Kabellose Kopfhörer

Apple AirPods für das iPhone 7: Was sie können und wie viel sie kosten

Nun sind sie endlich da. Die AirPods von Apple. Im Vorfeld der Präsentation des iPhone 7 gab es diverse Gerüchte über drahtlose Kopfhörer, die sich am Vorbild der EarPods orientieren. Tatsächlich hatten die Menschen mit der Glaskugel Recht. Allerdings gab es neben wilden Spekulationen zumindest Indizien, immerhin hat Apple sich das entsprechende Markenzeichen schützen lassen. Wir stellen Ihnen vor, was die kabellosen Kopfhörer von Apple können und wie viel sie kosten.

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Entsprechend musste man von einem „offenen Geheimnis“ ausgehen und war geneigt, die Gerüchte ernst zu nehmen. Doch Apples Phil Schiller hat im Rahmen der Keynote auf dem iPhone-Event am Abend aus den Spekulationen Gewissheit werden lassen. Er wurde von Tim Cook auf die Bühne gebeten und präsentierte uns und Ihnen die neuen AirPods-Kopfhörer.

AirPods mit eigenem System zur drahtlosen Übertragung?

Was wir allerdings erst gegen Ende der Spekulationsphase erfahren haben und sich beinahe bestätigte: Apple setzt auf ein eigenes System zur drahtlosen Kommunikation. Es war der Analyst Ming-Chi Kuo, der noch kurz vor Apples iPhone-Event behauptete: Die Technologie sei Bluetooth ähnlich, böte aber mehr Reichweite und Störsicherheit bei gleichzeitig niedrigerem Energieverbrauch. So etwas würde vermutlich erst mit Bluetooth 5 im Jahr 2017 oder sogar erst noch später Einzug halten; gefertigt werden soll der entsprechende Chip von TSMC. Apple selbst hat den W1 vorgestellt, den „Wireless“-Chip. Apple setzt zwar eigene Technologie ein, arbeitet aber weiterhin mit Bluetooth. Entsprechend sind Ihre Kopfhörer auch mit dem Mac oder iPad kompatibel und nicht nur mit dem iPhone 7.

Während erst ein Auseinanderbau/Teardown wirklich Klarheit schaffen wird, ob es zutrifft, dass TSMC den Chip gefertigt hat, ist zumindest die grundsätzliche Behauptung bestätigt worden. Laut Apple schaffen es die Kopfhörer mit einer einzigen Akkuladung 5 Stunden Musik abzuspielen. Neue Beats Solo Wireless Kopfhörer nutzen ebenfalls den W1 Chip und sind sogar in der Lage 40 Stunden ohne Aufladen zu schaffen.

Gar kein Kabel: das AirPods Case

Viele Bluetooth-Kopfhörer werden per USB-Kabel aufgeladen, das man anstecken muss. Bei den AirPods ist dafür kein Platz. Stattdessen werden die neuen Apple-Kopfhörer gänzlich ohne Kabel aufgeladen.

Ebenfalls im Vorfeld des iPhone-Events tauchten Registrierungen von Markenzeichen auf, darunter auch das „AirPods Case“. Genau dieses dient den Kopfhörern als Ladestation. Sie stecken die beiden Ohrhörer dort hinein, während das Case seinerseits per Kabel mit der Stromquelle verbunden ist. Das Aufladen funktioniert ähnlich wie bei der Apple Watch, per Induktion. Doch das „AirPods Case“ selbst ist nicht nur eine Ladestation, sondern ein kompakter Energiespeicher. Sie sind unterwegs, und wollen die Kopfhörer aufladen? Stecke Sie sie in das Gehäuse und sie werden auch ohne Steckdose aufgeladen. Denn dieses bietet genug Stromspeicher, um die AirPods für 24 Stunden mit Energie zu versorgen. Steckt man die AirPods in die Schutzhülle, reichten 15 Minuten aus, um sie für drei Stunden Nutzung aufzuladen.

Wie schließt man die AirPods an? Die AirPods werden in dem speziellen AirPods Case aufbewahrt, das gleichzeitig als mobiler Akku oder Ladestation genutzt wird. Wenn Sie das erste Mal mit den Kopfhörern hantieren, öffnen Sie einfach den Deckel. Auf Ihrem iPhone 7 erscheint ein Hinweis, dass Sie die Kopfhörer nun benutzen können.

Was können die AirPods?

Apple erlaubt Ihnen, die AirPods gleichzeitig als Kopfhörer und Headset zu verwenden. Anders als viele Konkurrenten wie „The Headphone“ von Bragi, sind die neuen drahtlosen Apple-Kopfhörer nicht nur Ohrmuscheln, sondern nutzen noch einen Teil des Kabellaufs. Sie sehen ein bisschen aus, wie das untere Ende eines Golfschlägers. Dabei empfängt das röhrenartige Ende als Mikrofon Ihre eigene Stimme, die Sie zum Telefonieren verwenden können.

Neben dem W1-Chip steckt jedoch noch mehr Technologie in den EarPods. Es gibt Bewegungssensoren und andere mehr. So erkennen die Kopfhörer, wenn Sie sie ins Ohr stecken oder herausnehmen. In dem Fall pausiert die Musikwiedergabe automatisch.

