Apple hat iOS 27 gestern Abend veröffentlicht und damit gleichzeitig eine umfangreiche Reihe von Sicherheitskorrekturen ausgeliefert. In Apples Sicherheitsdokumentation zur neuen Version sind mehr als 100 geschlossene Schwachstellen aufgeführt. Auch für Nutzer, die vorerst bei iOS 26 bleiben möchten, steht mit iOS 26.7 ein Sicherheitsupdate bereit.
- iOS 27 schließt mehr als 100 Sicherheitslücken
- Auch iOS 26.7 erhält zahlreiche Sicherheitskorrekturen
- Betroffen sind unter anderem Kernel, Bluetooth und WebKit
- Eine Schwachstelle konnte schädlichen Apps Root-Rechte ermöglichen
- Eine aktive Ausnutzung der behobenen Fehler ist derzeit nicht bekannt
Mehrere der behobenen Fehler betreffen besonders sensible Bereiche des Betriebssystems. Apple dokumentiert unter anderem eine Kernel-Schwachstelle, durch die eine schädliche App unter bestimmten Voraussetzungen Root-Rechte erlangen konnte. Eine weitere Lücke im Bluetooth-Bereich hätte einem entfernten Angreifer die Ausführung beliebigen Codes ermöglichen können.
Root bezeichnet unter Unix-basierten Systemen die höchste Berechtigungsstufe. Erlangt eine schädliche App Root-Rechte, kann sie potenziell auf besonders geschützte Bereiche des Systems zugreifen und Sicherheitsmechanismen umgehen.
Neben Kernel und Bluetooth betreffen die Korrekturen zahlreiche weitere Bestandteile von iOS. Apple nennt unter anderem WebKit, CoreMedia, CoreML, die Kamera, das Dateisystem APFS sowie verschiedene Datenschutz- und Berechtigungsfunktionen.
iOS 26.7 als Alternative zum direkten Wechsel
Wer mit dem Umstieg auf iOS 27 noch warten möchte, kann stattdessen iOS 26.7 installieren. Auch diese Version erschien gestern Abend und schließt laut Apples Sicherheitsdokumentation zahlreiche Schwachstellen. Es gibt über 80 Korrekturen, von denen viele auch in iOS 27 enthalten sind.
Damit hält Apple zumindest vorerst einen aktualisierten iOS-26-Zweig bereit. Nutzer müssen somit nicht allein aus Sicherheitsgründen sofort auf die neue Hauptversion wechseln.
Auch macOS betroffen
Dasselbe lässt sich auch über die anderen Updates sagen, die Apple jüngst veröffentlicht hat. Aufgrund der Nähe des Codes zu iOS ist das freilich kein Wunder. Die Liste der gestopften Sicherheitslücken in macOS 27, macOS 26.7 und macOS Sequoia 15.8 liest sich entsprechend ähnlich zu denen in iOS und iPadOS.
Keine bekannte aktive Ausnutzung
In der Dokumentation gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass die mit den beiden Updates behobenen Schwachstellen bereits aktiv für Angriffe ausgenutzt werden. Da Apple mit der Veröffentlichung seiner Sicherheitsdokumente allerdings auch Details zu den Fehlern öffentlich macht, sollten verfügbare Updates dennoch zeitnah installiert werden.
Auffällig ist außerdem, dass bei der Suche nach einzelnen Schwachstellen zunehmend KI-Systeme auftauchen. Apple nennt bei mehreren Fehlern eine Zusammenarbeit mit Claude und Anthropic Research. In den zusätzlichen Danksagungen für WebKit führt das Unternehmen zudem OpenAI Codex Security auf.









