Bedenkliche Entwicklung?

CarPlay bei BMW im Abo: Jährliche Gebühr für In-Car-System

CarPlay bei BMW im Abo. Hat auf der Detroid Motor Show ein Verantwortlicher des Münchener Autoherstellers eine Wende beim In-Car-Entertainment-System angekündigt? In Zukunft würden Kunden im Abo zur Kasse gebeten. Begründet wird diese Entscheidung natürlich mit mehr Flexibilität. Tatsächlich wird dieses Modell hierzulande aber schon praktiziert.

Von   Uhr

Die meisten Kollegen werden heute vermutlich Meldungen von US-Techblogs aufgegriffen haben. Darin heißt es, dass BMW plant den Support für CarPlay als Abo anzubieten. Das ist in Deutschland allerdings bereits Realität.

Bei BMW zahlt man für CarPlay extra

Dabei ist das „Angebot“ keine echte Wahlmöglichkeit. Denn wenn Sie gerne BMW fahren oder Auto-Fan sind, wissen Sie, dass der Autohersteller aus Süddeutschland sich viele Dinge gerne extra bezahlen lässt.

Dies trifft schon jetzt auf die Verwendung von Apples CarPlay zu. Auch das Abo-Modell ist in Deutschland bereits vorhanden. Die „CarPlay Vorbereitung“ für BMWs ab einem Produktionsdatum „Juli 2016“ oder neuer kostet Sie entweder 110 Euro für 12 Monate oder aber 300 Euro für 36 Monate. Natürlich kommt diese Gebühr noch zu den Kosten dazu, die für das passende Entertainment-System mit Navigation im Auto vorhanden sein müssen, damit CarPlay überhaupt funktioniert.

Mehr Flexibilität für US-Nutzer

BMW-Käufer in den USA haben diese Art der Flexibilität bis dato noch nicht kennen gelernt. Doch ab 2019 sollen diese Modalitäten ebenfalls für BMW-Kunden in den Vereinigten Staaten von Amerika gelten.

Anzeige

Im Rahmen der Detroit Motor Show hatte Don Smith, Produktmanager für BMW in den USA, gegenüber The Verge die Katze aus dem Sack gelassen. Es gäbe Kunden, die CarPlay gar nicht nutzen und solche, die irgendwann von iOS zu Android wechseln. Die würden dann deutlich flexibler mit dem neuen 12-monatigen Abo.

Wir haben die BMW-Pressestelle in Deutschland zu dieser Angelegenheit trotzdem kontaktiert. Etwaige Stellungnahmen werden wir hinzufügen, sobald sie uns vorliegen.

Aus Erfahrung klug

Bevor ich aber zu schadenfroh bin: Ich selbst gucke mittlerweile bei Meldungen über Autos und Technologie immer zweimal hin, da mir vor Jahren selbst der Fehler unterlief, die Information nicht auszuwerten. Denn wir leben zwar in einer Zeit der Globalisierung. Doch tatsächlich bieten die Hersteller noch lange nicht überall auf der Welt das gleiche an.

Anzeige

Mehr zu diesen Themen:

Diskutiere mit!

Hier kannst du den Artikel "CarPlay bei BMW im Abo: Jährliche Gebühr für In-Car-System" kommentieren. Melde dich einfach mit deinem maclife.de-Account an oder fülle die unten stehenden Felder aus.

BMW und Apple - ein Club!

Abo ohne mich, mir reicht mein Navi Pro ohne Connected Drive und ohne Apple Car Play von BMW und ich bin Fan beider Marken.

Wie mit den Apps jetzt kommt das nächste Abo Modell der Kunde wird hinnehmen er hat sich daran gewöhnt irgendwann kommt das Abo für die Home Pod usw

Dann eben ohne carplay.
Abo geht jedenfalls gar nicht.

Dann lieber keinen bmw.
Andere Hersteller können Carplay und Android Auto auch ohne Abo anbieten.

Mimimi, wir haben alle so viel Geld, aber ein Abo, Das geht garnicht!

Erstklassign, dieses hochsachliche und fundierte Argument...
/ironieaus

Abo hin oder her! Was BMW bis dato ohne CarPlay “verbrochen” hat, also nur mit connected drive und den an einer Hand zählbaren supported Apps grenzt ja schon an Ironie. Wenn CarPlay funktioniert, dann ok.
Beim Preis eines BMW sind die 110 bzw 300er auch schon egal. Was mich ärgert ist aber, dass mein F31 (Bj 3/2016) kein CarPlay kann - was haben die bei BMW denn bis dahin gemacht??? 0815 Hersteller haben das wohl besser im Griff.
Aber wir wollen ja zum Glück noch AUTOfahr n und nicht in einem IPhone sitzen...

Volltreffer! Netter Beitrag auf den Punkt. :)

Ja selbst in einem 10.000 Euro Citroen C1 kann man CarPlay.

Ich kann da nur von audi sprechen da heist es estweder man kauft sich das Große Navi oder Apple Carplay beides nicht kominierbar somit überflüssig

Ja, die deutschen Autobauer sind weltspitze im Abkassieren. Besonders bei ihren treuesten Kunden. Der Deutsche liebt halt seine Blechkarre und zahlt dann für jeden Scheiß Aufpreis, was in den meisten anderen Ländern nicht möglich ist. Das Auto, des Deutschen Geldvernichtungsmaschine aus Eitelkeit Nummer 1.

Nicht nur BMW hat's drauf. Bei meinem VW Golf Sportsvan würde der Freischaltcode (keine zusätzliche Hardware) für CarPlay gute 200,- € kosten. Kundenfreundlichkeit sieht anders aus.

Über diese Gebühren versuchen die Autobauer sich nur abzuschließen. Es gab ja Verhandlungen zwischen Apple und einigen deutschen Autobauern für das Apple Car. Doch man wurde sich nicht einig. BMW, Mercedes und Audi haben nicht umsonst Nokias Next aus der Insolvenzmasse ersteigert. Man will damit ein eigenes zukunftsfähiges System einrichten. CarPlay oder Android Auto sind ein Service, aber damit geben die Autobauer die Kontrolle ab.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.