Bill of Materials

iPhone 12: Bauteilkosten deutlich höher als beim iPhone 11

Die Bauteile des iPhone 12 kosten Apple deutlich mehr als die des iPhone 11. Das geht aus einer Analyse hervor, die die einzelnen Komponenten des  Smartphones betrachtet.

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Der Bill of Materials ist beim iPhone 12 bei 431 US-Dollar und damit 26 Prozent über dem des iPhone 11. Das hat Counterpoint Research ermittelt, die die Bauteile des Smartphones analysierten und herausfanden, dass das neue iPhone Apple viel teurer zu stehen kommt als das alte Modell. Dies dürfte auch der Grund sein, weshalb Apple kein Netzteil mehr beilegt - um die Marge einigermaßen zu retten.

Der größte Kostentreiber sind die 5G-Komponenten. Die US-Modelle kommen Apple noch einmal teurer zu stehen, weil sie die Technik mmWave 5G enthalten. Das trifft zum Beispiel auf die europäischen Modelle nicht zu.

Counterpoint Research hat sich das iPhone 12 mit 128 GByte angesehen. Apple konnte zwar beim Europa-Modell bei den Hochfrequenzkomponenten sparen - immerhin 27 US-Dollar, doch auch hier sind die Kosten immer noch um 18 Prozent höher als beim Vorjahresmodell. Auch der Umstieg von LCD auf OLED soll Apple 23 US-Dollar mehr kosten als bisher.

Apple zahlt für den A14-Chip zudem an TSMC nach Einschätzung von Counterpoint Research etwas 17 US-Dollar mehr als beim A13-Chip, da dieser in 5 nm-Technik gefertigt wird, die erheblich teurer ist.

Denke bitte nicht, dass Apple einen Gewinn aus der Differenz zwischen Verkaufspreis und den Kosten für die Komponenten macht. Erstens sind die Forschungs- und Entwicklungskosten nicht berücksichtigt und auch der Zusammenbau der Teile , die Verpackung und die Kosten für den Vertrieb sind darin nicht enthalten. Und schließlich kommen auch noch Werbekosten in nicht gerade geringer Höhe dazu.

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Und es handelt sich um ein US Unternehmen. Profit alleine ist nicht der Schlüsselfaktor in der internen Wirtschaftlichkeits Rechnung. Viel entscheidender, wenn nicht gleichwertig ist der Return of Invest in amerikanischen Konzernen. Der Cash Flow wird das berücksichtigen. Vertriebs- und Marketingoverheads werden sicherlich jährlich ermittelt und über alle Produkte umgelegt. Daher vernachlässigbar. Investment Ausgaben für das 12 iPhone muss spezifisch in den CF und die Entwicklungskosten, die man spezifisch zuordnen kann. Aber ich vermute auch hier wird im CF ein Faktor angesetzt, der auf den allgemeinen Ausgaben der Entwicklungsabteilung fußt. Alles in allem ist mit einem Profit zwischen 25 und 30‘Prozent zu rechnen. Da die Haupt IPhones nur ca. ein Jahr laufen muss der Profit so hoch sein, sonst komm ich mit dem Return of Investment nicht hin. Somit muss man noch lange nicht den Rückschluss ziehen, die machen viel Profit. Es kommt auf den Gesamt Cash Flow an. Und der wird seit Jahren beim 12er schlechter als bei anderen iPhones sein. Die Laufzeit ist kürzer! Es sei denn das neue iPhone kommt auch erst im November.

Profit liegt bei 40%, wurde in der US Presse in 2020 schon bekannt gegeben!