MEGADEAL
Mac Life im Dauerbezug:
Jetzt Deal sichern
AirPods mit Android und Windows

AirPods ohne iPhone nutzen: So holen Sie unter Android und Windows mehr heraus

AirPods sind nicht auf iPhone, iPad und Mac beschränkt. Auch mit Android-Smartphones, Windows-PCs und anderen Bluetooth-Geräten lassen sich die Kopfhörer nutzen. Einige ihrer besten Komfortfunktionen bleiben allerdings dem Apple-Ökosystem vorbehalten. Wir zeigen, was mit den verschiedenen Modellen funktioniert und wie Sie möglichst wenig Komfort verlieren.

Von   Uhr

AirPods lassen sich auch ohne iPhone nutzen. Grundsätzlich behandelt Apple die Kopfhörer außerhalb des eigenen Ökosystems wie ein gewöhnliches Bluetooth-Headset: Musik, Videos und Telefonate funktionieren deshalb auch mit Android-Smartphones, Windows-PCs und vielen weiteren Geräten. Je nach AirPods-Modell stehen zusätzlich Funktionen wie aktive Geräuschunterdrückung oder der Transparenzmodus direkt über die Kopfhörer zur Verfügung.

Sommer-Angebot

Quickread: Auf einen Blick
  • AirPods funktionieren mit Android, Windows und anderen Bluetooth-Geräten
  • Musikwiedergabe, Mikrofon und viele Bedienelemente bleiben nutzbar
  • Siri, automatischer Apple-Gerätewechsel und zahlreiche Einstellungen fehlen
  • Firmware-Updates benötigen ein kompatibles Apple-Gerät oder Apples Service
  • AirPods Max mit USB-C können an geeigneten Geräten auch kabelgebunden genutzt werden

Ganz ohne Einschränkungen funktioniert der Wechsel allerdings nicht. Funktionen, die eng mit iOS, macOS oder einem Apple Account verbunden sind, stehen auf anderen Plattformen entweder gar nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung. Wer seine AirPods hauptsächlich an einem Android-Smartphone oder Windows-PC nutzt, sollte diese Unterschiede kennen.

Welche AirPods eignen sich für Android und Windows?

Für die reine Bluetooth-Nutzung spielt die Generation zunächst kaum eine Rolle. AirPods 1, AirPods 2 und AirPods 3 lassen sich ebenso mit fremden Geräten verbinden wie AirPods 4, die verschiedenen AirPods-Pro-Generationen und die AirPods Max.

Interessanter sind die Unterschiede bei den Funktionen. AirPods 4 mit aktiver Geräuschunterdrückung, AirPods Pro und AirPods Max sind außerhalb des Apple-Ökosystems besonders praktisch, weil wichtige Hörmodi direkt an den Kopfhörern gesteuert werden können. Sie müssen dafür nicht ständig eine Apple-App öffnen.

Die aktuellen AirPods Pro 3 bieten beispielsweise aktive Geräuschunterdrückung und einen Transparenzmodus. Apple-spezifische Funktionen wie die Hörtest- und Hörgerätefunktionen setzen dagegen kompatible Apple-Hardware und entsprechende Software voraus.

Auch bei Funktionen wie personalisiertem 3D Audio, Siri, automatischem Gerätewechsel oder der tiefen Integration in „Wo ist?“ zeigt sich die Grenze zwischen normaler Bluetooth-Nutzung und Apples eigenem Ökosystem deutlich.

AirPods mit Android verbinden

Das Koppeln mit einem Android-Smartphone erfolgt über dessen normale Bluetooth-Einstellungen. Unterschiede gibt es lediglich dabei, wie der Kopplungsmodus der AirPods aktiviert wird.

Bei AirPods 1, AirPods 2, AirPods 3 sowie AirPods Pro 1 und AirPods Pro 2 öffnen Sie das Ladecase und lassen die AirPods darin liegen. Anschließend halten Sie die Taste auf der Rückseite des Ladecase ungefähr fünf Sekunden lang gedrückt, bis die Statusanzeige weiß blinkt.

Bei AirPods 4 und AirPods Pro 3 funktioniert das etwas anders: Öffnen Sie das Case mit eingesetzten AirPods und tippen Sie zweimal auf die Vorderseite des Ladecase. Sobald die Statusanzeige weiß blinkt, können die AirPods gekoppelt werden.

Bei AirPods Max halten Sie die Taste für den Hörmodus ungefähr fünf Sekunden lang gedrückt, bis die Statusanzeige weiß blinkt.

Öffnen Sie anschließend auf dem Android-Gerät die Bluetooth-Einstellungen, suchen Sie nach neuen Geräten und wählen Sie die AirPods aus. Danach verhalten sie sich grundsätzlich wie andere Bluetooth-Kopfhörer.

