Apple meldet Rekordquartal: iPhone und Mac legen deutlich zu
Apple hat heute Nacht seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2026 veröffentlicht. Der Konzern erzielte einen Umsatz von 114,5 Milliarden US-Dollar und übertraf damit den Vorjahreswert von 102,5 Milliarden US-Dollar um zwölf Prozent. Der Nettogewinn stieg von 27,5 auf rund 30,7 Milliarden US-Dollar. Auch beim Gewinn je Aktie konnte Apple zulegen: Dieser erhöhte sich von 1,85 auf 2,10 US-Dollar.
- Apple steigert den Quartalsumsatz um zwölf Prozent auf 114,5 Milliarden US-Dollar
- Der Nettogewinn wächst auf rund 30,7 Milliarden US-Dollar
- iPhone-Umsatz steigt um rund 17 Prozent, Mac-Umsatz um rund 24 Prozent
- Services erreichen mit 31,6 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekord
- iPad und Wearables verlieren Umsatz gegenüber dem Vorjahr
Damit stellte Apple neue Rekorde für ein Septemberquartal beim Gesamtumsatz, beim iPhone-Umsatz und beim Gewinn je Aktie auf. Die Services-Sparte erreichte sogar einen neuen absoluten Höchstwert. Das vierte Geschäftsquartal endete am 26. September 2026 und umfasst damit im Wesentlichen die Monate Juli bis September.
iPhone und Mac treiben das Wachstum
Besonders deutlich fiel das Wachstum im iPhone-Geschäft aus. Apple erwirtschaftete mit seinen Smartphones einen Quartalsumsatz von 57,6 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von rund 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit bleibt das iPhone mit Abstand die wichtigste Umsatzquelle des Unternehmens.
Im September hatte Apple unter anderem das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max und das neue iPhone Duo vorgestellt. Die jüngsten Modelle sollen auch das Geschäft im wichtigen Weihnachtsquartal unterstützen.
Noch stärker entwickelte sich der Mac-Bereich. Hier stieg der Umsatz um rund 24 Prozent auf 10,8 Milliarden US-Dollar. Apple verwies in der anschließenden Telefonkonferenz insbesondere auf die Nachfrage nach dem MacBook Neo und dem MacBook Pro.
Weniger erfreulich verlief das Quartal dagegen für das iPad. Der Umsatz sank um rund zehn Prozent auf 6,2 Milliarden US-Dollar. Auch die Sparte Wearables, Home und Zubehör musste einen Rückgang hinnehmen. Hier erzielte Apple 8,3 Milliarden US-Dollar, rund acht Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Services erreichen neuen Höchststand
Weiterhin wichtig für Apples Geschäft sind die Einnahmen aus digitalen Dienstleistungen. Die Services-Sparte erzielte im vierten Quartal einen Umsatz von 31,6 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von rund zehn Prozent und einem neuen Allzeithoch.
Zu diesem Geschäftsbereich gehören unter anderem der App Store, iCloud, Apple Music und verschiedene Abonnementangebote. Apple berichtete von Rekordumsätzen bei Videoangeboten, Cloud-Diensten, Zahlungsdiensten und Werbung.
Auch die Zahl der kostenpflichtigen Abonnements wächst. Nach Angaben des Unternehmens gibt es inzwischen mehr als 1,5 Milliarden bezahlte Abonnements über die verschiedenen Dienste und Plattformen hinweg.
Gerade dieser Geschäftsbereich ist für Apple wirtschaftlich interessant, da digitale Dienstleistungen deutlich höhere Margen erzielen als der Verkauf von Hardware.
Die Bruttomarge zeigt, welcher Anteil des Umsatzes nach Abzug der direkten Kosten für Produkte und Dienstleistungen übrig bleibt. Eine Bruttomarge von 47,9 Prozent bedeutet, dass Apple von 100 US-Dollar Umsatz rechnerisch 47,90 US-Dollar behält, bevor unter anderem Forschung, Verwaltung und weitere Betriebskosten berücksichtigt werden. Je höher die Bruttomarge, desto profitabler ist das Geschäft auf dieser Ebene.
Rekordjahr mit fast 479 Milliarden Dollar Umsatz
Nicht nur das vierte Quartal verlief erfolgreich. Auch über das gesamte Geschäftsjahr 2026 hinweg erreichte Apple neue Höchstwerte.
Der Jahresumsatz stieg von 416,2 Milliarden auf 478,8 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von rund 15 Prozent. Beim Nettogewinn ging es von etwa 112 Milliarden auf 132,2 Milliarden US-Dollar nach oben.
Auch regional entwickelte sich das Geschäft überwiegend positiv. Besonders deutlich stiegen die Umsätze in China mit einem Plus von rund 21 Prozent. In Europa legten die Erlöse um etwa 11,5 Prozent zu. Lediglich in Japan verzeichnete Apple einen leichten Rückgang.
Für Apple war es zugleich der erste Quartalsbericht unter dem neuen CEO John Ternus, der Anfang September die Führung von Tim Cook übernommen hatte.
Höhere Speicherpreise belasten die Aussichten
Trotz der Rekordzahlen gibt es auch Faktoren, die Apples Profitabilität beeinflussen. Die Bruttomarge lag im abgeschlossenen Quartal bei 47,9 Prozent. Dabei profitierte Apple allerdings von Rückerstattungen bereits gezahlter Zölle, die sich mit ungefähr einem Prozentpunkt positiv auswirkten.
Für das laufende Weihnachtsquartal erwartet Apple eine niedrigere Bruttomarge zwischen 45 und 46 Prozent. Als Gründe nannte Finanzchef Kevan Parekh unter anderem höhere Speicherpreise und zusätzliche Kosten im Zusammenhang mit Siri AI.
Beim Umsatz rechnet der Konzern dagegen mit weiterem Wachstum. Für das Dezemberquartal stellt Apple ein Plus zwischen sieben und zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr in Aussicht. Nach Einschätzung des Unternehmens könnte es damit zum umsatzstärksten Quartal seiner Geschichte werden.
Eine weitere Herausforderung bleiben Lieferengpässe. Apple erklärte, dass die Verfügbarkeit bestimmter Produkte bereits im Septemberquartal das Wachstum bei iPhone, Mac und iPad eingeschränkt habe.









