Apple und Qualcomm verlängern weltweite Patentvereinbarung
Apple und Qualcomm setzen ihre Zusammenarbeit bei der Lizenzierung von Patenten fort. Qualcomm hat bestätigt, dass die weltweite Patentlizenzvereinbarung mit Apple erneuert wurde. Der neue Vertrag soll am 1. April 2027 in Kraft treten.
- Apple und Qualcomm verlängern ihre weltweite Patentlizenzvereinbarung
- Der neue Vertrag tritt am 1. April 2027 in Kraft
- Zur Laufzeit und zu finanziellen Details gibt es keine Angaben
- Die Patentvereinbarung ist vom separaten Modemgeschäft zu unterscheiden
Details zur Laufzeit oder zu finanziellen Konditionen nannte Qualcomm nicht. John Han, Executive Vice President und General Manager von Qualcomm Technology Licensing, erklärte lediglich, das Unternehmen freue sich über die Verlängerung der Vereinbarung. Eine öffentliche Stellungnahme von Apple liegt bislang nicht vor.
Neue Vereinbarung folgt auf Vertrag von 2019
Die bisherige Regelung geht auf das Jahr 2019 zurück. Damals beendeten Apple und Qualcomm einen langwierigen Rechtsstreit, der sich unter anderem um Qualcomms Patentlizenzierung und ausstehende Lizenzzahlungen drehte.
Im Zuge der Einigung schlossen die Unternehmen eine sechsjährige globale Patentlizenzvereinbarung. Apple erhielt zudem die Möglichkeit, den Vertrag um weitere zwei Jahre zu verlängern. Diese Option wurde genutzt, sodass die bestehende Vereinbarung bis März 2027 läuft.
Bei einer Patentlizenz erhält ein Unternehmen das Recht, geschützte Technologien eines anderen Unternehmens zu nutzen. Im Mobilfunkbereich betrifft das häufig standardessenzielle Patente, die für technische Standards wie LTE oder 5G benötigt werden.
Die nun angekündigte Verlängerung setzt unmittelbar daran an und beginnt zum 1. April 2027. Qualcomm hat bislang allerdings nicht mitgeteilt, für welchen Zeitraum der neue Vertrag gilt.
Patentlizenz und Modemgeschäft sind getrennt
Die Vereinbarung betrifft die Nutzung von Qualcomms Patentportfolio und ist nicht mit der Frage gleichzusetzen, welche Modems Apple künftig in seinen Geräten verbaut. Apple entwickelt seit mehreren Jahren eigene Mobilfunkmodems und hat entsprechende Chips bereits in Teilen seines Produktportfolios eingesetzt.
Auch wenn Apple seine Abhängigkeit von Qualcomm bei Modemchips langfristig reduzieren sollte, kann das Unternehmen weiterhin auf Technologien angewiesen sein, die durch Qualcomms Patente abgedeckt werden. Die jetzt verlängerte Lizenzvereinbarung schafft hierfür zunächst einen vertraglichen Rahmen über März 2027 hinaus.









