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iPadOS: Das iPad erhält ein eigenes Betriebssystem

Nur etwa eine Stunde vor der heutigen WWDC-Keynote kam eine überraschende Nachricht, die man nur schwer glauben konnte. Nach nicht einmal zehn Jahren trennt Apple das iPhone vom iPad im Bezug auf das Betriebssystem. Das Apple-Tablet wird ab Herbst iPadOS verwenden. Dieses basiert natürlich auf iOS 13, stellt aber gleichzeitig eine deutliche Erweiterung dar. Wir haben alle wichtigen Fakten zum neuen Betriebssystem für Sie zusammengefasst.

Anders als gedacht lässt Apple nicht etwa iOS und macOS langsam verschmelzen, sondern geht einen anderen Weg. Aus iOS werden ab der kommenden Software-Generation nämlich gleich zwei Betriebssysteme: iOS 13 und iPadOS. Letzteres ist ein erweiterte Version von iOS 13, welche exklusiv für Apples Tablets erscheinen wird. Damit trägt Apple endlich dem Umstand Rechnung, dass das iPad ein leistungsstarkes Gerät mit ungeahnten Möglichkeiten sein kann, wenn man sich auf die Stärken konzentriert. 

iPadOS wird dabei natürlich alle Funktionen von iOS 13 bieten, die wir Ihnen bereits umfassend vorstellten (siehe hier). Daneben dürfen sich die Nutzer aber auch über einen neuen Home-Bildschirm freuen, der nun nicht mehr nur Apps, sondern auch auch Ihre Widgets zur selben Zeit anzeigen kann. Damit erhalten Sie einen besseren Überblick. 

Multitasking mit Split View und Slide Over

Schon mit Safari zeigte man die Möglichkeit, dass das iPad zwei Fenster einer App nebeneinander anzeigen kann. Mit iPadOS erweitert Apple dies auf sämtliche Apps, sodass Sie etwa zwei Pages-Dokumente, zwei Notizen oder beispielsweise auch zwei E-Mails nebeneinander öffnen können. Auch App-Exposé kommt vom Mac auf das iPad und zeigt ihnen mit einem Wisch alle Fenster einer App schön übersichtlich an. 

In Dokumenten erhalten Sie zudem neue Gesten, um Inhalte schnell zu kopieren und wieder einzufügen. Ziehen Sie etwa drei Finger zusammen, dann wird eine markierte Passage kopiert. Tippen Sie dann auf eine andere Stelle und öffnen die drei Finger, wird der Inhalt dort eingefügt. Daneben gibt es zahlreiche neue Shortcuts für Tastaturen.

Dateien-App: Unterstützt Server und USB-Sticks

Mit iPadOS wird vor allem das Potential der Dateien-App endlich auch ausgenutzt. Während Sie zum Start nur den lokalen Speicher, iCloud Drive und Cloud-Dienste aufrufen konnte, erweitert Apple die Möglichkeiten deutlich. Nach dem Update können Sie auf SMB-Dateiserver, USB-Sticks und SD-Karten zugreifen und Daten auf das iPad übertragen – auf Wunsch auch direkt in Apps wie Lightroom. Damit wird das iPad zum leistungsstarken Begleiter und Computerersatz. Denn die neue App erlaubt auch das Erstellen und Entpacken von ZIP-Dateien. 

Safari wie am Mac

Lange Zeit zeigte das iPad anstatt einer vollwertigen Website nur die mobile Version an. Diese ist oft abgespeckt und kann zudem auf dem großen Display unpassend wirken. In iPadOS wird sich dies aber ändern. Websites werden nämlich dann wie auf dem Mac angezeigt und an die Displaygröße des iPads angepasst. Laut Apple lassen sich Webapps wie Wordpress oder Google Docs problemlos verwenden. Zudem können endlich auch Inhalte heruntergeladen werden. Dafür integrierte Apple erstmals einen Downloadmanager in die iPad-Version von Safari.

Kleinigkeiten, die einen großen Unterschied machen

Der Apple Pencil wird besser. Streichen Sie von einer Displayecke ins Bild wird automatisch eine neue Datei erstellt, die Sie mit Kommentaren versehen und versenden können. Apple zufolge soll dies bei nahezu allen Anwendungen möglich sein. Passend dazu gibt es eine neue Werkzeugpalette, damit Sie sich kreativ ausleben können. 

iPadOS erlaubt es übrigens auch, dass Sie eigene Schriftarten installieren und im gesamten System verwenden können. Dadurch können Sie etwa Dokumente oder andere Inhalten in Ihrer Wunschschrift schreiben.

Diese Geräte werden unterstützt

iPadOS wird im Herbst diesen Jahres erwartet und wird wohl zusammen mit iOS 13 veröffentlicht. Die Liste der kompatiblen Geräte ist in diesem Jahr überschaubar. Das neue iPad-Betriebssystem kann auf folgenden Geräten installiert werden:

  • iPad (5. Generation oder neuer)​
  • iPad Air 2 (oder neuer)​
  • iPad mini 4​ (oder neuer)
  • iPad Pro 12,7-Zoll​
  • iPad Pro 9,7-Zoll​
  • iPad Pro 10,5-Zoll​
  • iPad Pro 11 Zoll​

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Zwar sind meine Erwartungen beim "Entsperren" in der Präsentation schon beinahe zunichte gemacht worden - trotzdem habe ich bis zum Schluss gehofft, dass ein eigenes iPadOS nun endlich auch eine Multi-User-Option bietet.
Wäre meiner Meinung nach wichtiger als beim AppleTV.
Schade...

Da bin ich völlig bei dir! Konnte mich jetzt lange nicht zwischen einem MacBook Pro und dem iPad Pro entscheiden, aber aufgrund der fehlenden Multi-User Funktion, habe ich mich jetzt für das MacBook Pro entschieden. Vielleicht haben wir Glück und die Funktion kommt noch bis zum Herbst.