zug kommt eher pünktlich an, welcher hat eher Stress mit dem Anschluss? Der DB Navigator hilft hier nur bedingt. Er zeigt, was in der Theorie im Fahrplan stehen sollte, nicht aber, was sich in der Praxis bewahrheitet hat. Genau diese Lücke schließt die kostenlose App Railwise, entwickelt von zwei Studenten in Reaktion auf eine Anordnung des Bundeskartellamts, das die Deutsche Bahn 2024 zu mehr Datentransparenz gegenüber Drittanbietern verpflichtet hat.
Railwise verarbeitet öffentlich zugängliche Bahninformationen und reichert jede Verbindung mit einer Pünktlichkeitsstatistik an. Sichtbar wird, wie häufig ein konkreter Zug in den vergangenen Wochen verspätet ankam, wie hoch die durchschnittliche Verzögerung ausfällt und wie wahrscheinlich ein Anschluss erreichbar bleibt. Wer eine Verbindung mit knappem Umstieg vor sich hat, sieht somit auf einen Blick, ob die acht Minuten am Bahnsteig statistisch knapp, vertretbar oder schlicht Lotterie sind. Vergleichen lassen sich auch zwei Verbindungen direkt, inklusive Empfehlung, welche der beiden seltener Probleme bereitet. Hinzu kommen Detailseiten für einzelne Züge, Strecken und Bahnhöfe sowie eine Netzkarte. Wer mag, speichert eigene Fahrten ab und erhält im Verlauf eine persönliche Reisestatistik mit zurückgelegten Kilometern und Stunden im Zug. Railwise versteht sich als Ergänzung zum DB Navigator und entfaltet genau in dieser Rolle ihren Nutzen.
Fazit: Statistik schlägt Bauchgefühl. Railwise zeigt nüchtern, welchem Zug der DB man eher trauen darf, denn Zahlen lügen nicht.
Joybuy
Amazon-Alternative: Hinter der Shopping-App Joybuy steckt JD.com, der chinesische Konzern, der Ende 2025 die Mehrheit an der Ceconomy-Gruppe und somit an Mediamarkt übernommen hat. Das Sortiment reicht von Technik über Haushalt bis zu Lebensmitteln. Die App wirkt aufgeräumt, die Abwicklung läuft zuverlässig. Eine pauschale Empfehlung gibt es dennoch nicht, Alleinstellungsmerkmale gibt es keine.
Panels
Comics lesen: Wer eine ansehnliche Comic-Sammlung sein Eigen nennt, kennt das Dilemma zwischen Sammlerstolz und Platzmangel. Panels schafft digitale Abhilfe: Die App liest gängige Formate wie CBR, CBZ, PDF und EPUB, importiert aus iCloud, Dropbox oder einem eigenen OPDS-Server und synchronisiert den Lesefortschritt zwischen iPhone, iPad und Mac, frei von Eselsohren und Knicken.
Cameramark
Fotos annotieren: Cameramark liest die Exif-Daten eines Fotos aus und ergänzt das Bild um eine Rahmenleiste mit Kameramodell, Objektiv, Brennweite und mehr. Hinzu kommt das passende Herstellerlogo, von Apple über Hasselblad bis Fujifilm. Angaben lassen sich auch manuell als Profil hinterlegen. Auflösung und Farbprofil bleiben unangetastet. So entstehen fotografische Visitenkarten, etwa für Instagram.
Wer in diesem Sommer den Urlaub im eigenen Land verbringt, muss nicht in der Hängematte verharren. Mit den richtigen Apps wird die heimische Natur zur Bühne für Tourenplanung, Schatzsuche und botanische Entdeckungen.
Outdooractive

