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Foldable-Displays

Google, Oppo und Vivo sollen Apples Dual-UTG-Technik für Foldables übernehmen

Apple soll bei seinem ersten faltbaren iPhone auf zwei Schichten ultradünnes Glas setzen. Laut einem Bericht von The Elec arbeiten Google, Oppo und Vivo bereits an ähnlichen Displays für ihre Foldables des Jahres 2027.

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Google, Oppo und Vivo sollen bei ihren kommenden Foldable-Smartphones auf eine neue Displaykonstruktion mit zwei Schichten ultradünnem Glas setzen. Das berichtet The Elec unter Berufung auf Quellen aus der Industrie. Eine vergleichbare sogenannte Dual-UTG-Struktur soll auch Apple für sein erstes faltbares iPhone vorgesehen haben.

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Quickread: Auf einen Blick
  • Google, Oppo und Vivo sollen 2027 Foldables mit zwei UTG-Schichten einsetzen
  • Samsung Display fertigt dem Bericht zufolge bereits entsprechende Prototypen
  • Eine Glasschicht liegt über, die zweite unter dem faltbaren OLED-Panel
  • Der Aufbau soll Belastungen besser verteilen und die sichtbare Displayfalte reduzieren
  • Auch Apples erstes faltbares iPhone soll diese Konstruktion nutzen

Samsung Display fertigt dem Bericht zufolge bereits Dual-UTG-Prototypen nach den Vorgaben von Google, Oppo und Vivo. Dabei sollen unter anderem unterschiedliche Anforderungen an Aufbau, Dicke und Haltbarkeit getestet werden. Ziel sei eine Serienproduktion passend zu den für 2027 geplanten Geräten.

Zwei Glasschichten statt einer

UTG steht für „Ultra-Thin Glass“, also ultradünnes Glas. Bei der beschriebenen Konstruktion befindet sich jeweils eine UTG-Schicht oberhalb und unterhalb des faltbaren OLED-Panels.

UTG erklärt!

UTG steht für „Ultra-Thin Glass“ und bezeichnet besonders dünnes Glas, das sich in faltbaren Displays einsetzen lässt. Es kombiniert eine gewisse Flexibilität mit einer härteren Oberfläche als viele reine Kunststofflösungen. Bei Dual-UTG wird das OLED-Panel sowohl oberhalb als auch unterhalb mit einer solchen Glasschicht versehen.

Die obere Glasschicht dient dabei als Schutz für das Display. Mit einer Dicke von lediglich einigen zehn Mikrometern soll sie flexibel genug für wiederholtes Falten sein und gleichzeitig vor Kratzern und äußeren Einwirkungen schützen.

Die zweite UTG-Schicht liegt unterhalb des OLED-Panels. Sie soll vor allem die beim Öffnen und Schließen rund um das Scharnier auftretenden Kräfte verteilen und die Konstruktion stabilisieren. Durch eine gezielte Abstimmung beider Schichten sollen sich sowohl Verformungen als auch die sichtbare Falte in der Displaymitte reduzieren lassen.

Apple soll auf denselben Aufbau setzen

Die Konstruktion soll erstmals bei Apples erwartetem Foldable zum Einsatz kommen. Das Unternehmen hat entsprechende technische Details bislang nicht offiziell bestätigt. The Elec zufolge habe Apple bei der Entwicklung insbesondere auf eine möglichst wenig sichtbare Displayfalte und eine hohe Stabilität Wert gelegt.

Google, Oppo und Vivo sollen nun einen vergleichbaren Ansatz verfolgen. Als Hersteller der Displays ist Samsung Display vorgesehen. Der Zulieferer Dowoo Insys soll wiederum die oberen und unteren UTG-Schichten bereitstellen.

Samsung selbst nutzt derzeit einen anderen Aufbau. Beim Galaxy Z Fold8 kommt laut The Elec lediglich oberhalb des OLED-Panels eine UTG-Schicht zum Einsatz. Unter dem Display setzt Samsung stattdessen auf eine Titanlegierung und eine verstärkte Titanplatte, die Belastungen verteilen und das Panel stabilisieren sollen.

Neue Foldables für 2027 erwartet

Für die drei Hersteller nennt der Bericht bereits grobe Zeiträume. Oppo soll ein neues Foldable im ersten Quartal 2027 vorstellen, Vivo im ersten Halbjahr. Ein neues faltbares Pixel von Google werde demnach für die zweite Jahreshälfte erwartet.

Ob Dual-UTG in der Praxis tatsächlich eine deutlich weniger sichtbare Displayfalte ermöglicht, lässt sich anhand der bisherigen Informationen nicht beurteilen. Die Konstruktion bringt zudem zusätzliche Bauteile und Fertigungsschritte mit sich. The Elec weist darauf hin, dass ein Aufbau mit nur einer UTG-Schicht einfacher und potenziell günstiger produziert werden kann.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Eine möglichst unauffällige Displayfalte gehört weiterhin zu den zentralen Herausforderungen faltbarer Smartphones. Sollten gleich mehrere Hersteller auf Dual-UTG wechseln, wäre das ein Hinweis darauf, dass die Konstruktion gegenüber bisherigen Lösungen technische Vorteile bieten kann. Die Praxis muss aber zeigen, wie sich die zusätzlichen Glasschichten auf Haltbarkeit, Gerätedicke und Produktionskosten auswirken.

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