Darüber hinaus können Sie, ohne das iPhone aus der Tasche zu holen, Apples Sprachassistenten Siri steuern. Tippen Sie einfach doppelt auf einen der Ohrhörer. Sie können dann mit der Künstlichen Intelligenz sprechen.

Preis und Verfügbarkeit

Apple hat die neuen AirPods als Premium-Kopfhörer im oberen Preissegment verortet. Kabellose Kopfhörer von Apples Beats-Marke wurden hingegen im Preis etwas nach unten korrigiert.

Es gibt die AirPods von Apple lediglich in der Farbe Weiß. Wie die EarPods sie aus einem „glänzenden“ Kunststoff gefertigt. Sie können diese ab Ende Oktober im Apple Store beziehen, zum Preis von 179 Euro.

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Bin mal gespannt wie die sich an den iPhones vor Nr. 7 und den Macs und iPads machen.

Das Design ist erschreckend. Das sieht aus, wie ein normaler Kopfhörer, bei dem man die Kabel abgeschnitten hat. Schön finde ich das nicht.

Auf macrumors.com werden diese Kopfhöher schon "Ohrentampons" genannt. Das ist sehr treffend.

Nach der AppleWatch die nächste Lachnummer! Am besten mann/frau näht sich die Dinger an den Ohren fest. Nur blöd, dass mann/frau alle 5 Stunden an die Stromtränke muss. Mann o Mann, zu was ist Apple verkommen - und für diesen Scheiss auch noch € 180 hinblättern zu "müssen" verschlägt einem normal denkenden Menschen schlichtweg die Sprache. Nun einen positiven Effekt hat das Ganze, und vielleicht ist das auch das neue AppleHealth. Mann/frau ist mittlerweile nur noch am Lachen und das soll ja bekanntlich gesund sein. In diesem Sinne: "Danke Apple"!

Ich bin entsetzt, wie unqualifiziert hier gelästert wird!

Nun ja, wenn Mann Tatsachen nicht akzeptieren kann, dann mag es wohl lästern sein, aber deswegen gleich entsetzt zu sein, grenzt an Hörigkeit einer Firma gegenüber, die nichts mehr von dem ist was sie einmal war. Es ist natürlich bitter sich das einzugestehen.

Ach gut zu wissen das der Herr Werner B. derjenige ist der Tatsachen über Produkte festlegt welche er mit recht hoher Wahrscheinlichkeit noch nicht selber ausprobiert hat.

Ich bin da mehr der Typ der sich Produkte erst ansieht, testet und dann entscheidet ob es für mich eine Lachnummer ist oder nicht, zudem bin ich nicht so vermessen zu behaupten meine Meinung sei Tatsache. Aber jeder tickt halt anders.

schönes Wochenende

sedl

Meinungen auszutauschen ist interessant und hilft dabei, alle Aspekte zu betrachten.

Die eigene Meinung als Tatsachen zu verkaufen und alle, die eine andere haben zu beschimpfen ist ziemlich infantil und sehr überheblich.

Ich kann mich noch an ähnliche Kommentare beim ersten iPhone erinnern...

Selten habe ich einen so unqualifizierten und dummen Kommentar gelesen.
Wenn Sie sich die Apple Produkte nicht leisten können, dann müssen Sie halt Huawei kaufen und mit Plastikschrott durch die Gegend rennen.
Apple macht unumstritten die hochwertigsten Produkte und diese Geräte fühlen sich einfach wertig und stabil an. Und ja, dann muss man halt auch mal etwas tiefer in die Tasche greifen.
Wer das nicht möchte - bittesehr. Aber dann nicht hier über Sachen herziehen von denen man keine Ahnung hat.

@Richard: Der mit dem Plastik war natürlich gut. Die AirPods sind auch größtenteils aus Kunststoff. ^^

Wenn die Dinger auch gut am Mac funktionieren und unterwegs das Mikrofon gut Arbeit verrichtet, könnte ich schon schwach werden. Ich frage mich gerade wie man mit den Dingern Musik vorspulen kann.

Entspannt Euch Mädels, die Zukunft ist kabellos. Wie wollt Ihr über die iWatch Musik hören, z.B. beim Sport, und das ohne Kabel? DDie Frage ist doch, wie gut ist der Klang?

Versucht einfach ein bisschen nach vorne zu denken und schon wird das Ziel klarer.

Gruß
Thomas

Richtig und neben dem Klag ist es auch die Frage wie gut der Klang auf der anderern Seite ist wenn man das Mikrofon nutzt. Da bin ich wirklich gespannt drauf ob das bei der gösse und Entfernung wirklich gut ist.

ein schönes Wochenende

sedl

p.s. ist heute schon Dienstag? ;-)

Der Klang ist technisch eigentlich kein Problem, das zeigen die Mikrophone anderer Hersteller. Interessant wird es beim Filtern der Sprache gegenüber Umgebungsgeräuschen. Da könnte die Form eine Richtcharakteristik erlauben, die in Verbindung mit zwei statt nur einem Mikrofon und entsprechender Korrelationsverarbeitung echte Qualitätsverbesserungen bringt. Darauf bin ich gespannt...

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