AirPods mit Windows verbinden

Unter Windows funktioniert die Einrichtung nach dem gleichen Prinzip. Öffnen Sie die Bluetooth-Einstellungen des PCs und versetzen Sie die AirPods zunächst in den Kopplungsmodus.

Unter Windows 11 finden Sie die entsprechenden Einstellungen unter „Bluetooth und Geräte“. Wählen Sie dort die Funktion zum Hinzufügen eines neuen Geräts und anschließend Bluetooth. Sobald die AirPods in der Liste erscheinen, können Sie die Verbindung herstellen.

Danach lassen sie sich sowohl als Ausgabegerät als auch – sofern vom jeweiligen Programm unterstützt – als Headset mit Mikrofon auswählen.

Falls bei Videokonferenzen, Spielen oder anderen Anwendungen Probleme mit dem Mikrofon oder der Audioqualität auftreten, lohnt sich ein Blick in die Audioeinstellungen der jeweiligen Anwendung. Windows, das verwendete Bluetooth-Modul und einzelne Programme können unterschiedliche Audio-Profile verwenden. Ein Problem muss daher nicht zwangsläufig an den AirPods liegen.

Das funktioniert auch ohne Apple-Gerät

Die wichtigste Funktion bleibt erhalten: AirPods können auf Nicht-Apple-Geräten Musik und andere Audiosignale wiedergeben. Auch das integrierte Mikrofon lässt sich für Gespräche verwenden.

Die Bedienelemente an den AirPods funktionieren ebenfalls weitgehend unabhängig vom Smartphone oder Computer. Dadurch lassen sich je nach Modell beispielsweise Wiedergabe und Anrufe steuern oder verschiedene Hörmodi umschalten.

Besonders praktisch ist das bei AirPods Pro, AirPods 4 mit aktiver Geräuschunterdrückung und AirPods Max. Geräuschunterdrückung und Transparenzmodus sind nicht grundsätzlich an ein iPhone gebunden. Sind die AirPods entsprechend eingerichtet, können die Hörmodi direkt am Kopfhörer gewechselt werden.

Darauf müssen Android- und Windows-Nutzer verzichten

Deutlich größer werden die Unterschiede bei den Komfortfunktionen. Siri steht bei der Verwendung als Bluetooth-Headset mit einem Nicht-Apple-Gerät nicht zur Verfügung.

Auch Apples automatischer Gerätewechsel ist an das eigene Ökosystem gekoppelt. Innerhalb des Apple-Ökosystems können kompatible AirPods beispielsweise zwischen iPhone, iPad und Mac wechseln, wenn alle Geräte mit demselben Apple Account verwendet werden. Zwischen einem Android-Smartphone und einem Windows-PC gibt es diesen Komfort nicht in vergleichbarer Form.

Ähnliches gilt für zahlreiche Einstellungen und Zusatzfunktionen. Apple bietet für Android oder Windows keine AirPods-App an, die den Funktionsumfang der Einstellungen auf iPhone, iPad oder Mac vollständig ersetzt.

Akkustand unter Android anzeigen

Eine der auffälligsten Einschränkungen unter Android ist die fehlende Apple-typische Anzeige für den Ladezustand von AirPods und Case. Nach dem Öffnen des Ladecase erscheint also nicht die vom iPhone bekannte Einblendung mit den einzelnen Akkuständen.

Im Play Store gibt es Apps von Drittanbietern, die eine ähnliche Funktion nachbilden. Deren Zuverlässigkeit und Datenschutz unterscheiden sich jedoch erheblich. Vor der Installation sollten Sie deshalb insbesondere prüfen, welche Berechtigungen die App verlangt und wie aktuell sie gepflegt wird. Eine dieser Apps ist zum Beispiel PodsBattery oder LibrePods. Wichtig: Für die korrekte Funktion der Apps werden teils weitreichende Berechtigungen benötigt, etwa für Bluetooth, Benachrichtigungen oder Hintergrundbenachrichtigungen. Außerdem sollten Sie beachten, dass die angezeigten Werte trotzdem je nach Kombination aus AirPods-Modell und Smartphone in ihrer Präzision schwanken können.

Wer auf zusätzliche Software verzichten möchte, kann die Statusanzeige am Case zur groben Orientierung nutzen. Eine ähnlich detaillierte Integration wie auf einem iPhone gibt es damit allerdings nicht.

Firmware-Updates sind die größte Hürde

Wer AirPods dauerhaft ohne Apple-Gerät nutzt, sollte einen wichtigen Punkt berücksichtigen: Firmware-Updates lassen sich nicht einfach über Android oder Windows installieren.

