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Forschung und Entwicklung

Apple steigert Forschungsausgaben um 11 Milliarden Dollar – KI treibt Kosten

Apple gibt deutlich mehr Geld für Forschung und Entwicklung aus. Im Geschäftsjahr 2026 stiegen die Ausgaben um rund elf Milliarden US-Dollar. Vor allem Investitionen in künstliche Intelligenz spielen dabei eine wichtige Rolle.

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Apple hat seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Geschäftsjahr 2026 deutlich erhöht. Wie aus den offiziellen Geschäftszahlen hervorgeht, investierte der Konzern insgesamt 45,77 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung neuer Produkte und Technologien. Im Vorjahr waren es noch 34,55 Milliarden Dollar.

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Das entspricht einem Anstieg um 32 Prozent beziehungsweise rund 11,22 Milliarden Dollar innerhalb eines Jahres. Umgerechnet gab Apple damit durchschnittlich etwa 125 Millionen Dollar pro Tag für Forschung und Entwicklung aus.

Quickread: Auf einen Blick
  • Apple investierte 2026 rund 45,77 Milliarden Dollar in Forschung und Entwicklung.
  • Die Ausgaben stiegen gegenüber dem Vorjahr um 32 Prozent.
  • Das entspricht durchschnittlich rund 125 Millionen Dollar pro Tag.
  • Künstliche Intelligenz und höhere Infrastrukturkosten treiben die Ausgaben.
  • In den letzten beiden Quartalen blieben die Forschungskosten nahezu unverändert.

Forschungsausgaben wachsen schneller als der Umsatz

Bemerkenswert ist vor allem das Verhältnis zwischen Forschungsausgaben und Umsatzentwicklung. Während Apples Jahresumsatz um rund 15 Prozent auf 478,83 Milliarden Dollar stieg, legten die Ausgaben für Forschung und Entwicklung mehr als doppelt so schnell zu.

Inzwischen fließen damit knapp zehn Prozent des gesamten Jahresumsatzes in diesen Bereich. Im Geschäftsjahr 2025 lag der Anteil noch bei rund acht Prozent.

Die Zahlen zeigen, dass Apple einen wachsenden Teil seiner Einnahmen für die Entwicklung zukünftiger Produkte und Technologien einsetzt. Welche einzelnen Projekte wie viel Geld erhalten, geht aus der veröffentlichten Kostenaufstellung allerdings nicht hervor.

Künstliche Intelligenz als wichtiger Kostentreiber

Ein wesentlicher Grund für die steigenden Ausgaben sind Apples Investitionen in künstliche Intelligenz. Der Konzern hatte bereits zuvor erklärt, seine Entwicklungsaktivitäten in diesem Bereich auszubauen.

Forschung und Entwicklung (R&D) erklärt!

Research and Development, kurz R&D, bezeichnet die Forschung und Entwicklung neuer Produkte, Technologien und Verfahren. Bei Apple umfasst dieser Bereich unter anderem die Arbeit an Hardware, Software, eigenen Chips und künstlicher Intelligenz. Zu den Kosten zählen beispielsweise Personal, technische Infrastruktur und Entwicklungsprojekte. Hohe Forschungsausgaben bedeuten allerdings nicht automatisch, dass kurzfristig neue Produkte erscheinen.

Bei der Bekanntgabe früherer Quartalszahlen erläuterte Finanzchef Kevan Parekh, dass die Investitionen in KI zusätzlich zu den bereits geplanten Ausgaben für Apples bestehende Produktentwicklung anfallen.

Auch der damalige Apple-Chef Tim Cook hatte auf die zunehmenden Forschungsausgaben verwiesen, als er nach den Investitionen des Unternehmens in künstliche Intelligenz gefragt wurde.

Im aktuellen Geschäftsbericht nennt Apple insbesondere höhere Infrastrukturkosten, darunter Investitionen in KI, sowie gestiegene Personalkosten als Ursachen für den Anstieg.

Ausgaben bleiben zuletzt auf hohem Niveau

Ein Blick auf die letzten beiden Geschäftsquartale zeigt allerdings, dass sich die Entwicklung zuletzt deutlich abgeschwächt hat.

Im vierten Geschäftsquartal, das am 26. September 2026 endete, gab Apple rund 11,730 Milliarden Dollar für Forschung und Entwicklung aus. Im unmittelbar vorhergehenden Quartal waren es 11,729 Milliarden Dollar.

Der Unterschied beträgt damit lediglich eine Million Dollar. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal mit 8,866 Milliarden Dollar ergibt sich dagegen weiterhin ein Plus von rund 32 Prozent.

Die Forschungsausgaben haben sich somit zuletzt auf einem deutlich höheren Niveau stabilisiert. Ob Apple dieses Ausgabenniveau auch im Geschäftsjahr 2027 beibehält oder erneut erhöht, lässt sich aus den bisherigen Zahlen nicht ableiten.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Der Anstieg um mehr als elf Milliarden Dollar innerhalb eines Jahres zeigt, welchen finanziellen Stellenwert Apple der Weiterentwicklung seiner Technologien einräumt. Besonders die zusätzlichen KI-Investitionen fallen ins Gewicht. Dass sich die Ausgaben zuletzt kaum verändert haben, spricht zumindest kurzfristig für eine Stabilisierung auf hohem Niveau. Es muss sich aber erst noch herausstellen, ob sich die höheren Investitionen langfristig in besseren Produkten und neuen Funktionen niederschlagen. Aus den reinen Ausgabenzahlen lässt sich das noch nicht beurteilen.

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