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Diskussion: Wer sollte den Apple App Store kontrollieren

Tech Crunch öffnet die Diskussion um den App Store mit der Behauptung, Apple habe die nachhaltige Kontrolle über das Angebot verloren. Die teils restriktive Politik aus Cupertino verdeutliche die Notwendigkeit einer Regulierung. Der Marktplatz ist zu groß, um ihn allein der Kontrolle von Apple zu überlassen. Doch wer sollte über das Angebot wachen? Der Jugendschutz? Der Datenschutz? Der Verbraucherschutz?

Die Kontrolle von Apple über den App Store sei nicht mehr nachhaltig. Die restriktive Politik von Cupertino verdeutlicht die Notwendigkeit einer Regulierung, schreibt Tech Crunch und stößt damit eine Diskussion an, die sich verselbständigen könnte. Denn in Hongkong folgt Apple den Direktiven aus Peking. Im letzten Transparenzbericht von Apple sind für das zweite Halbjahr im vergangenen Jahr mehr als 500 Apps in China aus dem Angebot genommen worden – stets auf Geheiß von Regierungsbehörden.

Auf Seiten von Apple ist der App Store essentiell, denn mit jedem Download und jedem In-App-Kauf verdient Apple seine Prozente. Durch Angebote für Apple Arcade und Apple News-Plus wird Apple zum Gatekeeper für Spieleentwickler und Qualitätsmedien. Die Endstufe ist Apple TV+, mit dem sich Apple seine eigene Einschaltquote schafft.

Oder wie Apple formuliert: Für Kunden soll [der App Store] ein sicherer und vertrauenswürdiger Ort sein, um Apps zu entdecken und zu laden – und für alle Entwickler eine großartige wirtschaftliche Chance.

Einerseits ist Apple selbst eine Marktmacht, die iPhone-Nutzer an sich bindet. Zum anderen weckt dieser Markt Begehrlichkeiten. Doch wer soll über die Regeln auf dem Marktplatz der iPhone-Apps wachen, wenn Apple mit dem Angebot Politik macht? 
Der Datenschutz, wenn Apps tricksen und den Nutzer ausspionieren oder tracken?
Der Verbraucherschutz, weil Apple den Zugang kontrolliert?
Der Jugendschutz, weil man in Apple Arcade eine große Spiele-Konsole sehen kann?

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Es ist schlimm, was hier mit den Lesern gemacht wird. Da wird ein Thema bewusst in die Medien gedrückt und solange von allen Seiten beleuchtet, bis die Zitrone ausgequetscht ist.

Es gibt viele Märkte auf der Welt. Der Store von Apple ist nicht der einzige für digitale Inhalte. Ebenso gilt das für den Automarkt, den Geldmarkt usw. Auf allen Märkten müssen nationale Gesetze berücksichtigt werden. Die Autos für Europa folgen anderen Gesetzen als denen in den USA usw. Jeder weiß das.

Wer nun solch einen starken Eingriff in ein Marktsegment fordert oder auch nur darüber diskutieren will, der hat die Gesetze der Ökonomie nicht verstanden. Auch die deutsche Politik unternimmt stets viel, damit es der Wirtschaft gut geht. Nicht nur die ehemalige Bundesbahn und die Bundespost sind privatisiert. "Die Anstalt" vom ZDF hat da in der Vergangenheit genug aufgedeckt. Und so ist es weltweit. Geld regiert die Welt, oder ist es purer Zufall dass z.B. US-Präsidenten Milliardäre sind?

Was soll also solch eine Diskussion bewirken? Es ist ein Thema aufgegriffen worden, dass der Mainstream für sich als Einnahmequelle entdeckt hat. Und darauf reitet nun auch Technik Crunch und ebenso MacLife. Mehr ist es nicht.Schon in ein paar Wochen ist das Thema aus den Medien und die nächste Story wird durch die Medien getrieben.

Jetzt kann ja jemand sagen: Ja, aber da geht es nicht um Politik und die Menschenrechte und so etwas alles. Leute, darum geht es doch gar nicht. Es geht um Manipulation. Ablenkung von eigenem Politikversagen. Verdrehung von Tatsachen. Einseitige Berichterstattung. Das alles ist doch nichts Unbekanntes.