Kompakt, leistungsfähig und mit spannenden Neuerungen

Test: iPad Pro 9,7" - das beste Tablet aller Zeiten? Jetzt mit Video-Fazit

Das neue iPad Pro 9,7“ im Praxistest. Zuletzt galt das iPad als Apples Sorgenkind. Zwar verkauft man immer noch Millionen Stück davon – aber eben immer weniger. Analysten lässt das an der gesamten Gerätekategorie zweifeln. Tim Cook bleibt zumindest nach außen hin ganz cool, sagt, dass man eben noch nicht ganz herausgefunden habe, was der richtige Upgrade-Zyklus für das iPad ist und stellt zunächst ein riesiges und jetzt ein „normal“ großes iPad Pro vor.

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Wie immer wenn Apple eine neue Tastatur vorstellt, bemühen wir uns, den zugehörigen Artikel auf eben dieser Tastatur zu verfassen. Wie auch schon beim großen iPad Pro fällt das aber auch beim kleinen iPad Pro relativ schwer. Denn auch rund ein halbes Jahr nach Marktstart des iPad Pro ist Apples eigene Tastaturhülle weiterhin nur mit US-amerikanischem Tastenlayout verfügbar. Dieses kann man zwar softwareseitig verändern, speziell bei Sonderzeichen muss man dann aber sehr genau wissen, wo welches liegt. Das ist dann aber auch schon der ärgste Kritikpunkt am iPad Pro 9,7". Denn obwohl diese neue Tastatur naturgemäß merklich kleiner als die des iPad Pro 12,9" ist, lässt sich ziemlich gut auf ihr tippen – zumindest nach einer Eingewöhnungsphase von ein paar Absätzen

Update: iPad Pro 9.7: Das Video-Fazit

iPad Pro 9.7: Wann ist ein iPad Pro ein iPad Pro?

Seit dem vergangenen Herbst wissen, wir das im Wesentlichen fünf Aspekte den unterschied zwischen einem „normalen“ iPad und einem iPad Pro ausmachen: Mehr Power, ein besserer Bildschirm, hervorragende Lautsprecher, Unterstützung für den Apple Pencil und Apples eigene Tastatur-Hülle. Neu hinzugekommen ist eine bessere Kamera.

Das Mehr an Leistung rührt natürlich unmittelbar vom neuen iPad-Prozessor her. Bereits im Herbst, zusammen mit dem großen iPad Pro, hat Apple den „A9X“ vorgestellt. Nicht nur, dass dieser Chip das iPad Pro deutlich schneller macht als alle bisherigen iPads, laut Apple ist das iPad Pro sogar schneller als 80 Prozent der Laptops, die in den vergangenen 12 Monaten – rückwärts gezählt ab Einführung des 12,9“-iPad-Pro im Herbst, verkauft wurden.

Ebenfalls einen gewaltigen Unterschied macht das Lautsprecher-System, das beiden iPad-Pro-Modellen gemein ist. In beiden Gehäusen stecken vier wirklich hochwertige und enorm leistungsfähige Lautsprecher. Man mag kaum glauben, dass ein solcher Klang mit einem Tablet möglich ist. Ja, von Hi-Fi ist man dennoch ein Stück weit entfernt. Aber für die Party-Hintergrundbeschallung reicht es in jedem Fall. Und auch die Lautsprecher in den Fernsehern der allermeisten Hotelzimmer klingen mies im Vergleich zum iPad Pro.

Zusätzlich zu dem guten Klang hat sich Apple einen weiteren Trick einfallen lassen: Das iPad „weiß“ ohnehin wie herum man es gerade hält. Und entsprechend werden die Lautsprecher angesteuert. Egal wie man es dreht und wendet, die Höhen kommen immer aus den oberen beiden, die Bässe immer aus den unteren beiden Lautsprechern.

An zwei Punkten hat sich Apple für einen interessanten Schritt entschieden und das 9,7-Zoll-iPad-Pro mit besserer Technik ausgestattet als das 12,9-Zoll-iPad-Pro.

