
Bendgate und Touch Disease (2014)
Das „Bendgate“ aus 2014 ist ein schöner Beleg dafür, wie die von Medien produzierte Meinung manchmal trotzdem stark von der Realität abweicht und nicht von den Kunden angenommen wird.
Alles fing mit Erfahrungsberichten von Käufern in erster Linie des iPhone 6 Plus an. Die berichteten nach einer Weile, dass das iPhone sich „verbogen“ hätte. Der Name für das Gate stammt vom englischen „bend“ für verbiegen. Sie schworen Stein und Bein, sie hätten die Geräte nur in Ihren Hosentaschen getragen und es sich aber trotzdem verbogen.
„Viral“ ging das Thema dann auch dank des Kanadiers Lewis Hilstenegers und dessen Video auf seinem YouTube-Kanal „Unbox Therapy“. Das wurde bis heute über 71 Millionen Mal angesehen. Hilsteneger versuchte das iPhone 6 Plus vor laufender Kamera mit bloßen Händen zu verbiegen.
Das war der Zeitpunkt, an dem Apple sich genötigt sah, eine Erklärung abzugeben. Das Gerät, so erklärte Apple, halte „ausreichend“ Druck stand. Tests auch von anderen Verbraucherorganisationen zeigten aber, dass sowohl das iPhone 6 als auch vorheriger iPhones deutlich weniger anfällig waren. Vergleichbar mit der Situation beim iPhone 4 und Antennagate ware es ein Konstruktionsfehler und ein günstigeres Material, das beim Chassis zum „leichteren“ Verbiegen führte.
Apple war aber natürlich „not amused“, das immer weiter auf dem Thema rumgehackt wurde. Das zeigte sich auch daran, dass Redakteure der Computer BILD, die relativ spät auf den Bendgate-Zug aufsprangen, vorerst keine Rezensionsmuster mehr erhalten sollten. Doch Springer wäre nicht Springer, hätte es das Thema nicht zum Politikum gemacht. Am Ende bekamen auch die Redakteure der Computer BILD doch auch wieder iPhones zum Test und war vielleicht alles gar nicht so schlimm?
Bendgate gehört leider zu den Schattenseiten der iPhone-Produktion, und das, obwohl sich so viele iPhone 6 (Plus) weltweit verkauften. Die Berichte darüber mögen sensationsheischend gewesen sein. Doch womöglich ist das Verbiegen verantwortlich für etwas, das als „Touch Disease“ (dt. in etwa „Berührungskrankheit“) bezeichnet wird. Apple gibt diese „Krankheit“ zwar zu, sie soll aber andere Ursachen haben. In einer Sammelklage in den USA versucht man der Wahrheit auf den Grund zu gehen, wie aus den Unterlagen einer Sammelklage in den USA hervorgeht. Richtig ist, dass bei einigen iPhone 6 (Plus) der Touchscreen nicht mehr korrekt verwenden lässt. Bauteile unter dem Display lösen sich ab, die für die Fehler verantwortlich sind. Apple spricht nicht von einem Konstruktionsfehler, hat aber beispielsweise ein Jahr später, beim iPhone 6s die Aluminium-Legierung deutlich verstärkt, in dem es Zink beimischte.
Doch das „Gate“ wird beinahe inflationär verwendet und die Sachverhalte, die wir Ihnen im folgenden schildern werden, haben nur selten etwas mit handfesten Skandalen zu tun. Es sei denn natürlich, Sie nehmen an, dass schlechter Handyempfang in der Liga von Watergate mitspielt. Oder der Sachverhalt, dass Farbe vom Gehäuse abgeht, oder ein Knick im Chassis des iPhones bei zu starkem Druck. Kennen Sie überhaupt schon eines der neusten „Gates“? Es hat mit der Schönheit der iPhone-XS-Nutzer zu tun.
Beide bieten 27 Zoll und 5K, zwischen ihnen liegen aber 700 Euro Preisunterschied. Was der BenQ besser kann, was er vermisst lässt und für wen er die richtige Wahl ist: unser ausführlicher Test.
Aber entscheiden Sie selbst, und vielleicht können wir Ihnen ja noch Informationen vermitteln, die Sie bislang noch gar nicht kannten.
Vielleicht können aber auch Sie uns noch helfen, indem Sie uns auf weitere „Gates“ hinweisen, die wir womöglich vergessen haben, möglicherweise auch deshalb, weil sie gar nicht so wichtig waren. Andere haben wir an dieser Stelle unerwähnt gelassen, da sie ursprünglich gar kein „Gate“-Etikett trugen. Diese Wortbindung wurde erst im Nachhinein hinzugefügt.

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Gate gar nicht.
Cool!
Ich musste so schmunzeln. Danke!
Mich verärgert nichts bei Apple! Weil ich Apple liebe!
Ich denke auch, dass die meisten "Gates" von der Presse hochstilisiert worden sind, einfach um eine Nachricht der Sonderklasse zu haben.
Ganz ehrlich: In vielen Fällen handelte es sich im Verhältnis zu den Millionen von verkauften Geräten doch nur um einen kleinen Bruchteil. Und den gibt es bei allen Produkten - weil: Nichts ist absolut!