50 geniale Apple-Projekte

Apple-Projekte: Dinge lernen, die man liebt

Ein Instrument spielen, programmieren, besser schreiben, Sprachen lernen oder endlich strukturierter kochen: Mac, iPhone und iPad helfen beim Einstieg in neue Fähigkeiten – mit Apps, Kursen, KI-Werkzeugen und jeder Menge Inspiration.

Von   Uhr

Meistern Sie eine neue Fähigkeit

Eines der erfüllendsten Projekte, die man überhaupt angehen kann, ist das Erlernen von etwas völlig Neuem – sei es, zum ersten Mal ein Musikinstrument in die Hand zu nehmen oder längst vergessene Fertigkeiten aufzufrischen.

Wer unsere Idee mochte, einen eigenen Hit auf dem Mac zu komponieren, aber selbst kein Instrument spielt, findet in iPad, iPhone und Mac die idealen Lehrmeister. Apple-Geräte eignen sich besonders gut für den Einstieg in die Musik, da Sie direkt auf kostenlose Lektionen zugreifen können. Auf dem Mac bietet GarageBand beispielsweise einen eigenen Akkordtrainer für Gitarristen. Dieser findet sich unter „Ablage > Neu > Instrument lernen“. Nach dem Start des Akkordtrainers zeigt die Software anschaulich, wie Dur- und Moll-Akkorde gegriffen werden.

Direkt unter dem Punkt „Übung“ befindet sich der „Store für Übungen“. Hier lassen sich umfassende Lektionen für Gitarre und Klavier herunterladen. Ein besonderes Highlight: „Lerne mit Musikern“ – hier zeigen Stars, wie ihre eigenen Songs gespielt werden.

Natürlich ist Apple nicht die einzige Quelle für musikalische Bildung. Auf YouTube finden sich Unmengen an kostenlosen Unterrichtsstunden für quasi jedes Instrument. Für Gitarristen und Ukulele-Spieler bieten Seiten wie e-chords.com und ultimate-guitar.com riesige Sammlungen an Tabulaturen. Viele Musiklehrer bieten ihre Dienste inzwischen auch über Plattformen wie Preply.com an. Solche Portale vermitteln nicht nur Musikunterricht, sondern Tutoren für fast alle Fachbereiche. Die Suche lässt sich gezielt nach Instrumenten und der gesprochenen Sprache filtern. Die Preise sind oft relativ günstig, und Bewertungen früherer Schüler schaffen Vertrauen bei der Auswahl.

So geht’s: Instrumente lernen in GarageBand

1: Lektionen suchen

(Bild: Screenshot)

Lektionen für Gitarre und Klavier sind direkt im Projekt-Auswahlfenster zu finden, das beim Start von GarageBand erscheint. Dort wählen Sie einfach den Punkt „Instrument lernen“ und klicken auf die Lektion, die Sie interessiert.

2: Lektion auswählen

(Bild: Screenshot)

Die Auswahl ist zwar nicht riesig, es gibt drei Kurse für Gitarre und zwei für Klavier, dafür ist die didaktische Qualität sehr hoch. Die verfügbaren Inhalte, wie etwa die Sammlung von Pop-Piano-Lektionen, sind exzellent produziert.

3: Mitspielen und lernen

(Bild: Screenshot)

Sobald die Lektionen heruntergeladen sind, stehen sie in der Übersicht bereit. Die Klavierstunden kombinieren Videos, Notenblätter und eine vertikale Ansicht der Klaviatur, auf der die zu spielenden Tasten hervorgehoben werden.

Programmieren lernen

(Bild: Screenshot)

Jeder kann lernen, eigene Apps zu entwickeln – und Apples kostenloses „Swift Playgrounds“ ist ein großartiger Einstieg. Die App bringt Nutzerinnen und Nutzern die Programmiersprache Swift bei, die auch von Profi-Entwicklern verwendet wird. Sie ist speziell für absolute Anfänger konzipiert und vermittelt Wissen durch spielerische, puzzle-basierte Lektionen.

