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iPhone-Geflüster

iPhone 18 Pro: Neuer Leak verspricht mehr GPU-Leistung – Speicher wird deutlich teurer

Beim iPhone 18 Pro könnte Apple die Grafikleistung und Speicherbandbreite deutlich ausbauen. Ein neuer Leak nennt Details zum A20 Pro, während TrendForce gleichzeitig vor stark gestiegenen Speicherkosten und höheren iPhone-Preisen warnt.

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Kurz vor der erwarteten Vorstellung des iPhone 18 Pro verdichten sich die Hinweise auf technische Änderungen beim A20 Pro. Ein auf Weibo veröffentlichter Leak deutet auf eine zusätzliche GPU-Einheit und eine deutlich breitere Speicheranbindung hin. Gleichzeitig berichtet das Marktforschungsunternehmen TrendForce von erheblich gestiegenen Speicherkosten, die sich auf die Preise der kommenden iPhones auswirken könnten.

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Quickread: Auf einen Blick
  • Der A20 Pro soll sieben statt sechs GPU-Kerne erhalten
  • Ein Leak deutet auf ein 96-Bit-Speicherinterface statt 64 Bit hin
  • Der L2-Cache der Effizienzkerne könnte von 6 MB auf 8 MB wachsen
  • TrendForce erwartet einen im 2-nm-Verfahren gefertigten A20 Pro
  • Speicherkosten des 256-GB-Pro-Modells sollen im Jahresvergleich fast 400 Prozent höher liegen

A20 Pro soll sieben GPU-Kerne bekommen

Ausgangspunkt des neuen Chip-Leaks ist ein angebliches Diagramm der Lötverbindungen des A20 Pro. Der Weibo-Nutzer hat daraus nach eigenen Angaben den internen Aufbau des Prozessors rekonstruiert. Die Informationen sind entsprechend nicht offiziell bestätigt und beruhen teilweise auf Rückschlüssen aus dem vorliegenden Layout.

Demnach soll Apple beim A20 Pro weiterhin auf sechs CPU-Kerne setzen: zwei Performance- und vier Effizienzkerne. Bei der GPU könnte Apple hingegen von sechs auf sieben Kerne wechseln. Allein die Zahl der Grafikeinheiten würde damit gegenüber dem A19 Pro um rund 16 Prozent steigen.

Noch relevanter könnte die Speicheranbindung werden. Der Leak deutet auf ein 96 Bit breites Interface für LPDDR5X-Speicher hin. Beim A19 Pro sind es dem Bericht zufolge 64 Bit. Die Breite des Speicherbusses würde damit rechnerisch um 50 Prozent steigen, wodurch erheblich mehr Daten zwischen Arbeitsspeicher und Prozessor übertragen werden könnten.

Speicherbandbreite erklärt!

Die Speicherbandbreite beschreibt, wie viele Daten der Prozessor innerhalb einer bestimmten Zeit zum Arbeitsspeicher übertragen und von dort abrufen kann. Ein breiteres Speicherinterface kann den Datendurchsatz erhöhen – davon profitieren unter anderem Grafikberechnungen und rechenintensive KI-Aufgaben.

Auch beim Cache soll Apple Änderungen vornehmen. Der gemeinsame L2-Cache der Effizienzkerne könnte von 6 MB auf 8 MB wachsen. Für die Performance-Kerne werden weiterhin 16 MB genannt. Wie groß der übergeordnete System-Level-Cache ausfällt, geht aus dem Leak dagegen nicht hervor.

TrendForce erwartet A20 Pro aus dem 2-nm-Verfahren

Unabhängig von diesem Leak rechnet auch TrendForce mit einem deutlich überarbeiteten Prozessor. Nach Einschätzung der Marktforscher sollen das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max und Apples erstes faltbares iPhone den A20 Pro erhalten. Gefertigt werden soll der Chip im 2-nm-Verfahren von TSMC.

TrendForce erwartet dadurch mehr Rechenleistung und eine höhere Energieeffizienz. Zudem soll Apple bei der Chip-Verpackung von InFO auf WMCM wechseln. Die neue Architektur soll unter anderem kürzere Signalwege ermöglichen und bei hoher Belastung die Wärmeentwicklung reduzieren.

Speicherkosten steigen laut TrendForce um fast 400 Prozent

Die leistungsfähigere Speicheranbindung trifft allerdings auf einen für Apple deutlich teureren Speichermarkt. TrendForce zufolge sollen die Speicherkosten für das iPhone 18 Pro mit 256 GB im dritten Quartal 2026 fast 400 Prozent höher liegen als ein Jahr zuvor.

Das bedeutet nicht, dass die gesamten Herstellungskosten des Smartphones um diesen Faktor steigen. Betroffen ist nach Angaben von TrendForce speziell der Speicheranteil der Stückliste. Bereits in einer früheren Analyse hatte das Unternehmen für das iPhone 18 Pro mit 256 GB insgesamt rund 38 Prozent höhere Materialkosten gegenüber dem Vorgänger prognostiziert.

Apple soll versuchen, einen Teil der Mehrkosten durch günstigere Konditionen bei anderen Komponenten aufzufangen. Nach Einschätzung von TrendForce reicht das jedoch nicht aus. Das Unternehmen hält deshalb Preissteigerungen bei der kommenden iPhone-Generation für wahrscheinlich und rechnet je nach Modell mit rund zehn bis 20 Prozent höheren Preisen.

Offizielle Details fehlen noch

Die konkreten Angaben zur Anzahl der GPU-Kerne, zur Cache-Größe und zum 96-Bit-Speicherinterface stammen bislang aus einem Leak und sollten daher mit entsprechender Vorsicht betrachtet werden. TrendForce kennzeichnet auch seine Angaben zu Ausstattung und Preisen ausdrücklich als Prognosen auf Basis derzeit verfügbarer Marktinformationen.

Dass Apple beim A20 Pro sowohl Leistung als auch Speicherbandbreite ausbauen könnte, wäre technisch jedoch schlüssig: Gerade GPU- und KI-Berechnungen profitieren von einem hohen Datendurchsatz. Gleichzeitig zeigen die Zahlen von TrendForce, dass ausgerechnet der dafür benötigte Speicher zu einem immer größeren Kostenfaktor wird.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Der Leak zeichnet ein plausibles Bild für Apples nächsten Pro-Chip: Eine zusätzliche GPU-Einheit allein wäre ein überschaubarer Schritt, zusammen mit einer breiteren Speicheranbindung könnte der Leistungszuwachs aber deutlicher ausfallen. Interessanter ist derzeit der wirtschaftliche Hintergrund. Die Zahlen von TrendForce zeigen, wie stark Speicher inzwischen auf die Herstellungskosten drückt. Ob und in welchem Umfang Apple diese Mehrkosten tatsächlich an Käufer weitergibt, lässt sich erst mit den offiziellen Preisen beurteilen.

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