50 geniale Apple-Projekte

Apple-Projekte: Machen Sie Musik!

Ob erster Song, Podcast, Karaoke-Abend oder Gitarrenaufnahme: Apple-Geräte bringen viele Werkzeuge fürs Musikmachen bereits mit. Mit GarageBand, Sprachmemos, AirPlay und cleveren Apps wird aus iPhone, iPad oder Mac ein erstaunlich vielseitiges Tonstudio.

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Hits auf dem Mac, iPhone oder iPad schreiben

Jeder Mac, jedes iPhone und iPad taugt als Tonstudio. Keine Angst: Wer kein Instrument spielt und auch nicht singen kann, komponiert ja vielleicht trotzdem tolle Melodien – oder tut sich mit jemandem zusammen und gründet eine Band!

Der erste Schritt: GarageBand. Kostenlos für Mac, iPhone und iPad, bedienfreundlich und überraschend mächtig. Auf Touchscreens lassen sich virtuelle Instrumente per Tippen und Wischen spielen. Aber auch echte Instrumente können aufgenommen werden. Besonders gelungen: Die Funktion „Drummer“, die den eigenen Song wie von Geisterhand analysiert und passende Rhythmen aus dem Ärmel schüttelt.

Der erste eigene Hit

Der Weg zum ersten Hit ist individuell. Oft reichen Gesang oder Instrumente, aufgenommen mit der Sprachmemos-App. Viele Stars arbeiten so: Taylor Swift verriet, ihr Handy sei voll mit Melodie-
und Textideen in den Sprachmemos. Fred Again nutzt solche Schnipsel als Klangteppich, und Charlie Puth benannte sein zweites Album sogar „Voicenotes“. Ein Track darauf enthält eine Gitarrenspur, die später mühsam aus einzelnen Sprachmemo-Noten zusammengesetzt wurde.

Natürlich nutzen Profis solche Aufnahmen meist nur als Skizze. Ganze Tracks entstehen dann mit virtuellen Instrumenten in GarageBand, Logic, Cubase und auch durch echte Aufnahmen. Für Letzteres ist ein USB-Audio-Interface nötig, um Mikrofone oder Instrumente mit dem Mac, iPhone oder iPad zu verbinden. Gute Kopfhörer sind beim Musikmachen übrigens ebenfalls Pflicht.

Eine der besten Funktionen in GarageBand – und ähnlichen Programmen wie Ableton Live, Bitwig Studio oder auch FL Studio – ist die Loop-Bibliothek. Sie bietet Zugriff auf zahllose Musikschleifen: Drum-Patterns, Bass-Lines, Synthesizer-Melodien oder Vocal-Samples lassen sich ins Projekt ziehen und durch ein Übereinanderschichten zu kompletten Songs arrangieren.

Ideen in Text verwandeln

Das iPhone sorgt dafür, dass kein Geistesblitz verloren geht. In der Notizen-App auf das Büroklammer-Symbol tippen, dann „Audio aufnehmen“. Der rote Button startet die Aufnahme. Ein Tipp auf die Sprechblase verwandelt das Gesprochene magisch in bearbeitbaren Text, der sich überallhin kopieren lässt.

(Bild: Screenshot)

Singen Sie lauthals mit

Abonnenten von Apple Music verwandeln iPhone, iPad oder auch ihr Apple TV 4K dank „Apple Music Sing“ in eine komplette Karaoke-Maschine. Neben den Texten lässt sich die Lautstärke des Originalgesangs reduzieren. Das Feature unterstützt auch Duette, um gemeinsam mit Freunden oder Partnern zu performen.

(Bild: Screenshot)

Nehmen Sie Audio auf

Audio Hijack, im Web unter rogueamoeba.com zu finden, zählt zu den Favoriten der Redaktion. Das Tool zeichnet Ton von Apps auf, die selbst keine Aufnahmefunktion bieten. Zudem lassen sich hier Audioquellen mischen – etwa Safari, Systemtöne und Mikrofone. Ideal etwa für Podcasts mit mehreren Gesprächspartnern.

(Bild: Screenshot)

Instrumente verstärken

Gitarre zur Hand? Für fantastischen Sound ist kein teures Equipment nötig. Die in GarageBand integrierten Verstärker und Effekte leisten gute Dienste. Für noch mehr Profi-Power sorgen Apps wie „AmpliTube“ (ikmultimedia.com). Den besten Rock-Sound liefert der Anschluss der Gitarre über ein USB-Audio-Interface.

