Apple erweitert Private Cloud Compute über die eigenen Rechenzentren hinaus. Wie das Unternehmen in einem Beitrag von Apple Security Research schreibt, sollen bestimmte Apple-Intelligence-Aufgaben künftig auch auf Google-Cloud-Systemen laufen. Dafür arbeitet Apple mit Google und NVIDIA zusammen.
Beide bieten 27 Zoll und 5K, zwischen ihnen liegen aber 700 Euro Preisunterschied. Was der BenQ besser kann, was er vermisst lässt und für wen er die richtige Wahl ist: unser ausführlicher Test.
- Apple erweitert Private Cloud Compute erstmals auf Google Cloud
- Bestimmte Apple-Intelligence-Aufgaben sollen dort mit NVIDIA-GPUs laufen
- Apple nennt komplexes Reasoning und agentische Werkzeugnutzung als Beispiele
- Die Datenschutz- und Sicherheitsvorgaben von PCC sollen laut Apple erhalten bleiben
- Die vollständige Umsetzung erfolgt schrittweise während der Sommer-Preview
Private Cloud Compute, kurz PCC, ist Apples Ansatz für KI-Anfragen, die nicht vollständig lokal auf iPhone, iPad oder Mac verarbeitet werden können. Bisher setzte Apple dafür auf eigene Server mit Apple Silicon in eigenen Rechenzentren. Nun kommt erstmals Infrastruktur eines Drittanbieters hinzu.
Was Apple an Google Cloud auslagert
Konkret geht es nicht um einfache KI-Funktionen, die direkt auf dem Gerät laufen. Apple nennt besonders rechenintensive Aufgaben wie komplexes Reasoning und agentische Werkzeugnutzung. Diese Workloads sollen auf Google Cloud-Systemen mit NVIDIA-GPUs verarbeitet werden.
Apple schreibt außerdem, dass man mit Google Technologien hinter der Gemini-Modellfamilie genutzt habe, um die nächste Generation der Apple Foundation Models zu bauen. Diese Modelle sollen Apple-Intelligence-Funktionen antreiben – je nach Aufgabe lokal auf dem Gerät oder in der Cloud.
Private Cloud Compute ist Apples Cloud-System für KI-Aufgaben, die zu rechenintensiv für das Gerät selbst sind. Die Anfragen sollen dabei so verarbeitet werden, dass weder Apple noch Betreiber der Infrastruktur direkt auf persönliche Inhalte zugreifen können. Dafür setzt Apple auf technische Prüfmechanismen, verschlüsselte Freigaben und öffentlich überprüfbare Softwarebestandteile.
Datenschutz bleibt das zentrale Argument
Apple betont, dass die grundlegenden PCC-Anforderungen unverändert bleiben sollen. Dazu zählen zustandslose Verarbeitung, überprüfbare Garantien, kein privilegierter Laufzeitzugriff, Nicht-Adressierbarkeit einzelner Nutzeranfragen und transparente Prüfbarkeit.
Technisch setzt Apple bei PCC auf Google Cloud unter anderem auf NVIDIA Confidential Computing mit NVIDIA-GPUs, Intel-CPUs mit TDX und Googles Titan-Chip. Zusätzlich soll ein kryptografisch überprüfbares, fortlaufendes Register dokumentieren, welche Google-Cloud-Hardware zur PCC-Flotte gehört. Damit will Apple unter anderem Risiken in der Lieferkette reduzieren.
Wichtig ist dabei: Apple will die Kontrolle über die PCC-Software behalten. Geräte sollen laut Unternehmen nur Software vertrauen, die kryptografisch von Apple freigegeben wurde. Auch die Binärdateien sollen öffentlich zur Prüfung bereitgestellt werden. Sicherheitsforscher sollen zudem über das Apple Security Bounty Program Zugriff auf PCC-Knoten in einem Forschungsmodus erhalten.
Noch nicht vollständig umgesetzt
Die Erweiterung auf Google Cloud ist laut Apple noch nicht vollständig abgeschlossen. Das Unternehmen will die Schutzmaßnahmen im Laufe der Sommer-Preview schrittweise auf das vollständige Niveau bringen. Weitere technische Details sollen später folgen, unter anderem beim Confidential Computing Summit und in einer aktualisierten Fassung des PCC Security Guide.
Für Apple ist der Schritt heikel, weil Datenschutz seit Jahren ein Kernargument rund um iPhone, iPad und Mac ist. Dass ausgerechnet Google Cloud künftig Teile der privaten KI-Infrastruktur betreibt, dürfte genauer geprüft werden – auch wenn Apple klarstellt, dass Google dabei nicht automatisch Zugriff auf Nutzerdaten erhalten soll.