Texte mit Apple Intelligence verfeinern

(Bild: Screenshot)

Wer ein Gerät besitzt, das Apple Intelligence unterstützt, erhält auf Wunsch tatkräftige Hilfe beim Schreiben. Markieren Sie einen eigenen Text und tippen Sie auf das Apple-Intelligence-Symbol (oder am Mac per Rechtsklick auf „Schreibtools“), dann erscheinen diverse Optionen wie „Korrekturlesen“, „Umschreiben“ und „Zusammenfassen“. Die Korrekturfunktion prüft auf Fehler, während „Umschreiben“ den Stil anpasst – etwa freundlicher, professioneller oder auch prägnanter. „Zusammenfassen“ dampft selbst lange Texte auf die wesentlichen Punkte ein. Zudem lässt sich OpenAIs ChatGPT nutzen, um Texte generieren zu lassen. Das Ergebnis hat zwar oft einen erkennbaren KI-Stil, ist aber ein nützlicher Helfer, um überhaupt erst einmal einen Startpunkt zu haben – das berühmt-berüchtigte leere Blatt war gestern!

Eine neue Sprache lernen

(Bild: Screenshot)

Es gibt viele gute Sprach-Apps wie Duolingo, Rosetta Stone, Memrise oder Rocket Languages. Sie lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen: spielerische Apps für den lockeren Einstieg (wie etwa Duolingo) und traditionellere Lernmethoden (wie bei Rosetta Stone). Wie bei der Musik lassen sich auch hierfür Online-Tutoren buchen.

Jetzt wird gekocht!

(Bild: Screenshot)

Viele verbringen Stunden damit, online nach Rezepten zu suchen, lange Einkaufslisten zu schreiben und jedes Detail eines Kochvorhabens mühsam vorzubereiten. Mit den richtigen Apps lässt sich dieses zeitraubende Prozedere deutlich vereinfachen. Die App „Mela“ (mela.recipes) importiert Rezepte direkt aus Safari auf Mac, iPad oder iPhone und speichert sie übersichtlich formatiert samt Zutatenliste und Schritt-für-Schritt-Anleitung ab – inklusive einer automatisch erzeugten Einkaufsliste für den geplanten Schmaus. Eine seit Jahren bewährte Alternative ist der „Paprika Recipe Manager“, der zusätzlich Funktionen wie Menüplanung und das Skalieren von Rezeptmengen bietet. Wer die App-Power in der Küche voll ausreizen will, sollte sich „Mob“ (mob.co.uk) ansehen: Der Dienst setzt auf moderne Rezeptvideos, Wochenplanung und Vorkochen (Batch Cooking). Wie ähnliche Angebote kostet er ein Abo, spart durch clevere Planungstools jedoch Zeit im Alltag. Wer gar nicht weiß, was er kochen soll, findet auf YouTube-Kanälen wie „Serious Eats“ oder „Good Food“ reichlich Inspiration.

50 geniale Apple-Projekte

Dieser Artikel ist Teil unserer Reihe „50 geniale Apple-Projekte“. Hier finden Sie alle weiteren Texte der Serie:

  • Inspirierende Ideen zum Nachmachen mit Mac, iPhone und iPad!
  • Licht, Kamera, Action!
  • Machen Sie Musik!
  • Dinge lernen, die man liebt
  • Hey Siri – alles identifizieren
  • Vorsicht, Kunst
  • Entdecken Sie noch mehr
Stefan Molz // Chefredakteur
Stefan Molz

Stefan beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit Computern – angefangen beim „Brotkasten", dem C64, und Amiga 500, lange bevor Apple-Geräte seinen Alltag bestimmten. Der eigentliche Einstieg in die Mac-Welt führte über die Musikproduktion: Über die Magazine Keyboards, Keys und Beat führte ihn sein Weg schließlich zur Mac Life, deren Website er seit 2007 verantwortet. Seit 2023 ist er zudem Chefredakteur des gedruckten Magazins.

Besonders faszinieren ihn die Schnittstellen zwischen Technik und Kreativität – vom Mac als Werkzeug für Musik, Foto und Video hin zu neuen Apple-Technologien wie Vision Pro oder KI-Funktionen. Wenn Stefan nicht gerade neue Apple-Hardware testet, fotografiert er mit Vorliebe aus ungewöhnlichen Perspektiven, gerne per Drohne oder seiner Mittelformatkamera.

Neben der Redaktion ist er außerdem Host des Apple-Podcasts „Schleifenquadrat". Seine Begeisterung für Musik & Sounds begleitet ihn bis heute. Kein Wunder, denn Anfang der 2000er-Jahre etwa wirkte er unter anderem an Samples mit, die Teil von Logic Pro wurden.

Weitere Artikel von Stefan Molz
Schleifenquadrat-Podcast