Nur mit Einsteiger-OLED

OLED-iPad-mini soll weiterhin nur ein 60-Hz-Display bieten

Apple soll das nächste iPad mini erstmals mit einem OLED-Display ausstatten. Einem Bericht aus der Lieferkette zufolge bleibt die Bildwiederholrate jedoch bei 60 Hz – trotz neuer Bildschirmtechnik.

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Das kommende iPad mini könnte zwar von LCD auf OLED wechseln, bei der Bildwiederholrate aber keinen Fortschritt machen. Laut einem Beitrag des koreanischen Leakers „yeux1122“ soll Apple ein 8,4 Zoll großes Display verwenden, das weiterhin mit 60 Hz arbeitet. Die Angaben sollen aus Apples Lieferkette stammen und sind bislang nicht offiziell bestätigt.

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Quickread: Auf einen Blick
  • Das nächste iPad mini soll ein 8,4-Zoll-OLED erhalten
  • Die Bildwiederholrate soll bei 60 Hz bleiben
  • Als Panel-Technik wird LTPS statt LTPO genannt
  • Samsung Display soll die Serienproduktion begonnen haben
  • Apple hat das neue Modell noch nicht angekündigt

Neues Panel, bekannte Bildwiederholrate

Dem Bericht zufolge handelt es sich um ein Hybrid-OLED-Panel mit einer LTPS-Backplane. Anders als die LTPO-Technik in aktuellen iPad-Pro-Modellen erlaubt diese Bauweise üblicherweise keine dynamische Anpassung der Bildwiederholrate über einen breiten Bereich.

LTPS erklärt!

LTPS bezeichnet eine Technik für die Transistorschicht eines Displays. Sie eignet sich für OLED-Panels mit fester Bildwiederholrate, bietet aber nicht die flexible Anpassung von LTPO-Displays. Apple nutzt LTPO unter anderem für ProMotion mit bis zu 120 Hz.

Apple könnte das kompakte Tablet daher mit einer festen Bildwiederholrate von 60 Hz ausstatten. Das entspräche dem aktuellen iPad mini 7, das noch ein LCD verwendet. Bewegungen, Animationen und das Scrollen durch Webseiten würden damit weniger flüssig wirken als auf Geräten mit 90 oder 120 Hz.

Kein ProMotion für das iPad mini erwartet

Das iPad Pro nutzt OLED-Panels mit ProMotion. Dabei passt das Display seine Bildwiederholrate abhängig vom dargestellten Inhalt dynamisch zwischen 10 und 120 Hz an. Für das nächste iPad mini deutet das aktuelle Gerücht dagegen auf eine einfachere und vermutlich günstigere Displaylösung hin.

Der Wechsel zu OLED könnte dennoch sichtbare Vorteile bringen. Die Technik ermöglicht einen höheren Kontrast, echtes Schwarz und potenziell eine bessere Energieeffizienz. Ob Apple zusätzlich Helligkeit, Farbdarstellung oder Reaktionszeit verbessert, geht aus dem Bericht nicht hervor.

Produktion soll bereits laufen

Der Leaker behauptet außerdem, dass Samsung Display die Panels bereits auf seiner A2-Produktionslinie im südkoreanischen Asan fertige. Dieselbe Anlage kann allerdings sowohl LTPS- als auch LTPO-Panels herstellen. Allein aus dem Produktionsstandort lässt sich die gemeldete Beschränkung auf 60 Hz daher nicht bestätigen.

Bereits Ende Juni hatte die koreanische Publikation ETNews berichtet, Samsung Display habe mit der Serienproduktion von OLED-Panels für das nächste iPad mini begonnen. Als möglicher Erscheinungszeitraum gilt die zweite Jahreshälfte 2026. Einen Termin hat Apple bislang nicht angekündigt.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Ein OLED-Display wäre für das iPad mini ein sinnvolles Upgrade, doch 60 Hz würden das Tablet bereits zum Marktstart technisch konservativ wirken lassen. Gerade bei einem Gerät, das häufig zum Lesen und Surfen verwendet wird, ist eine höhere Bildwiederholrate deutlich wahrnehmbar. Da die Information von einem Leaker mit wechselhafter Trefferquote stammt, sollte die konkrete Panel-Ausstattung vorerst als unbestätigt gelten.

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