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Künstliche Intelligenz

Apple kürzt KI-Budgets für Mitarbeiter – weitere Einschnitte geplant

Apple will offenbar die Kosten für den internen Einsatz künstlicher Intelligenz senken. Erste Entwickler müssen bereits mit geringeren Tagesbudgets auskommen. Weitere Kürzungen sind laut einem Bericht geplant – teilweise auf nur noch 25 Dollar pro Tag.

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Apple schränkt offenbar die Ausgaben seiner Mitarbeiter für KI-Dienste ein. Wie Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, hat der Konzern bereits im Oktober die täglichen Budgets für einige Entwickler von 300 auf 200 US-Dollar reduziert. Weitere Kürzungen sollen in Vorbereitung sein.

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Quickread: Auf einen Blick
  • Apple hat laut Bloomberg die täglichen KI-Budgets einiger Entwickler von 300 auf 200 US-Dollar gesenkt.
  • Weitere Kürzungen auf 100 US-Dollar pro Tag sind offenbar geplant.
  • Einzelne Teams außerhalb der Entwicklung könnten künftig nur noch 25 US-Dollar erhalten.
  • Apple soll den Einsatz günstigerer KI-Modelle und lokaler KI fördern.
  • Höhere Budgets sollen auf Antrag weiterhin möglich sein.

KI-Budgets könnten auf 25 Dollar sinken

Den Informationen zufolge erwägt Apple, das tägliche Ausgabenlimit für bestimmte Entwicklerteams auf 100 US-Dollar zu senken. Auch außerhalb der Entwicklungsabteilungen könnte künftig weniger Geld für KI-Anwendungen zur Verfügung stehen.

Viele dieser Teams verfügen bereits über ein Tagesbudget von 100 US-Dollar. Für einzelne Abteilungen soll Apple jedoch eine weitere Reduzierung auf lediglich 25 US-Dollar prüfen.

Die Limits beziehen sich auf die Nutzung von KI-Modellen wie ChatGPT, Claude oder Gemini. Dabei entstehen Kosten durch sogenannte Tokens, die bei der Verarbeitung von Anfragen und der Erstellung von Antworten verbraucht werden.

KI-Tokens erklärt!

Tokens sind die Verarbeitungseinheiten, mit denen KI-Modelle Texte und andere Daten erfassen oder erzeugen. Ein Token kann beispielsweise einem Wortteil, einem kurzen Wort oder einem Satzzeichen entsprechen.

Bei vielen KI-Diensten richtet sich der Preis danach, wie viele Tokens eine Anfrage und die zugehörige Antwort verbrauchen. Umfangreiche Aufgaben wie die Analyse großer Codebestände können deshalb vergleichsweise hohe Kosten verursachen.

Vor allem bei der Softwareentwicklung können entsprechende Werkzeuge hohe Kosten verursachen. Entwickler nutzen KI beispielsweise, um Programmcode zu schreiben, Fehler zu analysieren oder bestehende Software zu überarbeiten.

Günstigere Modelle und lokale KI als Alternative

Apple soll einige Teams bereits dazu auffordern, verstärkt günstigere KI-Modelle einzusetzen oder Aufgaben mithilfe lokal ausgeführter KI zu erledigen. Letzteres könnte die laufenden Kosten für externe Dienste reduzieren.

Mitarbeiter, die für ihre Aufgaben höhere Budgets benötigen, sollen weiterhin Ausnahmen beantragen können. Entsprechende Anträge müssten allerdings von Führungskräften genehmigt werden.

Ob die neuen Vorgaben tatsächlich größere Einsparungen ermöglichen, ist unklar. Mehrere Apple-Mitarbeiter sollen Bloomberg berichtet haben, dass ohnehin nur wenige Beschäftigte das bisherige Tageslimit von 300 US-Dollar vollständig ausgeschöpft hätten.

Sparmaßnahmen sorgen intern für Unsicherheit

Die Einschränkungen bei den KI-Ausgaben sind offenbar Teil einer umfassenderen Überprüfung der Betriebskosten. Apple hat dem Bericht zufolge außerdem externe Berater beauftragt, die Produktivität einzelner Unternehmensbereiche zu untersuchen.

In Kombination mit den Budgetkürzungen sollen diese Maßnahmen bei einigen Beschäftigten Sorgen über mögliche organisatorische Veränderungen ausgelöst haben.

Unter dem neuen Konzernchef John Ternus soll Apple verstärkt darauf achten, interne Abläufe effizienter zu gestalten und Kosten zu reduzieren. Konkrete Umstrukturierungen oder Stellenstreichungen lassen sich aus den bisherigen Informationen allerdings nicht ableiten.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Apples Sparkurs zeigt, dass auch große Technologiekonzerne die laufenden Kosten für KI-Anwendungen zunehmend kritisch betrachten. Die Kürzungen bedeuten allerdings nicht zwangsläufig, dass Apple den Einsatz künstlicher Intelligenz zurückfahren möchte. Vielmehr scheint es darum zu gehen, teure Modelle gezielter einzusetzen und günstigere Alternativen zu nutzen. Wie stark sich die Maßnahmen tatsächlich auf die Produktivität auswirken, lässt sich derzeit nicht beurteilen. Bemerkenswert ist zudem, dass laut internen Aussagen nur wenige Mitarbeiter ihre bisherigen Budgets vollständig ausgeschöpft haben sollen. Der unmittelbare Spareffekt könnte daher geringer ausfallen, als die reduzierten Limits zunächst vermuten lassen.

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