Fitbit Surge im Test: Fitness-Tracker und Smartwatch in einem Produkt - wie gut erfüllt das Wearable diese doppelte Aufgabe?

Im vergangenen Jahr stellte Fitbit drei verschiedene Modelle an Fitness-Trackern vor, darunter die Fitbit Surge für Leistungsportler. Fitbit preist sein neuestes Produkt als die absolute Fitness-Superwatch an, also eine Mischung aus Fitness-Tracker und Smartwatch. Wir haben die Fitbit Surge für Sie getestet und sagen Ihnen, ob das Gadget diese beiden Funktionen erfüllt und ob sich der Kauf des Wearables lohnt.

Von   Uhr

Surge, der neueste Fitness-Tracker von Fitbit, wird als Fitness-Superwatch beworben – eine Bezeichnung, die mich neugierig gemacht hat. Ich habe die Fitbit Surge daher genau für Sie unter die Lupe genommen.

Design

Bereits im vergangenen Jahr hatte ich die Gelegenheit, die drei neuesten Fitness-Tracker von Fitbit vorab in die Hand zu nehmen. Dennoch war ich erneut überrascht davon, wie klobig die Surge im Vergleich zu den anderen Trackern von Fitbit wirkt, als ich mit dem Test der Surge begann. Das Armband des Surge ist immerhin 34 Millimeter breit. Im Vergleich: der Fitbit Charge HR, der kontinuierlich den Plus misst, ist nur 21 Millimeter breit. Im Praxis-Test erwies sich diese Größe nicht immer als alltagstauglich, da eng anliegende Jacken oder Oberteile sich nicht mit dem Surge vertragen.

Dank seiner Breite hat die Surge ein relativ großes monochromes LCD-Display, auf dem die Inhalte jederzeit problemlos abgelesen werden können, sei es bei Sonne oder bei Dunkelheit. Während das Display des Fitbit Charge HR erst aktiviert werden muss, um Werte und die Uhrzeit abzulesen, ist die Uhrzeit auf dem Surge konstant zu sehen. Dies empfinde ich als großen Vorteil und eine Funktion, die ich von einer Smartwatch, aber nicht unbedingt von einem Fitness-Tracker erwarte.

Messung von Fitness-Daten & Training

Ist die Fitbit Surge also tatsächlich eine Fitness-Superwatch? Um diesen Punkt zu überprüfen, lohnt sich ein Blick auf die weiteren Funktionen der Surge. Das Wearable zeigt neben der Uhrzeit (und wahlweise dem Datum) auch die zurückgelegten Schritte und Distanzen, verbrauchte Kalorien, Stockwerke und die Pulsfrequenz auf dem Touchscreen an. Der Puls wird, wie bereits beim Fibit Charge HR, kontinuierlich gemessen und funktionierte in meinem Test problemlos.

Da das Surge für Leistungssportler gedacht ist, können Sie mit einem Klick auf die Taste an der linken Seite verschiedene Sport-Aktivitäten, wie Laufen, Wandern, Spinning und Yoga auswählen und - anhängig von der Sportart - zum Beispiel den Zeitraum des Workouts, den Puls und die verbrauchten Kalorien messen. Mit einem Klick auf die untere Taste an der rechten Seite des Surge wird das Training gestoppt. Sie erhalten eine Übersicht über die Trainingsdaten, indem Sie auf die obere Taste an der rechten Seite klicken. In der iOS-App können Sie nach der Synchronisation mit Ihrem iPhone die Trainings der vergangenen Tage nachvollziehen. Dies sind alles sehr benutzerfreundliche Funktionen, die ich mir von einem Fitness-Tracker wünsche.

SMS & Anrufe

Im Unterschied zu herkömmlichen Fitness-Trackern zeigt die Surge auch einkommende Anrufe und Textnachrichten, also SMS-Kurznachrichten oder iMessages, an und offenbart somit ihre „smarte“ Seite. Wenn Sie einen Anruf erhalten, vibriert das Display und die Nummer oder (bei gespeicherten Kontakten) der Name des Anrufers werden angezeigt, eingehende Nachrichten können auf der Uhr gelesen werden. Dies ist eine äußerst praktische Funktion, da ich erst kürzlich auf einer Messe unterwegs war und mein iPhone in meiner Tasche abgelegt habe. Durch das Surge wusste ich aber direkt, wann ich Anrufe und Nachrichten erhielt und vor allem, ob diese wichtig genug waren, um mein iPhone herauszuholen. Es wäre jedoch schön, wenn man Anrufe künftig auch direkt auf dem Surge ablehnen könnte und nicht nur eine Benachrichtigung darüber erhält. Hinzu kommt, dass ich viel über WhatsApp kommuniziere, auf dem Surge jedoch nur über Nachrichten (per SMS oder iMessages) auf dem Laufenden gehalten werde.

Ein wichtiger Punkt ist zudem die Akku-Laufzeit der Surge. Während der Hersteller verspricht, dass eine Akkuladung für mehr als sieben Tage reicht, lässt sich dies in der Realität nur teilweise bestätigen. Denn wenn Sie die Fitbit Surge „nur“ am Arm tragen, um die Uhrzeit und gelegentlich ihre zurückgelegten Schritte und Distanzen zu überprüfen, hält die Uhr in der Regel rund sechs bis sieben Tage. Wenn Sie die Surge jedoch aktiv als Sportler nutzen, um ihr Training aufzuzeichnen, kann es vorkommen, dass der Akku nach nur drei Tagen, je nach Gebrauch, aufgeladen werden muss.

Fazit

Fitbits Anspruch als Fitness-Superwatch wird die Surge leider nicht ganz gerecht. Sie bietet zwar Funktionen eines Fitness-Trackers und einer Smartwatch, die jedoch noch verbesserungswürdig sind. Dennoch ist die Surge ein empfehlenswertes Gadget für diejenigen, die sich ausführliche Fitness- und Trainingsdaten von ihrem Fitnesstracker wünschen und dabei viel Wert auf Benutzerfreundlichkeit legen. Beachtet werden sollte dabei jedoch der nicht ganz günstige Preis der Surge.

Testergebnis
ProduktnameFitbit Surge
HerstellerFitbit
Preis249,95 €
Webseitehttps://www.fitbit.com/de
Pro
  • Benutzerfreundliche Anwendung
  • Benachrichtigungen über Nachrichten und Anrufe
Contra
  • Akku-Laufzeit
  • Ablehnen von Anrufen nicht möglich
  • Relativ hoher Preis
Bewertung
1.7
gut
 

Diskutiere mit!

Hier kannst du den Artikel "Fitbit Surge im Test: Fitness-Tracker und Smartwatch in einem Produkt - wie gut erfüllt das Wearable diese doppelte Aufgabe?" kommentieren. Melde dich einfach mit deinem maclife.de-Account an oder fülle die unten stehenden Felder aus.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.