Der Kopf gibt die Richtung an

AirPods: 3D-Audio mit Head Tracking optimal konfigurieren

3D-Audio kann Musik, Filme und Serien räumlicher wirken lassen. Mit der richtigen Konfiguration passen Sie den Klang an Ihre Ohren an und entscheiden für jede App, ob sich die Klangbühne mit Ihren Kopfbewegungen verändern soll.

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Mit 3D-Audio erzeugen kompatible AirPods eine virtuelle Klangbühne, die Musik, Filme und andere Inhalte räumlicher wirken lässt. Die dynamische Kopferfassung – häufig auch Head Tracking genannt – bezieht zusätzlich die Bewegung des Kopfes ein. Dadurch scheint der Ton weiterhin aus Richtung des iPhone, iPad, Mac oder Fernsehers zu kommen, wenn Sie den Kopf drehen.

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Quickread: Auf einen Blick
  • 3D-Audio mit Head Tracking funktioniert ab den AirPods 3 sowie mit allen AirPods Pro und AirPods Max
  • Das persönliche Audioprofil wird mit einem Face-ID-fähigen iPhone erstellt
  • „Kopferfassung“ eignet sich besonders für Filme und Serien
  • „Fixiert“ bietet räumlichen Klang ohne wandernde Klangbühne
  • Die gewählte Einstellung wird für jede App separat gespeichert

Welche AirPods unterstützen 3D-Audio mit Head Tracking?

Die Funktion steht auf den AirPods 3 und neueren regulären AirPods-Modellen zur Verfügung. Dazu gehören die AirPods 3 sowie sämtliche Varianten der AirPods 4.

Unterstützt werden außerdem alle Generationen der AirPods Pro und AirPods Max. Konkret umfasst die aktuelle Modellpalette damit folgende Kopfhörer:

  • AirPods 3
  • AirPods 4
  • AirPods 4 mit aktiver Geräuschunterdrückung
  • AirPods Pro 1
  • AirPods Pro 2
  • AirPods Pro 3
  • AirPods Max 1
  • AirPods Max 2

Die AirPods 1 und AirPods 2 beherrschen Apples 3D-Audio mit dynamischer Kopferfassung nicht. Auch bei kompatiblen Modellen hängt die Verfügbarkeit von der verwendeten App, dem Wiedergabegerät und dem jeweiligen Inhalt ab.

AirPods und Apple-Gerät aktualisieren

Bevor Sie die Funktion konfigurieren, sollten Sie das Betriebssystem des verbundenen Apple-Geräts aktualisieren. AirPods-Firmware wird normalerweise automatisch installiert, wenn die Kopfhörer geladen werden und sich in Bluetooth-Reichweite eines mit WLAN verbundenen iPhone, iPad oder Mac befinden.

Den Firmwarestand finden Sie auf dem iPhone oder iPad unter „Einstellungen“, „Bluetooth“ und dem Info-Symbol neben den AirPods. Bei neueren Systemversionen können Sie alternativ direkt oben in den Einstellungen auf den Namen der verbundenen AirPods tippen.

Personalisiertes 3D-Audio einrichten

Personalisiertes 3D-Audio berücksichtigt die Form Ihres Kopfes und Ihrer Ohren. Apple erstellt dafür mithilfe der TrueDepth-Kamera des iPhone ein individuelles Audioprofil.

Sie benötigen ein iPhone mit Face ID und mindestens iOS 16. Die AirPods müssen mit dem iPhone verbunden sein. Öffnen Sie anschließend „Einstellungen“ und tippen Sie oben auf den Namen Ihrer AirPods.

Wählen Sie „Personalisiertes 3D-Audio“ und starten Sie die Einrichtung. Das iPhone erfasst zunächst die Vorderseite Ihres Gesichts und anschließend beide Ohren. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm und bewegen Sie den Kopf langsam, statt das iPhone um den Kopf herumzuführen.

Nehmen Sie den Scan möglichst in einer gleichmäßig beleuchteten Umgebung vor. Brillen können Sie in der Regel aufbehalten. Haare, Mützen oder andere Gegenstände sollten die Ohren jedoch nicht verdecken.

