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Einfach besser notieren: Die besten Notizen-Apps im Überblick

Notizen-Apps eignen sich hervorragend, um Geistesblitze festzuhalten oder in Etappen an längeren Texten zu arbeiten. Wir zeigen die Möglichkeiten von Apples Bordmittel und stellen Alternativen aus dem App Store vor, die mehr Funktionen und Komfort bieten. Dazu zählen Snipnotes, Memo, Bear, Drafts in der Version 5, Agenda und Simplenote.

Zwar haben die meisten Notizen nur eine kurze Halbwertszeit, aber praktisch sind sie fraglos, um Einkaufszettel zusammenstellen, Ideen festzuhalten oder Denkanstöße, die sich während eines Gesprächs ergeben, zu notieren. Das für macOS und iOS verfügbare Bordmittel „Notizen“ leistet hier grundsätzlich gute Dienste.

Bibliothek mit iCloud-Integration

Besonders praktisch ist Apples Apps dank der Integration des Onlinespeicherdienstes iCloud. Auf einem iPhone verfasste Notizen stehen somit auch auf einem Mac oder iPad zur Verfügung, die mit dem gleichen iCloud-Konto verbunden sind. Praktischer noch: Mit dem Plus-Piktogramm am oberen Bildschirmrand kann man Zugriff auf eine Notiz gewähren und Familie, Freunde oder Kollegen zur Mitarbeit einladen. So kann man beispielsweise gemeinsam den Wocheneinkauf abhaken. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, denn löscht der Ersteller eine geteilte Notiz, verschwindet diese auch bei den übrigen Beteiligten.

Ein weiteres großartiges Feature: Alle Notizen sind auch auf der Webseite „www.icloud.com/notes“ – und damit theoretisch von jedem internetfähigen Gerät aus – verfügbar und lassen sich im Browser auch bearbeiten. Allerdings bringt der praktische iCloud-Unterbau auch Nachteile mit sich: Die App speichert die Einträge nicht als verfügbare Dateien in der iCloud, sondern als unzugängliche Einträge in einer Datenbank. Dieser Käfig verhindert, dass man die einzelnen Texte mit anderen Anwendungen bearbeiten kann. Bedingt Abhilfe schaffte das kostenfreie Programm „Exporter“. Die Anwendung aus dem Mac-App-Store exportiert alle Notizen in ein beliebiges Verzeichnis; ordentlich in Verzeichnisse und Unterverzeichnisse gegliedert. Um die Formatierungen aus den Notizen zu erhalten, setzt Exporter auf das Markdown-Auszeichnungsformat. Leider bleiben beim Export allerdings Anhänge und Zeichnungen auf der Strecke.

Überladenes Mauerblümchen

Wer sich in die Möglichkeiten der schlicht anmutenden Notizen-App einarbeitet, entdeckt zahlreiche praktische Funktionen. Beispielsweise ist es möglich, Fotos, Grafiken oder farbige Freihand-Zeichnungen in Notizen einzufügen. Formlose Listen kann die App in Checklisten umwandeln und Text als fett, kursiv sowie unter- und durchgestrichen auszeichnen. Sogar Absatzformate, mit denen man markierten Text als Titel, Überschrift oder Fließtext auszeichnet, oder die Möglichkeit, Tabellen einzufügen, hat die App an Bord. Mit dieser Ausstattung kratzt Apples Notizen-App an der Grenze zur Textverarbeitung.

Um zu dieser Kategorie aufzuschließen, fehlen dem Standardprogramm allerdings zahlreiche Funktionen. So kann man die Absatzformate nicht anpassen oder Zeichen und Wörter zählen lassen. Zudem besteht die App auf formatiertem Text. Formatierungsfreien Reintext, der sich besser in anderen Anwendungen verarbeiten lässt, kann die App nicht erzeugen. Zwar können Anwender in ihren Notizen suchen, aber Gefundenes zu ersetzen ist nur in der Mac-Version möglich. All dies kann man mithilfe der Apple-App „Kurzbefehle“ nachrüsten – doch selbst so entsteht nur eine Bastellösung.

Gelöscht ist nicht gelöscht

Durch eine Wischgeste von rechts nach links oder einen Tipp auf das Papierkorb-Symbol kann man eine Notiz löschen. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese für immer verloren ist. Apple hat – wie in der Fotos-App – ein Sicherheitsnetz gespannt: Alle gelöschten Dokumente werden dreißig Tage lang im Ordner „Zuletzt gelöscht“ verwahrt und können so zurückgeholt werden. Bis zur dauerhaften Löschung kann es laut Apple vierzig Tage dauern.

Schnellere Geistesblitze

Wer auf dem iPhone oder dem iPad das Widget für Apples Notizen-App einrichtet, der kann Ideen noch schneller festhalten. Mit einem Wisch von links nach rechts erscheint auf iOS-Geräten die „Heute“-Ansicht, in der das Widget Zugriff auf die vergangenen drei Texte sowie die Möglichkeit, einen neuen Schmierzettel zu beginnen, anbietet.

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