Wechsel von Intel zu ARM

Werden MacBooks jetzt günstiger?

Der Wechsel von Intel- zu ARM-Prozessoren könnte die Kosten für Apple um 40 bis 60 Prozent senken. Gibt Apple die niedrigeren Kosten in Form günstigerer Macs an die Kunden weiter?

Von   Uhr

Sollte Apple wirklich Intel Adieu sagen und zu selbstentwickelten Prozessoren auf ARM-Basis schwenken, dann ergeben sich nicht nur für Entwickler große Änderungen, sondern auch für Apple.

Der bekannte Analyst Ming-Chi Kuo erwartet für das vierte Quartal 2020 die ersten Ankündigungen für die neuen Macs und meint, dass Apple damit unter anderem sehr viel Geld sparen wird. Apples eigene CPU soll nach Einschätzung von Kuo 40 bis 60 Prozent günstiger sein als die von Intel.

Ob Apple diese Einsparungen zumindest teilweise an Kunden weitergeben wird? Davon ist auszugehen, auch wenn Apple sicherlich keine 500-Euro-MacBooks bauen wird, sondern eher Einsteigermodelle für unter 1.000 Euro. Zum Vergleich, das aktuelle MacBook Air beginnt bei 1.199 Euro. Apple will sicherlich nicht als Billighersteller dastehen und zum anderen gibt es laut Kuo noch ein anderes Problem: Ein USB-Controller wird hinzugekauft werden müssen, weil der im ARM nicht dabei ist. Kuo glaubt, dass ASMedia diese Hardware liefern wird.

Und wie werden Entwickler mit dem ARM-Umstieg zurecht kommen?

Dazu hat die MacWorld einen interessanten Gedanken veröffentlicht: Apple könnte das iPad nutzen, damit Entwickler ihre auf ARM angepassten Anwendungen testen können – noch bevor die finale Hardware erscheint. Das klingt zwar erst einmal irre, aber Apple hatte beim letzten Prozessorlieferantenwechsel von PowerPC zu Intel schon einmal ein „Development Transition Kit“ verteilt, damit der Übergang reibungslos funktionierte. Diese Funktion könnte vielleicht auch das neue iPad Pro übernehmen – darin arbeitet immerhin ein ARM-Prozessor.

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Der war gut! X)

"Apple will sicherlich nicht als Billighersteller dastehen und" darum werden sich auch die Preise nicht wesentlich ändern, selbst wenn es dann möglich wäre. Selbst wenn sie dadurch mehr Einheiten verkaufen können, wäre ein MacBook dann kein Statussymbol mehr.

Bei dem Artikel könnte man ja fast schon glauben dass was angekündigt wäre.
Ist es aber nicht.
Also wozu Spekulationen um Dinge die noch nicht mal ansatzweise existieren?

Genauso könnte man spekulieren dass jetzt jeder ein iPad mit Rabatt bekommt weil grad Ausgangseinschränkungen sind.

Alles blödsinn

Ein Sachverhalt, der mal wieder keine Rolle spielt: Die Entwicklungskosten. Kostensenkung bei EINEM Bestandteil (wie groß wäre der prozentual gegenwärtig bei einem Mac?) auf der einen Seite und Mehrkosten bei Entwicklung nicht nur des Prozessoren. Da gehört ja wohl noch eine Menge anderes Zeugs dazu, auf der anderen Seite.

Ob sich das in Summe so auf den Endpreis auswirken wird, wie hier der Artikelschreiber zu suggerieren versucht - FRAGLICH.

Eher peinlich, dass solche Zusammenhänge nicht einmal im Ansatz wenigstens gedacht werden. OK, wäre ja auch kontraproduktiv zum Ansinnen des Artikels. Es bleibt dennoch immer nur wieder festzustellen: Die Wirklichkeit ist deutlich komplexer und von vielen Zusammenhängen und Ursachengeflechten abhängig, als nur das allseits bekannte und in Medien beliebte "Schwarz-Weiß".

Halbwahrheiten, Gerüchte und Kaffeesatzleserei. Wer es mag ist hier richtig.

Wer glaubt diesen macOS ARM unsinn eigentlich wirklich!
Vielleicht 2030 klar kann Apple einen ARM oder irgendein risc Prozessor verbauen sie können auch ihr unix für arm nativ verbasteln und dann. We soll man sich das vorstellen ohne Software oder glaubt echt jemand das Autodesk, Maxon Adobe selbst Blender etc. Ihre Tools nativ compilieren ohne PCIe ohne Grosse Grafik Karte sprich OpenGL etc. Rendern im ARM Kern sicher und gearbeitet wird in einem viewport alla 1999 wärend alle anderen also die Intel win Nutzer echtzeit raytracen sicher, Klar bauen kann man alles nur nicht in 12 Monaten und nicht allein.

> Apples eigene CPU soll nach Einschätzung von Kuo 40 bis 60 Prozent günstiger sein als die von Intel.[...] Ob Apple diese Einsparungen zumindest teilweise an Kunden weitergeben wird? Davon ist auszugehen, auch wenn Apple sicherlich keine 500-Euro-MacBooks bauen wird, sondern eher Einsteigermodelle für unter 1.000 Euro.

Äh, die 40 - 60% beziehen sich nur auf die CPU und nicht auf den ganzen Rechner mit Bildschirm, Tastatur und allem Pipapo. Es geht hier wohl um eine Einsparung von etwa 100 $ und nicht um 500 $.

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