Das erstellte Profil wird mit Ihrem Apple Account verknüpft. Dadurch lässt es sich auch auf unterstützten iPads, Macs, Apple TVs, Apple Watches und der Apple Vision Pro verwenden, sofern Sie dort mit demselben Account angemeldet sind.

Head Tracking auf dem iPhone und iPad aktivieren

Setzen Sie die AirPods ein, verbinden Sie sie mit dem iPhone oder iPad und starten Sie die gewünschte Musik-, Video- oder Streaming-App. Öffnen Sie anschließend das Kontrollzentrum.

Halten Sie den Lautstärkeregler gedrückt und tippen Sie auf „3D-Audio“. Je nach Inhalt kann die Bezeichnung auch „Stereo zu 3D“ lauten.

Nun stehen drei Einstellungen zur Auswahl:

  • „Aus“ deaktiviert sowohl die räumliche Wiedergabe als auch die Kopferfassung.
  • „Fixiert“ aktiviert die räumliche Klangbühne, verzichtet aber auf Head Tracking.
  • „Kopferfassung“ aktiviert 3D-Audio einschließlich dynamischer Anpassung an Ihre Kopfbewegungen.

Die Auswahl wird für jede App separat gespeichert. Sie können Head Tracking daher beispielsweise in einer Video-App verwenden, in Apple Music aber die fixierte Darstellung wählen.

Welche Einstellung eignet sich für welche Inhalte?

Für Filme und Serien ist „Kopferfassung“ meist die passende Einstellung. Stimmen und Geräusche bleiben dadurch stärker mit dem Display verbunden. Drehen Sie den Kopf, scheint der Dialog weiterhin aus Richtung des Bildschirms zu kommen.

Bei Musik ist die Wahl stärker vom persönlichen Geschmack abhängig. Head Tracking kann Liveaufnahmen und aufwendig gemischte Dolby-Atmos-Titel räumlicher wirken lassen. Gleichzeitig kann die wandernde Klangbalance bei Bewegung irritieren. In diesem Fall bietet „Fixiert“ weiterhin eine räumliche Wiedergabe, ohne den Klang am Wiedergabegerät zu verankern.

Für Podcasts, Hörbücher und längere Sprachaufnahmen ist 3D-Audio nicht immer von Vorteil. Stimmen können durch die räumliche Verarbeitung weiter entfernt wirken. Vergleichen Sie hier „Fixiert“ und „Aus“ direkt miteinander.

Head Tracking auf dem Mac konfigurieren

Verbinden Sie die AirPods mit dem Mac und starten Sie einen kompatiblen Inhalt. Öffnen Sie anschließend über die Menüleiste das Menü für die AirPods beziehungsweise die Audioausgabe.

Unter „3D-Audio“ können Sie ebenfalls zwischen „Aus“, „Fixiert“ und „Kopferfassung“ wählen. Für 3D-Audio mit Musik benötigt der Mac einen Apple-Chip. Welche Optionen angezeigt werden, hängt außerdem von der App und dem wiedergegebenen Material ab.

Das personalisierte 3D-Audioprofil lässt sich auf dem Mac verwenden, muss jedoch zunächst über ein kompatibles iPhone erstellt werden.

3D-Audio am Apple TV 4K verwenden

Verbinden Sie Ihre AirPods mit dem Apple TV 4K und öffnen Sie während der Wiedergabe das Kontrollzentrum. Wählen Sie dort die AirPods aus und rufen Sie die Einstellungen für 3D-Audio auf.

Auch am Apple TV können Sie zwischen einer fixierten räumlichen Wiedergabe und dynamischer Kopferfassung wechseln. Head Tracking eignet sich hier besonders für Filme und Serien, da der Ton akustisch am Fernseher verankert bleibt.

Für personalisiertes 3D-Audio müssen das Profil auf einem iPhone eingerichtet und auf iPhone sowie Apple TV derselbe Apple Account verwendet werden.

