Was jetzt alles ans Licht kommt…

So gierig ist Apple: Geheime Dokumente zeigen, wie man bei App-Abos abkassieren wollte

Wie ihr sicherlich mitbekommen habt, hat Apple-Chef Tim Cook sich in dieser Woche mit weiteren Tech-CEOs vor dem US-Kongress in einer Anhörung zu Verantworten gehabt. Es ging dabei um das Thema Online-Plattformen und deren Marktmacht, also um (App) Stores und Dienste - und um die App-Abos.

Von   Uhr

Dabei kam nun ans Tageslicht, was Apple eigentlich einmal geplant hatte, oder sagen wir besser, was Apple erwogen hat: Man wollte nicht die heute bekannten 30 Prozent bei Abonnements, die über den iOS App Store abgeschlossen werden einbehalten, sondern gleich 40 Prozent. Das geht aus Dokumenten hervor, die laut dem Online-Magazin MacRumors der US-Regierung vorliegen.

Was jetzt alles ans Licht kommt…

Demnach sendete Apples Service-Chef Eddy Cue im März 2011 eine E-Mail an drei weitere Führungskräfte und schlug vor, Apple solle „nur für das erste Jahr 40 Prozent verlangen", aber man müsste jetzt erst einmal „ein paar Geschäftsmodelle" ausarbeiten, damit Apple „sieht, welcher Weg richtig ist".

Einer der Führungskräfte, Jai Chulani, schrieb zurück, dass Apple vielleicht ruhig auf etwas Geld verzichten solle und 30 Prozent im ersten Jahr der Abonnements verlangen könnte. Damals bezogen sich diese Überlegung aber vor allem auf digitale Inhalte wie Hulu auf dem Apple TV, und nicht auf Apps, die auf iPhone und iPad liefen. Diese In-App-Abos waren gerade im Februar 2011 eingeführt worden.

Apple entschied sich schließlich für eine 30-prozentige Kürzung der über den App Store gekauften Abonnements und senkte diesen Satz später für länger laufende Abonnements: Wenn Kunden heute ein Abonnement innerhalb einer App abschließen, erhält Apple 30 Prozent für das erste Jahr und 15 Prozent für das zweite Jahr beziehungsweise für alle Folgejahre.

In der Anhörung wies Apple-CEO Tim Cook daher auch explizit daraufhin, dass das Gebührenmodell für den App Store seit der Einführung nicht geändert wurde und das man im Gegenteil sogar eine Kürzung auf 15 Prozent vorgenommen hat.

Was meint ihr zu diesem Einblick? Findet ihr, Apple sollte mehr für die Entwickler tun und an dem Modell nun langsam einmal etwas ändern?

Mehr zu diesen Themen:

Diskutiere mit!

Hier kannst du den Artikel "So gierig ist Apple: Geheime Dokumente zeigen, wie man bei App-Abos abkassieren wollte" kommentieren. Melde dich einfach mit deinem maclife.de-Account an oder fülle die unten stehenden Felder aus.

Überschrift und Inhalt stimmen mal wieder nur bedingt überein: EINER hatte die Idee von 40 %, auf 30 hat man sich geeinigt. Am Ende sind es 30 % im Appstore geworden (was branchenüblich ist) - und für Abos in den Folgejahren nur 15 %. Inwiefern hier die Wortwahl "gierig" gerechtfertigt ist bleibt wahrscheinlich ein Geheimnis des Autoren.

Eigentlich ist es schon bezeichnend. Aber wir haben ja Meinungsfreiheit, auch wenn die Meinung in sich widersprüchlich ist. Schade nur, dass man den Artikel überhaupt gelesen hat.

gast22: Genau das selbe habe ich auch gedacht. Wenn man "gierig" wenigstens in Anführungszeichen gesetzt hätte. Sowas ist schon fast ein Grund, das Mac Life Abo zu kündigen ... Fake-Überschriften sind genau so schlimm wie Fake-News !!!

Die einzig gierigen sitzen bei MacLife und möchten durch reisserische Überschriften auf Teufel komm raus Klickbaiting betreiben! Damit sie möglichst viel Kohle von den Werbeträgern bekommen. MacLife ist zum schlimmsten Schmierblatt der Mac-Community verkommen...

Das nennt man dann wohl Qualitätsjournalismus :-P

Es ist schon eine gewaltige Frechheit sowas zu schreiben. Ich bin fassungslos. Apple ist gierig? Jeder Mensch weiß das Apple die beste Firma der Welt ist und überall wo es geht für soziale Belange einsteht. Lohnerhöhungen, Umweltschutz, Spenden. Völlig selbstlos gibt Apple an die Schwächeren wo es immer möglich ist. Und auch die Preise der wundervollen und tollen Apple-Produkte sind äußerst günstig. Also ich lasse hier doch nicht Apple beleidigen.