Zum Einen verfügt das neue, kleine iPad Pro über eine bessere Kamera. In ihm steckt die 12-Megapixel-Kamera, die wir schon vom iPhone 6s und seit neuestem auch vom iPhone SE kennen.

Zum Anderen, und das ist bei Weitem entscheidender, verbaut Apple in dem 9,7-Zoll-Modell einen zusätzlichen Sensor, der das Display vermeintlich besser macht.

iPad Pro 9.7 bietet TrueTone Display

iOS-Geräte waren schon immer in der Lage die Intensität des Umgebungslichtes zu erfassen und die Bildschirm-Helligkeit entsprechend anzupassen. Im 9,7-zölligen iPad Pro steckt darüber Hinaus ein Sensor, der die Farbtemperatur der Umgebung registriert und die Farbgebung des Displays entsprechend anpasst. TrueTone Display nennt Apple diese Technologie. Um den wirklichen Nutzen zu erkennen, müssen wir an dieser Stelle etwas weiter ausholen.

Das kleine iPad Pro hat ein wirklich tolles Display
Das kleine iPad Pro hat ein wirklich tolles Display (Bild: Sebastian Schack)

Ein Stück Papier sieht immer weiß aus. Egal in welchem Licht man es betrachtet. Bei Displays ist das bislang nicht der Fall. Sie haben immer einen grell-weißen bis bläulichen Schimmer, was vor allem immer dann auffällt, wenn man sich nicht gerade im Tageslicht befindet. Das iPad Pro kann seinen Bildschirm mittels der TrueTone-Display-Technologie die Farbwiedergabe so anpassen, dass das Display deutlich natürlicher wirkt.

In der Praxis heißt das zunächst einmal, dass das Display in dunkleren Umgebungen gelblicher leuchtet. Das ist die ersten paar Augenblicke lange ungewöhnlich, dann aber sehr schnell sehr angenehm. Der Effekt ist vergleichbar mit Night Shift, das Apple mit iOS 9.3 eingeführt hat.

Die TrueTone-Display-Technologie ist allerdings „intelligenter“. Während Night Shift nur die Uhrzeit am aktuellen Ort als Indikator wählt und das Display entsprechend anpasst, erkennt das iPad Pro eben die tatsächlichen Licht-Umstände und agiert entsprechend.

Spannend ist, wie Apple das erreicht. Denn eigentlich müsste dazu ständig ein Weißabgleich stattfinden. Bei Apple ging man aber davon aus, dass die Nutzer nur wenig Lust darauf haben, alle paar Minuten ein weißes oder neutral-graues Stück Papier vor die Linse des iPad Pro zu halten. Deshalb hat man sich in Cupertino die Mühe gemacht und eine Art Licht-Labor eingerichtet. Dort hat man verschiedenste Licht-Szenarien Szenarien nachgestellt und stets das Umgebungslicht und das von einem Blatt Papier reflektierte Licht gemessen und gespeichert. Was also bei der TrueTone-Display-Technologie tatsächlich im Hintergrund passiert ist Folgendes: Der Umgebungslicht-Sensor registriert eine Lichtveränderung im Raum und vergleicht die gemessenen Werte mit denen aus einer Datenbank, wählt den ähnlichsten vorhandenen Eintrag aus und passt die Farbtemperatur des Displays an den in der Datenbank korrespondierenden Wert an.

Die Tastatur ist abermals nur mit QWERTY-Layout zu haben.
Die Tastatur ist abermals nur mit QWERTY-Layout zu haben. (Bild: Sebastian Schack)

Darüber hinaus ist aber auch das tatsächliche Display besser als das im iPad Pro mit 12,9 Zoll Bildschirmdiagonale. Es ist in der Lage (fast) den gesamten P3-Farbraum abzudecken und ist damit en par mit dem Display im Retina-5K-iMac. Dieser Standard wird vor allem in der Welt professioneller Video-Aufnahmen verwendet und lässt Fotos und Videos und lebendiger wirken.

Hat man das kleine iPad Pro zum ersten Mal in der Hand und schaut sich ein paar Bilder an, so fällt das dem nicht geübten Auge allerdings praktisch nicht auf. Legt man aber ein iPad Air 2 oder das große iPad Pro daneben, wird der Unterschied sofort klar.