Kopferfassung vollständig deaktivieren

Möchten Sie Head Tracking nicht nur in einer einzelnen App, sondern grundsätzlich abschalten, öffnen Sie auf dem iPhone oder iPad „Einstellungen“ und anschließend „Bedienungshilfen“.

Tippen Sie auf „AirPods“, wählen Sie Ihre Kopfhörer aus und deaktivieren Sie die Option, mit der die AirPods dem verbundenen Gerät folgen. Die genaue Bezeichnung enthält den Namen des jeweiligen Geräts.

Diese Einstellung ist hilfreich, wenn sich die Klangbühne unerwünscht verschiebt oder Sie die AirPods häufig beim Gehen und Arbeiten verwenden.

Stereo zu 3D richtig einsetzen

Bei herkömmlichen Stereoaufnahmen können kompatible AirPods den Klang nachträglich räumlich aufbereiten. Im Kontrollzentrum erscheint dann häufig „Stereo zu 3D“ statt eines Hinweises auf Dolby Atmos.

Die Funktion erzeugt allerdings keine echte Mehrkanalabmischung. Sie simuliert lediglich eine größere räumliche Darstellung. Das kann bei Filmen und einigen Musikproduktionen angenehm wirken, bei anderen Aufnahmen aber Stimmen oder Instrumente unnatürlich verändern.

Vergleichen Sie die Einstellung deshalb mit der unveränderten Stereowiedergabe. Besonders bei älteren Musikaufnahmen ist „Aus“ mitunter die authentischere Wahl.

Dolby Atmos in Apple Music kontrollieren

Öffnen Sie auf dem iPhone oder iPad „Einstellungen“, „Apps“, „Musik“ und anschließend „Dolby Atmos“. Mit der Einstellung „Automatisch“ spielt Apple Music kompatible Titel über unterstützte AirPods in Dolby Atmos ab.

„Immer eingeschaltet“ ist vor allem für andere Kopfhörer oder spezielle Audiokonfigurationen gedacht. Bei AirPods ist „Automatisch“ normalerweise die sinnvollste Einstellung.

Beachten Sie, dass Dolby-Atmos- und Stereofassungen eines Titels unterschiedlich laut klingen können. Die Option „Lautstärke anpassen“ kann solche Abweichungen reduzieren, verändert allerdings die wahrgenommene Dynamik.

Wenn 3D-Audio nicht angezeigt wird

Kontrollieren Sie zunächst, ob beide AirPods eingesetzt und korrekt verbunden sind. Starten Sie anschließend einen unterstützten Inhalt, bevor Sie den Lautstärkeregler im Kontrollzentrum gedrückt halten.

Fehlt die Funktion weiterhin, aktualisieren Sie das Apple-Gerät und prüfen Sie den Firmwarestand der AirPods. Trennen Sie die Kopfhörer gegebenenfalls kurz und verbinden Sie sie erneut.

Nicht jede App und nicht jeder Inhalt stellt sämtliche Optionen bereit. Bei einer reinen Stereoquelle kann beispielsweise nur „Stereo zu 3D“ erscheinen. Einige Apps unterstützen überhaupt keine räumliche Wiedergabe.

Auch Mono-Audio kann die Funktion beeinträchtigen. Prüfen Sie auf dem iPhone oder iPad unter „Einstellungen“, „Bedienungshilfen“ und „Audio & Visuelles“, ob „Mono-Audio“ deaktiviert ist.

Die optimale Konfiguration

Aktivieren Sie zunächst personalisiertes 3D-Audio und vergleichen Sie das Ergebnis mit dem Standardprofil. Nutzen Sie bei Filmen und Serien „Kopferfassung“, während sich für Musik häufig „Fixiert“ als ausgewogenere Einstellung erweist.

Da das System die Auswahl pro App speichert, müssen Sie keine einheitliche Einstellung für alle Inhalte verwenden. Konfigurieren Sie jede regelmäßig genutzte App separat und schalten Sie die räumliche Verarbeitung bei Stimmen oder klassischen Stereoaufnahmen aus, wenn diese dadurch weniger natürlich klingen.