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iOS 15: So könnte Apple Speicherplatz bei Videos sparen und dennoch die Qualität erhöhen

Wenn du ein Video in 4K und 60 Bildern pro Sekunde mit deinem iPhone aufnimmst, verbraucht das viel Speicherplatz. Eine neuer Standard soll dies verhindern und gleichzeitig die Qualität erhöhen.

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In den vergangenen zehn Jahren entwickelte das Frauenhofer Heinrich-Hertz-Institut eine neue Technologie für dein Smartphone, um Videoinhalte zu verkleinern und die gewohnte Qualität beizubehalten. Wie das Institut verkündet, waren an der Entwicklung auch Apple, Intel, Microsoft, Sony sowie weitere Technologie-Unternehmen beteiligt und lässt daher auf eine schnellere Integration hoffen.

Wieso ein neues Codec für Videos?

Grundsätzlich bietet beispielsweise Apple mit dem H.265-Codec, welches oft als HEVC bezeichnet wird, eine solide Basis, die gegenüber dem Vorgänger etwa die Hälfte an Speicherplatz einspart. Allerdings durch die aufkommenden 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde oder gar 8K-Aufnahmen steigt der Speicherbedarf rapide an. Mit H.266 beziehungsweise VVC, kurz für Versatile Video Coding, möchte man den nächsten Schritt gehen und beispielsweise auch das Streaming  – Zuhause und unterwegs – verbessern, indem man die Videodaten weiter reduziert. Wie man ausführt, benötigt ein 90-minütiges 4K-Video aktuell zehn GB Speicherplatz. Mit H.266/VVC soll der Datenbedarf auf rund fünf GB reduziert werden, während die Bildqualität unverändert bleibt. Daneben soll man mit dem neuen Codec auch High-Dynamic-Range-Videos sowie 360-Grad-Aufnahmen unterstützen. Doch dies könnte eine weitentfernte Zukunftsmusik sein.

Wird Apple H.266/VVC schon bald adaptieren?

Während die Vorteile auf der Hand liegen und jedem Nutzer Speicherplatz sparen können, sollte man nicht so schnell mit einer Integration in iOS oder andere Betriebssysteme rechnen. Schon der Vorgänger H.265 ging offiziell 2013 an den Start, aber Apple übernahm ihn erst mit iOS 11 im Jahr 2017, während Mac-Nutzer sich noch etwas länger gedulden mussten. Noch immer findet das Codec nicht überall gleichermaßen Verwendung, sodass auch eine Adaption des Nachfolgers noch Jahre dauern könnte. Der Videoexperte Alex Gollner twittert dazu, dass man das Codec wohl erst ab 2027 breitflächig verwenden wird. Allerdings könnte es dieses Mal auch schneller gehen, da Speicherplatz teuer ist und 8K-Inhalte sowie 4K-Videos mit hohen Bildraten weiter zunehmen. Außerdem sind führende Unternehmen wie Apple, Microsoft oder auch Qualcomm beteiligt, was eine schnelle Übernahme des Codecs möglich erscheinen lässt. 

Was meint ihr? Sollte Apple H.266 schnell übernehmen, um euch wertvollen Speicherplatz zu sparen oder nutzt ihr die Videofunktion ohnehin zu wenig? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

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