Wir allerdings können davon ausgehen, dass sowohl die Güte des Display als auch die TrueTone-Technologie nicht lange 9,7-Zoll-iPad-Pro-exklusiv bleiben werden.

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Hallo,
diese ewige Lobhudelei...
Wenn man bei CP Preise vergleicht zwischen beiden Pro-Modellen (jeweils 4G+129GB) liegt man bei 1.019,- zu 1.099,-€!
Damit wird man sicher nicht im Massenmarkt punkten und die iPad-Verkäufe ankurbeln, eher im Gegenteil.

Das iPad Pro ist, wie der Name vermuten lässt, auch nicht für den Massenmarkt gemacht – sondern eben für anspruchsvolle, professionelle Anwender.

Die Listenpreise für das iPad Pro 9,7" (LTE+128GB), bzw. das iPad Pro 12,9" mit gleichen Spezifikationen liegen derzeit Apple-offiziell bei 1019 und 1237 Euro. Natürlich werden unterschiedliche Händler andere Preise machen. Aber solange es keine zentrale Meldestelle für Verkaufspreise von iPads (analog zu Benzinpreisen an Tankstellen) gibt, müssen wir von Apples Preisen ausgehen.

Also verabschiedet sich Apple mit dem iPad von "millionen Stückzahlen" und vom "normalen" Kunden..?
In verschiedenen Berliner Filialen großer Verkäufer, sagte man, nach Verkäufen des 12" iPad Pro gefragt, seltsamerweise alle gleich-nicht mehr als 10 Stück pro Woche-. Will man dahin?

-FEHLENDE INNOVATION- müsste das Fazit zum neuen iPad (und "neuem" iPhone SE) lauten.
Nirgends ein Highlight- der Weißabgleich, der offenbar nur mit anderen danebenliegenden Geräten auffällt...
eine teure Tastatur, die nicht nur blechern daherkommt, ohne Umlaute!, ohne Trackpad!, die dann auch noch kompliziert vor-zurück eingeklappt werden muss und dann auch nur die Vorderseite bedeckt/schützt
die herausstehende Kamera...
der Pencil, der keine Befestigungsmöglichkeit hat und ständig leer ist wenn man ihn braucht-
war es nicht möglich einen Magneten vorzuhalten und neben der iPad Batterieanzeige eine zweite für den Pencil vorzusehen (per antippen aktualisiert)?

Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal F... halten!
Der Pencil ist 1. nicht ständig leer und er lässt sich 2. in wenigen Sekunden wieder so laden, dass man lange damit arbeiten kann.
Es gibt eine Batterieanzeige jederzeit über Mitteilungen.
Ich finde die Tastatur völlig okay und keineswegs blechern.
Kauf Dir ein Android- oder Windows-Tablet, aber verschon bitte die Welt mit dem ewigen Gejammer darüber, was Apple angeblich nicht kann.

Für Grafiker sicher eine tolle Sache. Für Vielschreiber eher nicht. Da fehlt ganz einfach das Trackpad für die schnelle Zeigerbewegung.

Man gewöhnt sich an vieles. ;-) Unterwegs arbeite ich seit dem Winter fast ausschließlich mit dem großen iPad Pro. Ja, manchmal wäre ein Maus oder ein Trackpad ganz nett. Aber mit den Pfeiltasten kann man eigentlich auch schnell genug navigieren.

Ohne optionals OSX ist an dem iPad Pro garnichts pro! Der Preis ist eine bodenlose Frechheit!

genau-
habe mir das 12" Pro geholt- nach einer Woche Softwareproblemen und hilfbereitem, aber hilflosem AppleSupport, das Gerät getauscht...
aber die iOS Einschränkungen nerven extrem!

neben dem Pencil, der entweder leer ist (natürlich gibt es keine Anzeige) oder trotzt Pencilnutzung reagiert der Bildschirm auf Finger etc...
Der Bildschirm ist gut, auch der Splitscreen und die Lautsprecher!
Wenn man sich andere Syteme ansieht- andere Hersteller sind da wirklich weiter.
Bei dem Preis- KEINE INNOVATION, NIRGENDS!

