16 Ladespulen

Teardown: Angeblicher AirPower-Prototyp aufgetaucht

Apple hat AirPower nie auf den Markt gebracht - 2017 wurde die Ladematte angekündigt und 2019 endgültig abgesagt. Doch jetzt ist offenbar ein Prototyp des Ladegeräts aufgetaucht.

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Der Prototyp des AirPower-Ladegeräts, mit dem die Apple Watch, das iPhone und die AirPods hätten aufgeladen werden sollen, ist auf einem Video aufgetaucht, das von Mr.white entdeckt wurde.

Das komplizierte Design des kabellosen Ladegeräts zeigt sich im Inneren: Zahlreiche Ladespulen sind dicht an dicht gedrängt eingebaut und so ist es kein Wunder, dass Apple das Gerät nie auf den Markt brachte: Es dürfte sehr heiß werden, wenn alle Geräte gleichzeitig geladen werden. 

Insgesamt scheinen 14 Ladespulen integriert worden sein. So wäre es möglich gewesen, die Geräte irgendwo auf der Oberfläche platzieren zu können. Neben den Ladespulen zeigt der Teardown Unmengen an Elektronik, die in das Gehäuse gezwängt wurde.

Neben den Temperaturproblemen wird auch berichtet, dass das Ladegerät in der Herstellung viel zu teuer wurde. Wenn man sich das Innere ansieht, ist klar, weshalb. 

Vielleicht bringt Apple ja noch einmal eine neue Version eines Ladegeräts auf den Markt. Aktuell gibt es nur ein einziges Modell eines anderen Herstellers, das annähernd an Apples Lösung herankommt: 

Die Induktionsladematte Zens Liberty ist ein kabelloses Ladegerät für zwei Geräte, die an beliebiger Stelle aufgelegt werden können. Das ist bei vielen Konkurrenzprodukten nicht der Fall - hier muss das aufzuladende Gadget genau platziert werden.

Die Zens Liberty ist mit 16 Spulen ausgerüstet, um diese Möglichkeit zu bieten. Sie liegen in drei Ebenen im Gerät und überlappen sich leicht. So wird die praktisch beliebige Platzierung der mobilen Geräte gewährleistet. Insgesamt können zwei Geräte auf der Ladematte parallel aufgeladen werden, bei insgesamt 30 Watt Ladeleistung. Das ist für iOS-Geräte überproportioniert, denn sie können nur mit 7,5 Watt laden.

Die Ladelösung gehört zu den teuersten, die es auf den Markt gibt. Das normale Modell mit Stoffoberfläche wird für 140 Euro angeboten, die schönere Version mit durchsichtiger Oberfläche und Blick auf die Kupferspulen schlägt mit 180 Euro zu Buche.

Interessiert dich für die Zens Liberty oder hältst du so etwas für übertrieben?

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