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Verschlüsslung: Harvard-Studie gibt Tim Cook in allen Belangen Recht

Mehrere Experten und Unternehmen haben sich bereits gegen einen Zwang zu Hintertüren in Verschlüsselungen ausgesprochen. Der bekannteste Vertreter dieser Meinung ist vermutlich Apples Chef Tim Cook, der bereits vor rund einem Jahr sagte, dass Hintertüren beziehungsweise eine Abschwächung von Verschlüsselung keine Vorteile und nur Nachteile habe. Ein Studie der Elite-Universität Harvard bestätigt Cooks Ansichten nun in vollem Umfang.

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Forscher der Universität Harvard haben eine Studie veröffentlicht, die sich mit Verschlüsselung und deren Auswirkung auf Verbrechensbekämpfung und das Verhindern von Terroranschlägen beschäftigt. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass ein Verbot von Verschlüsselung beziehungsweise der Zwang zum Einbau von Hintertüren keine Auswirkungen habe. Damit bestätigt die Studie, was Apples CEO Tim Cook bereits vor rund einem Jahr gesagt hatte.

Tim Cook sagte damals, dass das Recht auf Privatsphäre und Verschlüsselung ein grundlegendes Menschenrecht und eine Aushebelung deshalb inakzeptabel sei – zumal es die Falschen treffen würde. Terroristen würden einen Weg finden, um ihre Daten zu verschlüsseln. Stattdessen würde eine Abschwächung der Standards von Apple & Co. fast ausschließlich Leute treffen die „gut“ seien.

Die Harvard-Studie bringt zwei Argumente gegen die Aushebelung von Verschlüsselung. Zum einen würde das Verbot von sicherer Verschlüsselung und der Zwang zu Hintertüren nur einen Teil der Verschlüsselungssoftware betreffen. Knapp die Hälfte der Verschlüsselungsprogramme ist kostenlos und deshalb weit verbreitet, rund ein Drittel ist Open Source und wird somit nicht von einem einzigen Unternehmen kontrolliert.. Außerdem gibt es mehrere frei zugängliche Programme, die auf Servern in mehreren Ländern liegen und von der nationalen Gesetzgebung somit überhaupt nicht beeinflusst werden. Der Zugang zu Verschlüsselungs-Software ist deshalb nicht einschränkbar.

Zum anderen würden die „schlauen“ Verbrecher und Terroristen immer einen Weg finden, um ihre Kommunikation und ihre Daten sicher zu verschlüsseln. Mit Hintertüren in iOS und anderen Betriebssystemen würde man lediglich Verbrecher fangen, die Fehler machen. Diese Kategorie neigt jedoch sowieso zu „dummen“ Fehlern und kann somit auch ohne Hintertüren überwacht und festgenommen werden.

Außerdem, so Tim Cook, würden von Hintertüren primär Hacker und andere Verbrecher profitieren. Schließlich kann eine Hintertür von Jedermann mit entsprechendem Expertenwissen genutzt werden. Hintertüren und abgeschwächte Verschlüsselung fördern somit Verbrechen anstatt es zu verhindern, schließlich handelt es sich bei Hintertüren um eine absichtliche Schwachstelle in einem ansonsten sicheren System.

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Tim Cool — cool!

Tim cool? Echt jetzt?

nach 7 Minuten immer noch nicht geändert!!! Krass

Auf MacLife muss man den Artikeltext leider oft "interpoliert" lesen.

tim cool hahaha guter

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