Die richtige Akkupflege beim iPod & iPhone

Tiefentladung

Weiter kann der Nutzer nicht in die elektronische Steuerung eingreifen. Sie verhindert dabei zwar die Zerstörung des Akkus durch Überladen, nicht jedoch die Tiefentladung. Denn Akkumulatoren entladen sich bei längerer Nichtbenutzung auch von allein.

Memory-Effekt

Unter dem Memory-Effekt versteht man das Phänomen, dass sich ein mehrmals nur teilentladener Akku „merkt“, wie weit er entladen wurde, und sich zukünftig nicht mehr tiefer entladen lässt. Dann schaltet sich das Gerät bei Erreichen der „erinnerten“ Restkapazität aus, obwohl noch Leistung vorhanden wäre. Andersherum funktioniert dieser Effekt ebenfalls, denn der Akku merkt sich auch, bis wohin er aufgeladen wurde. Neuere Akku-Technologien, wie sie in allen neuen iPod- Modellen verbaut wurden, bleiben von diesem Effekt verschont.

Nach einigen Monaten kann es dann zu Schäden kommen. Verlangsamt werden kann die Selbstentladung durch die richtige Lagerung, denn wie ein zu kalter Akku wenig Energie liefert, so kann ein kalter Akku auch wenig Energie verlieren. Hersteller empfehlen deshalb bei längerem Nichtgebrauch die Lagerung bei etwa 15°C und bei 40 Prozent Ladung. Lithium-Ionen- Akkus vertragen auch ein paar Grad weniger, jedoch dürfen sie keinen Frost abbekommen. Zwischendurch sollte man den Akku aber auch bei Nichtgebrauch immer wieder laden und seine Elektronen ein wenig bewegen, sonst werden sie träge und eine – wenn auch geringe – Selbstentladung wird bemerkbar. Deshalb rät Apple: „Wenn Sie Ihr Gerät nur selten benutzen, achten Sie darauf, mindestens einmal pro Monat einen kompletten Ladezyklus auszuführen.“ Der Hersteller hält zur Erinnerung gleich einen zu abonnierenden Kalendereintrag für den Mac-Kalender iCal bereit, der am Dritten eines Monats einen Ladehinweis einträgt – zu abonnieren unter www.apple.com/de/batteries

Die richtige Umgebung schont den Akku

Auch die Umgebung spielt für die Lebensdauer des Akkus eines Mobilgeräts eine wichtige Rolle. So gibt Apple im Bereich der relativen Luftfeuchtigkeit 5 bis 95 Prozent an, wobei von nicht kondensierender Feuchtigkeit ausgegangen wird. Die Tropen schaden deshalb dem iPod-Akku ebenso, wie die Steuerelektronik durch Kondenswasser beschädigt werden kann. Auch der Luftdruck spielt für die Funktionalität eine Rolle, denn diese wird ab 3.000 Meter über dem Meeresspiegel nicht mehr von Apple garantiert. Hinzu kommen die für den iPod gültigen Temperaturbereiche, die am besten zwischen 0 °C und 35 °C liegen. Als Lagertemperatur empfiehlt Apple –20 °C bis 45 °C , dennoch könnte ein längeres Unterschreiten von – 10°C bereits zu Schäden führen. Und auch die Ladung bei einer Temperatur von unter +5 °C kann Probleme verursachen. Nicht anders verhält es sich bei zu großer Hitze oberhalb von 60 °C, die unerwünschte chemische Reaktionen (Gasbildung) und damit dauerhafte Schäden im Akku in Gang setzt. Diese Temperaturen sind leicht erreicht, liegt der iPod im Auto auf schwarzer Ablage unter der Frontscheibe bei ganztägiger Sonneneinstrahlung. Und auch während des Ladens kann der iPod derartigen Temperaturen ausgesetzt sein, wenn sich dieser in einer Transporttasche befi ndet. Die Metallunterseite des iPod-Gehäuses fungiert nämlich als Wärmeableiter, der die Energie aus dem Inneren des Gehäuses nach außen ableitet. Gewähren Sie Ihrem iPod deshalb bei längeren Ladevorgängen immer „Frischluftzufuhr“. Beherzigen Sie diese Tipps, wird Ihr iPod- Akku Ihnen für die ganze Zeit seiner Ladezyklen zufriedenstellend zur Verfügung stehen.

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