Apple soll seine Pläne für kommende MacBooks neu geordnet haben. Laut einer aktualisierten Roadmap des Marktforschungsunternehmens Omdia könnte 2029 ein bislang unbekanntes MacBook mit 13,8-Zoll-OLED-Display erscheinen. Gleichzeitig sollen zwei zuvor geplante Modelle gestrichen worden sein.
- Apple soll für 2029 ein neues 13,8-Zoll-MacBook mit OLED planen
- Das Modell könnte zwischen MacBook Air und MacBook Pro positioniert werden
- MacBook-Pro-Varianten mit Mini-LED sollen mindestens bis 2028 im Programm bleiben
- Ein faltbares MacBook und ein weiteres großes OLED-Modell sollen gestrichen worden sein
- Die Angaben stammen aus einer langfristigen Roadmap von Omdia und sind nicht offiziell bestätigt
Neues MacBook zwischen Air und Pro
Das neue Modell soll innerhalb des Portfolios zwischen dem MacBook Air und den höher positionierten OLED-Modellen des MacBook Pro angesiedelt werden. Omdia nennt ein 13,8 Zoll großes Display mit einer einschichtigen Hybrid-OLED-Struktur.
Für das Panel werden außerdem LTPO+, eine integrierte Touch-Erkennung, eine unter dem Display platzierte Kamera und eine in die OLED-Verkapselung integrierte Farbfilterschicht genannt. Welche Displayhersteller Apple dafür einsetzen könnte, sei derzeit noch offen.
Bei OLED erzeugt jeder Bildpunkt sein eigenes Licht. Dadurch sind sehr tiefe Schwarzwerte und hohe Kontraste möglich, ohne dass eine separate Hintergrundbeleuchtung benötigt wird. Mini-LED-Displays verwenden dagegen weiterhin ein LCD-Panel, das von vielen kleinen LEDs beleuchtet wird.
Auffällig ist dabei die Position des MacBook Air: In der neuen Omdia-Roadmap soll die Baureihe bis 2030 weiterhin LCD-Panels verwenden. Frühere Berichte hatten dagegen ein MacBook Air mit OLED-Technik ab 2028 oder 2029 in Aussicht gestellt. Das neue 13,8-Zoll-Modell könnte diese Rolle zumindest teilweise übernehmen.
Mini-LED-MacBook-Pro soll länger bleiben
Auch beim MacBook Pro soll Apple seine Strategie angepasst haben. Die derzeit eingesetzten LCD-Panels mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung könnten demnach auch nach dem Start der ersten OLED-Modelle weiter angeboten werden.
Omdia erwartet, dass Apple die 14- und 16-Zoll-Varianten mit Mini-LED mindestens bis 2028 parallel zu den höher positionierten OLED-Geräten verkauft. Als Grund für die langsamere Umstellung werden gestiegene Speicher- und Komponentenkosten genannt.
Die ersten höherwertigen MacBook-Pro-Modelle mit OLED-Display werden der Roadmap zufolge für die zweite Jahreshälfte 2026 oder Anfang 2027 erwartet. In früheren Berichten wurden diese Geräte teilweise auch unter der bislang nicht bestätigten Bezeichnung „MacBook Ultra“ geführt.
Zwei geplante MacBooks sollen gestrichen sein
An anderer Stelle soll Apple seine Pläne dagegen vollständig aufgegeben haben. Omdia zufolge wurde die Entwicklung eines faltbaren MacBooks mit einer aufgeklappten Displaygröße zwischen 16,1 und 18 Zoll eingestellt. Das Gerät war in früheren Berichten teilweise noch als großes faltbares iPad beschrieben worden.
Ebenfalls nicht mehr vorgesehen sein soll ein separates OLED-MacBook mit einer Displaygröße zwischen 14,4 und 16,1 Zoll. Dieses Modell wäre ursprünglich oberhalb des neuen 13,8-Zoll-Geräts und außerhalb der regulären MacBook-Pro-Reihe angesiedelt worden.
Damit zeichnet Omdia eine deutlich veränderte MacBook-Roadmap: Neben dem MacBook Air mit LCD könnten länger als bislang erwartet MacBook-Pro-Modelle mit Mini-LED bestehen bleiben. OLED wäre zunächst den höherwertigen Geräten vorbehalten, bevor 2029 ein zusätzliches 13,8-Zoll-Modell eine neue Position zwischen Air und Pro besetzen könnte.
Bei den Angaben handelt es sich allerdings um langfristige Marktprognosen und nicht um von Apple bestätigte Produktpläne. Gerade bei Geräten, deren möglicher Marktstart mehrere Jahre entfernt ist, können sich technische Details und die Produktstrategie noch ändern.