Ich weiß, Ihr Posting zielte darauf auf diejenigen, die Apple hier verteidigen oder sich zumindest gegen die reisserische Überschrift beschweren als Fanboys zu bezeichnen. Letztlich führt es aber nur dazu, dass man sie als Apple Hater erkennt, der jede Möglichkeit nutzt, sich auf Apple Seiten herumzutreiben und zu trollen was das Zeug hält.
Wer Ahnung von der Materie hat, also vermutlich nicht Sie, auch wenn durchaus die Möglichkeit besteht, dass sie durchaus wissen was als nächstes kommt, Sie es aber schlicht ignorieren, da man ja sonst nicht über Apple herziehen könnte, weiß dass die Appstores sich was Gebühren angeht kaum unterscheiden. Die 70/30% Regel gilt überall und an In-App Käufen wollen auch alle verdienen. Dass Apple für Amazon am Anfang eine Ausnahme gemacht hat, war deren Glück. Dass diese Ausnahme nun nicht mehr besteht, ist fair allen anderen im AppStore gegenüber.
Und nun die absolute Sensation: Man muss im AppStore keine Im-App Käufe anbieten, wie Amazon (und Spotify usw.) selbst zeigen. Möchte man den bequemen Weg über die App, zahlt man die Kosten für die bereitgestellte Infrastruktur. Möchte man das nicht, dann läuft es eben über den Browser. Absolut kein Problem.

Kommen Sie Gast22, so einen Blödsinn können doch nur Sie schreiben... Und Ihre Rückschlüsse sind abenteuerlich wie immer. Ja Apple geht den Bach hinunter, daher sparen Sie nun auch beim Design. Und vola der neue Mac bekommt eben das IOS übergestülpt. Die neuen Arm Prozessoren werden billiger produziert als die bisherigen und bei den neuen Mac werden die Preise in den Himmel schießen. Uuuuund..... ihre Aktien auch lieber Gast22, und um das geht es ihnen ja. Nur bedenken Sie, solch ein Geschäftsgebarren befriedigt zwar die Finanzwelt, doch führt in den Untergang.

Na Mutti-Wähler, dann doch lieber zur Mutti bevor man hier Blödsinn schreibt... Apple hat nichts mit Mac Life zu tun. Ich bin langjähriger Apple User aber sicherlich kein Fanboy. - Aber das z.B. iPhones, Macbooks oder iMacs in sehr vielen Dokus und Filmen auftauchen, zeigt, wie weit die sind. Apple braucht kaum Werbung zu machen, das machen die anderen Medien von alleine - das die Fa. Apple mittlerweile 2 Billionen $ wert ist, zeigt alles in allem, das Apple m.S. nicht "den Bach runter geht" und in der Tat werden alle Apple Produkte tendenziös preiswerter werden, wirklich viel billiger wohl eher nicht.

Wlli Zaster - das trieft ja derartig. So eine Schlemmerei braucht kein Mensch. Apple ist eine gute Company. Ich bin mit denen seit 20 Jahren alles in allem sehr zufrieden aber weit davon entfernt , ein Apple-Fanboy zu sein. - Macht morgen Linux, Microsoft was wirklich besseres, würde ich auch mal umsteigen - aber "all in all" ist das nix in Sicht. - Sicherlich tut Apple auch viel für Schwächere, hat aber auch seine Schwächen bei manchen Produkten - sollte es als "Sarkasmus oder Parodie" gemeint sein, ist die sehr schlecht gelungen - Eins stimmt bei Apple wirklich: Viel Erfolg, viele Neider!

Wenn man es genau liest, hätte Apple bei der ursprünglichen Idee sogar weniger verdient. Bei Abos 40% für das erste Jahr - und dann nichts mehr...? Wären 40% in zwei Jahren. Jetzt sind es 30 + 15 = 45%...! Und jedes weitere Jahr noch mal 15%...
Oder habe ich etwas falsch verstanden?

Du hast es falsch verstanden! Im ersten Jahr verlangt Apple 30% vom Umsatz, ab dem 2. Jahr verlangt Apple 15% vom Umsatz! Die Prozentsätze darf man nicht addieren!

Nicht? Ich meine jetzt die Einnahmen auf zwei Jahre hochgerechnet - dann rechne ich selbstverständlich die Prozente zusammen.

Nein, tust Du natürlich nicht!

Beispiel:
Abo kostet 5.-€ im Jahr.
Nach Deiner Rechnung sind das auf 2 Jahre 10€ Gesamtumsatz, davon 45% = 4,50€

In Wahrheit sind es aber im ersten Jahr 30% von 5€ = 1,50€
und im zweiten Jahr 15% von 5€ = 0,75€
In Summe: 2,25€

Hey - ich bin wirklich ein Mathe-Genie! Ich erfinde völlig neue Berechnungen! :-D
Stimmt natürlich, was du schreibst. Trotzdem sind die 40% für das erste Jahr nur 2€. Meine Frage war eigentlich, was bei diesem Modell in den Folgejahren berechnet werden sollte. Davon stand nichts. Wenn tatsächlich nichts berechnet worden wäre, wäre es günstiger.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.