Also ich bin jetzt nicht enttäuscht vom 9,7" iPad Pro. Ich wollte ein neues iPad, weil mein Air so langsam deutlich an Akku verliert. Nach 1,5 Jahren dauereinsatz eigentlich normal. Aber das Pro ist gefühlt kein bisschen anders. Was ist da schneller? Die Top Games laufen auch auf dem Air astrein. Was mich jetzt doch etwas wundert, das Air 2 hat sich meine Freundin letztes Jahr gekauft. Im Urlaub vor 3 Wochen habe ich es oft genutzt. Da war er wieder, der niemals müder werdende Akku. Klasse. Aber das Pro? Ich verstehe es nicht, es verbraucht sich genau so schnell wie das Air jetzt? Der Hauptgrund ein neues iPad zu holen war doch der Akku.

"Ein Stück Papier sieht immer weiß aus. Egal in welchem Licht man es betrachtet."

Das stimmt nicht! Das ist auch der Grund dafür, weshalb es genormtes Licht
in der Drucktechnik gibt...

Seit kurzem bin ich stolzer Besitzer eines iPad 9.7", vorher das iPad Air2 gehbat. Es wirklich ein absolut tolles Gerät! Die hervorstehende Kamera stört mich nicht, da ich es in einer Hülle habe. Die fehlende Apple Tastaur mit deutschem Layout ebensowenig, da ich die BrydgePro verwende. Eine Maus/Trackpad (Emulation??) wäre wirklich ein HighLite..., vor allem beim bearbeiten von Excel auf dem iPad. Mit dem Pencil einen kleinen Ersatz dafür entdeckt. Mit etwas Übung super!!! Ansonsten kann ich alles unterschreiben, was im Test geschrieben wurde: Sehr sehr schnell, excelennter Bildschirm, sehr gute Lautsprecher (etwas lauter wäre noch besser) und die TrueTone-Technologie möchte ich nach kurzer Gewöhnung überhaupt nicht mehr missen!!! Wenn nun noch in iOS fehlende Funktionen wie drag+drop im Splittscreen, konfigurierbares Kontrollzenter, besseres Multitasking ev. mit App Suche usw. hinzugefügt werden.... Was will man dann eigentlich noch mehr!!!??

Ich habe auch ein 9.7" Pro und kann nur bestätigen, dass es das beste iPad (ja vlt auch das beste Tablet) bis heute ist!

Habe jetzt seit einem Monat das iPadPro 9,7 täglich sowohl beruflich als auch privat im Gebraucht und mittlerweile mein 3 Jahre altes MacBook Pro 13 verkauft. Hauptpunkt war für mich die Möglichkeiten, statt Zettel/Schreibblock alles auf dem Pad zu schreiben und das ( im Vergäleich zäum Book oder Air) unschlagbare Gewicht bei nahezu gleicher Geschwindigkeit. Das iPad ist mit Pencil ein sehr guter Ersatz, man muß sich nur zwingen, sich umzugewöhnen und muß gedanklich die Maus vergessen.

Nach einigen eigenen Tests auch anderer Apps bin ich bei Apples "Notizen" geblieben, läuft mit dem Pencil am flüssigsten, außerdem gehe ich davon aus, dass Apple mittelfristige die App ausbauen wird (Handschrift in Text umzuwandeln wäre z.B. was sinnvolles). Auch die Office Anwendungen funktionieren gut, wenn man den Pencil konsequent einsetzt (z.B. bei Excel). Die Geschwindigkeit des iPadPro ist toll, am besten aber ist der Screen. Sogar in praller Sonne kann man gut noch etwas erkennen, die True Töne Technik finde ich persönlich ziemlich hilfreich.

Negativ ist, dass man den Pencil nirgends sinnvoll unterbringen kann, habe ständig Angst, dass ich das >100€ Teil irgendwo liegenlasse oder verliere, das ist wirklich nicht zu Ende gedacht.

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