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Sind die Apple-Kopfhörer ein Wegwerfprodukt?

AirPods und das Leben nach dem Tod

AirPods und das Leben nach dem Tod. Sowohl im Wald der Schlagzeilen, als auch in den Kommentaren von Mac Life selbst sind schon Behauptungen über die Umweltverträglichkeit der AirPods geäußert worden. Sie seien Wegwerfprodukte. Manche Nutzer verteidigen Sie dann als nützliche und tolle Wegwerfprodukte. Aber stimmt das Bild vom Wegwerfprodukt überhaupt? Will Oremus hat dazu eine Analyse formuliert und sogar Stimmen von Apple und einem von Apples Recycling-Partnern erhalten.

Viele, zum Teil sehr namhafte Medien haben sich in den letzten Wochen und Monaten mit der Recycelbarkeit von Apples AirPods auseinandergesetzt. Teils mit sehr drastischen Worten. Gerade weil Umweltschutz als Thema wieder zum Trend wurde, waren die Schlagzeilen durchaus kritisch. iFixit vergab 0 von 10 Reparaturpunkten. Vice titelte, die AirPods seien eine Tragödie und die New York Times besprach das Thema AirPods-Recycling sogar in einem einstündigen Podcast.

AirPods doch kein Umweltdesaster?

Will Oremus veröffentlichte auf Medium einen Beitrag, der die „Umweltfreundlichkeit“ von Apples AirPods thematisiert. Im Vorfeld wandte er sich mit ein paar Fragen an Apple und war ganz überrascht, dass er überhaupt eine Antwort erhielt.

Apple stritt nicht ab, dass der Akku in dem Gerät mit der Zeit natürlich nicht die Kapazität halten könnte. Doch der Hersteller aus Cupertino betonte, dass sich die AirPods, entgegen der landläufigen Meinung, doch recyceln lassen. Nutzer könnten ihre alten AirPods auch bei Apple abgeben. Das Unternehmen nahm Sie bereits zurück, im Jahr als Sie verkauft wurden. Doch mittlerweile kann man Sie sogar explizit auf Apples Recycling-Webseite auswählen, auf der man auch eine Paketmarke zum Einsenden ausdrucken kann.

„Wichtige Komponenten“ werden recycelt

Apple gab lediglich an, dass man wichtige Komponenten der Geräte recyceln würde. Das Unternehmen kooperiert dafür aber mit Recyclingunternehmen auf der ganzen Welt und vermittelte Oremus den Kontakt zu „Wistron GreenTech“, einer Tochter des chinesischen Unternehmens, das für Apple unter anderem einige iPhone-Modelle zusammenbaute.

Apple zahlt drauf

Der Sprecher von „Wistron GreenTech“ ging nicht ins Detail, erklärte Oremus allerdings, dass Apple für das Recycling bezahlen würde. Und zwar gleicht der iPhone-Hersteller offenbar den Unkosten-Anteil aus, den das „Wistron GreenTech“ hat, wenn es eine Rechnung aufmacht zwischen den Ressourcen, die es zu Geld machen konnte und den Arbeitsstunden der Mitarbeiter und weiteren Ressourcen, die dafür notwendig waren. Apple zahlt also drauf bei jedem AirPod, der recycelt wird, da es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich ist, die Kopfhörer gewinnbringend zu recyceln.

Denken Sie einfach an Ihren eigenen Hausmüll. Das Recycling von Papier ist für Sie gratis, da die Recyclingunternehmen damit noch Geld verdienen können. Für die Restmülltonne müssen Sie aber Geld zahlen.

Apple mit eigenem Recycling-Think-Tank

Der iPhone-Hersteller hat übrigens im Mai 2019 in Austin, Texas, ein „Material Recovery Lab“ ins Leben gerufen. Die Mitarbeiter dort machen sich Gedanken, wie Materialien aus alten (Apple-)Produkten sinnvoll wieder verwendet werden können und wie man Apple-Geräte besser recyceln kann.

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