Apple verteilt neue AirPods-Firmware automatisch, wenn die Kopfhörer geladen werden und sich in Bluetooth-Reichweite eines geeigneten iPhone, iPad oder Mac befinden, das mit dem WLAN verbunden ist.

Besitzen Sie überhaupt kein kompatibles Apple-Gerät, nennt Apple als Alternative einen Apple Store oder einen autorisierten Apple Service Provider. Dort kann die Firmware aktualisiert werden.

Gerade bei langfristiger Nutzung ist das relevant, weil Apple über Firmware-Updates Fehler behebt und Funktionen der Kopfhörer anpasst. Wer gebrauchte AirPods kauft und ausschließlich Android oder Windows verwendet, sollte diesen Punkt im Hinterkopf behalten.

Ein Apple-Gerät kann trotzdem nützlich sein

Falls Sie Zugriff auf ein iPhone, iPad oder einen Mac haben, kann es sinnvoll sein, die AirPods zumindest einmal damit einzurichten und gelegentlich für Firmware-Updates zu verbinden.

Das gilt auch für Funktionen, die zunächst über ein Apple-Gerät konfiguriert werden müssen. Allerdings wird dadurch nicht jede Apple-Funktion anschließend automatisch unter Android oder Windows verfügbar. Viele Features setzen dauerhaft ein unterstütztes Apple-Betriebssystem voraus.

Ein weiterer Vorteil besteht bei „Wo ist?“. Damit AirPods über Apples Netzwerk geortet werden können, müssen sie zuvor mit einem iPhone oder iPad gekoppelt worden sein, auf dem ein Apple Account verwendet und „Wo ist?“ eingerichtet ist. Einige Informationen lassen sich danach auch über iCloud.com abrufen. Ohne vorherige Einrichtung über ein Apple-Gerät lässt sich diese Integration jedoch nicht nachträglich über Android aktivieren.

AirPods Max sind am PC besonders interessant

Eine Sonderstellung nehmen neuere AirPods-Max-Modelle mit USB-C ein. AirPods Max 1 mit USB-C und AirPods Max 2 können nicht nur über Bluetooth verwendet werden.

Apple unterstützt bei diesen Modellen auch eine direkte digitale Audioverbindung über USB-C. AirPods Max 2 und die USB-C-Version der ersten AirPods Max lassen sich deshalb per USB-C-Kabel mit kompatiblen Android-Geräten und anderen Nicht-Apple-Geräten verbinden.

Über eine solche Kabelverbindung ist laut Apple auch verlustfreies Audio mit besonders niedriger Latenz möglich. Für einen Desktop-PC oder ein Notebook kann das ein erheblicher Vorteil gegenüber der Bluetooth-Verbindung sein.

Auch USB-A ist möglich, sofern ein geeignetes USB-C-auf-USB-A-Kabel verwendet wird. Dadurch eignen sich die USB-C-AirPods-Max deutlich besser für den kabelgebundenen Betrieb an klassischen PCs als die meisten anderen AirPods.

Lossless über Bluetooth funktioniert nicht

Bei der Audioqualität sollte man zwischen Bluetooth und Kabel unterscheiden. Über eine normale Bluetooth-Verbindung übertragen AirPods Musik nicht verlustfrei. Das gilt unabhängig davon, ob sie mit einem iPhone, Android-Smartphone oder Windows-PC verbunden sind.

Wer Lossless Audio nutzen möchte, benötigt bei den unterstützten AirPods-Max-Modellen daher eine Kabelverbindung. Für AirPods, AirPods 4 und AirPods Pro gibt es an gewöhnlichen Android- oder Windows-Geräten keine entsprechende kabelgebundene Alternative.

So holen Sie auf Android und Windows mehr aus den AirPods

Für eine möglichst unkomplizierte Nutzung sollten Sie die Steuerung direkt über die AirPods verwenden und wichtige Hörmodi dort bedienen. So sind Sie weniger von Funktionen abhängig, für die Apple auf anderen Plattformen keine eigene App anbietet.

Nutzen Sie mehrere Geräte, müssen Sie außerdem damit rechnen, die Verbindung häufiger manuell umzuschalten. Bei Problemen kann es helfen, die AirPods im Bluetooth-Menü des bisherigen Geräts zu trennen, bevor Sie die Verbindung am nächsten Gerät herstellen.

Wer AirPods neu kaufen möchte und ausschließlich Android oder Windows verwendet, sollte zudem prüfen, ob Apples Zusatzfunktionen den Aufpreis gegenüber plattformunabhängigeren Kopfhörern rechtfertigen. Für Besitzer bereits vorhandener AirPods gibt es dagegen wenig Grund, die Kopfhörer beim Wechsel von einem iPhone zu Android sofort auszutauschen.