(Bild: Screenshot)

Podcaster werden

Eine gute Idee für einen Podcast? Kostenlose Apps wie GarageBand oder Audacity (audacityteam.org) erledigen Aufnahme und Schnitt. Hosting-Plattformen wie Podigee oder Podbean bringen die Folge dann online. Für Video-Podcasts: Aufnahme in Zoom, Schnitt in iMovie, Upload auf Youtube. Die Hardware richtet sich nach dem Anspruch: Audio von Zoom-Calls reicht für den Anfang. Solo-Podcaster greifen zu USB- oder Funkmikrofonen wie dem DJI Mic. Für Profi-Setups bietet Røde (rode.com) exzellente Hardware, vom Mixer bis hin zum mobilen Studio.

Das Zuhause mit Klang füllen

Fernseher, Soundbars und Lautsprecher mit AirPlay-Support streamen Musik mühelos von Mac, iPhone oder iPad. Ein Tipp auf das AirPlay-Symbol in Apple Music oder im Kontrollzentrum genügt zur Auswahl. Wer direkt aus Apple Music streamt, kann mehrere Lautsprecher synchron mit Musik bespielen.

DJ spielen

Um aufzulegen, braucht es keine Plattenteller, sondern „djay“. Die App gibt es für iPhone und Mac, am meisten Spaß macht sie aber auf dem großen iPad-Touchscreen. Vollgepackt mit Tools wie Beat-Matching und Effekten, integriert sie sich zudem perfekt in Apple Music.

Handy-Demos produzieren

Viele Hits erblickten das Licht der Welt schlicht als einfaches Sprachmemo. Wer ein iPhone 16 Pro/Max, iPhone Air oder ein iPhone-17-Modell besitzt, nutzt zwei Ebenen in einer Datei – etwa eine für Beatboxing oder die Melodie, die zweite für Rap oder einfachen Gesang. Einfach in einer Aufnahme auf das Wellenform-Symbol tippen, dann auf das Plus.

(Bild: Screenshot)

Die Lieblingsband erwischen

Apps wie beispielsweise die von Ticketmaster integrieren sich nahtlos in Apple Wallet, sodass das E-Ticket nach dem Kauf direkt auf dem iPhone oder der Apple Watch landet und am Einlass bequem vorgezeigt werden kann. Um sogenannte Scalper und zwielichtige Verkäufer zu meiden, empfiehlt die Redaktion den Dienst „Ticketswap“, der sich auf fairen Ticket-Resale spezialisiert hat.

Apps wie die ebenfalls kostenlosen Angebote Bandsintown oder Songkick informieren zuverlässig über anstehende Konzerte in der Nähe und lassen sich auf die eigenen Musikvorlieben abstimmen. Ein Konzert verpasst oder keine Tickets mehr bekommen? Nugs.net streamt komplette Shows von Größen wie Bruce Springsteen oder Metallica auf Apple-Geräte.

(Bild: Screenshot)

50 geniale Apple-Projekte

Dieser Artikel ist Teil unserer Reihe „50 geniale Apple-Projekte“. Hier finden Sie alle weiteren Texte der Serie:

  • Inspirierende Ideen zum Nachmachen mit Mac, iPhone und iPad!
  • Licht, Kamera, Action!
  • Machen Sie Musik!
  • Dinge lernen, die man liebt
  • Hey Siri – alles identifizieren
  • Vorsicht, Kunst
  • Entdecken Sie noch mehr
Stefan Molz // Chefredakteur
Stefan Molz

Stefan beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit Computern – angefangen beim „Brotkasten", dem C64, und Amiga 500, lange bevor Apple-Geräte seinen Alltag bestimmten. Der eigentliche Einstieg in die Mac-Welt führte über die Musikproduktion: Über die Magazine Keyboards, Keys und Beat führte ihn sein Weg schließlich zur Mac Life, deren Website er seit 2007 verantwortet. Seit 2023 ist er zudem Chefredakteur des gedruckten Magazins.

Besonders faszinieren ihn die Schnittstellen zwischen Technik und Kreativität – vom Mac als Werkzeug für Musik, Foto und Video hin zu neuen Apple-Technologien wie Vision Pro oder KI-Funktionen. Wenn Stefan nicht gerade neue Apple-Hardware testet, fotografiert er mit Vorliebe aus ungewöhnlichen Perspektiven, gerne per Drohne oder seiner Mittelformatkamera.

Neben der Redaktion ist er außerdem Host des Apple-Podcasts „Schleifenquadrat". Seine Begeisterung für Musik & Sounds begleitet ihn bis heute. Kein Wunder, denn Anfang der 2000er-Jahre etwa wirkte er unter anderem an Samples mit, die Teil von Logic Pro wurden.

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Schleifenquadrat-Podcast