Unterwegs aktiv: Outdooractive deckt mehr Sportarten ab als die meisten Mitbewerber und gilt nach Komoot als zweitgrößte Tourenplattform im deutschsprachigen Raum. Während Komoot mit seiner einfachen Bedienung und einer großen Wandercommunity punktet und der internationale Anbieter AllTrails seine Stärken vor allem außerhalb Europas ausspielt, liegt der Fokus von Outdooractive auf detailliertem Kartenmaterial: Alpenvereinskarten, Schweizer Landeskarten und Open-Street-Map-Inhalte stehen nebeneinander zur Verfügung, dazu Wetter- und Lawineninformationen sowie hochwertige Tourenbeschreibungen. Die kostenlose Basisversion erlaubt Tourensuche und einfache Navigation, das Pro-Abo für 29,99 Euro im Jahr schaltet Offlinekarten, Sprachnavigation und erweiterte Planungswerkzeuge frei. Die Fülle an Filtern und Ebenen kann überfordern, belohnt aber alle, die sich abseits geräumter Wege bewegen.
Geocaching
GPS-Geländespiel: Geocaching ist die digital aufgerüstete Schnitzeljagd: An Millionen Verstecken weltweit warten kleine Behälter, sogenannte Caches, deren Koordinaten in der offiziellen App von Groundspeak hinterlegt sind. Wer das Versteck per GPS findet, trägt sich in das Logbuch ein, dokumentiert den Fund in der App und reiht sich somit in eine Gemeinschaft aktiver Geocacher ein. Die Basisversion zeigt traditionelle Caches und Events, die Mitgliedschaft für 29,99 Euro im Jahr erweitert den Zugriff um weitere Cache-Typen, Offlinekarten, Bookmarks und detaillierte Suchfilter. Reizvoll ist die App nicht nur für Familien mit Bewegungsdrang, sondern auch für Reisende: Wer in einer fremden Stadt einen Cache löst, wird oft zu Plätzen geführt, die kein Reiseführer kennt, etwa stille Aussichtspunkte oder vergessene Denkmäler. Geocaching ersetzt damit den Stadtspaziergang durch eine Spurensuche aus lokaler Perspektive.
Flora Incognita

Interaktives Nachschlagewerk: „Was blüht denn da am Wegesrand?“ ist eine Frage, die viele Spaziergänger erstaunlich rasch ratlos zurücklässt. Die kostenfreie App Flora Incognita liefert die Antwort binnen Sekunden: Ein Foto von Blüte, Blatt oder Rinde genügt, ein neuronales Netz vergleicht die Aufnahme mit einer Datenbank von rund 5.000 Pflanzenarten Mitteleuropas und nennt mit hoher Trefferquote den passenden Namen samt Steckbrief. Entwickelt wurde die App in einem Forschungsprojekt der Technischen Universität Ilmenau und des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie vom Bundesamt für Naturschutz. Die Nutzung von Flora Incognita gestaltet sich frei von Werbung und ohne Abo. Wer mag, trägt mit jeder Bestimmung zur weiteren Erforschung der heimischen Pflanzenwelt bei.

Stefan beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit Computern – angefangen beim „Brotkasten", dem C64, und Amiga 500, lange bevor Apple-Geräte seinen Alltag bestimmten. Der eigentliche Einstieg in die Mac-Welt führte über die Musikproduktion: Über die Magazine Keyboards, Keys und Beat führte ihn sein Weg schließlich zur Mac Life, deren Website er seit 2007 verantwortet. Seit 2023 ist er zudem Chefredakteur des gedruckten Magazins.
Besonders faszinieren ihn die Schnittstellen zwischen Technik und Kreativität – vom Mac als Werkzeug für Musik, Foto und Video hin zu neuen Apple-Technologien wie Vision Pro oder KI-Funktionen. Wenn Stefan nicht gerade neue Apple-Hardware testet, fotografiert er mit Vorliebe aus ungewöhnlichen Perspektiven, gerne per Drohne oder seiner Mittelformatkamera.
Neben der Redaktion ist er außerdem Host des Apple-Podcasts „Schleifenquadrat". Seine Begeisterung für Musik & Sounds begleitet ihn bis heute. Kein Wunder, denn Anfang der 2000er-Jahre etwa wirkte er unter anderem an Samples mit, die Teil von Logic Pro wurden.






















